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Nissan Micra

Nissan Micra

Die knuffig-kugelige Grundform des Micra bleibt trotz der Pflegemaßnahmen weitgehend unverändert, doch sorgen eine Reihe zum Teil subtiler Änderungen für ein insgesamt frischeres und verjüngtes Erscheinungsbild. Die augenfälligsten Modifikationen erfuhr die Gesichtspartie: Den retuschierten Kühlergrill ziert nun eine verlängerte Chromzierleiste, die sich bis in die seitlichen Blinker hineinzieht. Die Richtungsanzeiger sind dank Klarglas-Linsen nun besser integriert als die früheren gelben Gläser.

Die Stoßfänger aller Modelle bekamen neu positionierte Nebelleuchten und einen deutlich vergrößerten Lufteinlass. Die Einstiegsversion Visia und die komfortorientierte
Acenta-Variante sind an einem gerundeten Ausschnitt mit senkrechten und waagerechten Streben zu erkennen. Den sportlich angehauchten Acenta Sport sowie den neuen Micra 160SR hingegen ziert eine trapezförmige Öffnung mit nach außen heruntergezogenen Kanten – ein stilistischer Kniff, der den kleinen Cityrenner optisch tiefer auf den Asphalt drückt. Den Eindruck größerer Aggressivität verstärken ein markanter Dachspoiler, deutlicher ausgestellte Türschweller und ein passend dazu ausgeschnittener Heckstoßfänger mit (beim 160SR) verchromter Auspuffblende.

Stoßfänger jetzt besser gegen Parkrempler gerüstet
Bewohner von Metropolen wie Paris und Rom können ein Lied davon singen: Kratzer und Beulen sind an der Tagesordnung, wenn Mann/Frau regelmäßig auf engem Raum
einparken muss. Um den Micra besser gegen Parkrempler zu wappnen, rüstet Nissan alle Visia- und Acenta-Fahrzeuge künftig mit schwarzen beziehungsweise in Wagenfarbe lackierten Stoßleisten am Bug sowie im Türbereich aus. Zugleich wurde das stoßabsorbierende Material der Stoßstangen von 2,2 auf 2,5 beziehungsweise 3,0 Millimeter (an besonders verletzlichen Stellen) verdickt.

Ultracooles Innenraumdekor in Eisblau
Auch bei der Aktualisierung des Micra-Innenraums haben die Designer die jüngsten Trends berücksichtigt. Neben einem ganz in Schwarz gehaltenen Interieur ist der Micra jetzt zusätzlich in einer beigen (Ecru/Chocolate) und einer eisblauen (Ice Blue/Chocolate) Ausführung zu ordern. Bei beiden Zweifarb-Kombinationen kontrastiert der hellere Ton an den seitlichen Armauflagen sowie den Stoffeinlagen in den Türen und am Armaturenträger mit den dunkelbraunen Tönen der übrigen Innenflächen.

Zu den praktischen Details des Innenraums zählen viele klug gestaltete Ablagen und Staufächer - darunter ein zehn Liter großer Stauraum im Inneren des Beifahrersitzes, der geräumig genug ist, um Dinge wie ein Laptop oder ein Paar Schuhe zu fassen. Dazu kommt ein von außen nicht einsehbares „Geheimfach” in der Mittelkonsole, insgesamt vier Getränkehalter, Türtaschen und ein multifunktionales, dreiteiliges Handschuhfach mit herausziehbarer Kartenschublade (für Acenta).

Bordcomputer-Display rückt ins Zentrum des Kombinstruments
Änderungen auch am Armaturenbrett: Das Display für den Bordcomputer rückte von seiner früheren Position in der Mittelkonsole zwischen Tachometer und Drehzahlmesser gleich unterhalb der Tankanzeige. Neben den bekannten Funktionen wie Uhrzeit, Außentemperatur, Tages- und Gesamtkilometerzähler, Reisezeit, Durchschnittsgeschwindigkeit, Benzinverbrauch, Rest-Reichweite und Service-Intervallanzeige kommt als neue Funktion eine Ölstandsanzeige hinzu.

Die Analoginstrumente erhalten dezente Chromringe und je nach Ausführung unterschiedliche Zifferblätter: Weiße Schrift auf schwarzem Grund bei Visia/Acenta oder graue Ziffern auf weißer Unterlage bei Acenta Sport/160SR.

Durch die Verlegung des Bordcomputer-Displays schufen die Designer in der Mittelkonsole Platz für einen voll integrierten Sechsfach-CD-Wechsler (optional ab Acenta, Serie im 160SR). Zugleich tauschten sie die bisherigen Drehknöpfe für die Heizungsbetätigung zugunsten griffigerer Regler mit gummierter Oberfläche aus. Zu den kleinen, aber sinnvollen Modellpflegemaßnahmen gehört auch ein Heckscheibenwischer mit vergrößerter Wischfläche.


Regensensor und Fahrtlichtautomatik für mehr Komfort und Sicherheit
Noch mehr als mit diesen praktischen Details glänzt der Micra mit einer Reihe benutzerfreundlicher Hightech-Lösungen. Bereits ab der Acenta-line gehören ein Regensensor und eine Fahrtlichtautomatik zur Serienausstattung. Darüber hinaus bietet Nissan ab der Ausstattungsstufe Acenta ein schlüsselloses Zugangssystem (Intelligent Key) an. Auch wenn die Fernbedienung weiterhin über konventionelle Drucktasten verfügt, erlaubt das System ein Öffnen und Schließen der Türen ohne Betätigung des Schlüssels. Vorausgesetzt, der in der Jacken- oder Handtasche verborgene „intelligente Schlüssel” befindet sich in Armlänge oder näher am Auto. Ist der Fahrersitz erreicht, darf der Schlüssel weiter getrost verstaut bleiben. Denn zum Anlassen und Abstellen des Motors genügt die Betätigung eines Drehschalters an der Lenksäule.

Geräuschniveau an Bord weiter abgesenkt
Doch auch unter der Haut setzte Nissan noch einmal an – mit dem Ziel eines weiter abgesenkten Geräuschpegels an Bord. Die Maßnahmen umfassten steifere Karosseriebleche, optimierte Dichtungen an der vorderen Spritzwand und den Türen sowie dickeres Glas an den Vorderfenstern der Micra-Fünftürer. Mit den hinteren Radhausverkleidungen schlug Nissan zwei Fliegen mit einer Klappe: Zum einen kaschieren sie den Auspuff, die Benzinzuleitung und Teile der Unterbodenstruktur, zum anderen senken sie die bei Regenfahrt auftretenden Spritzgeräusche.

Dröhnfrequenzen aus dem Motorraum bleiben im modellgepflegten Nissan Micra ebenfalls außen vor. Dafür sorgen steifere Bleche zwischen Motorraum und Kabine sowie eine stabilere Dachstruktur samt eines von 0,62 auf 0,72 Millimeter Dicke verstärkten Dachrahmens.

Geräuschisolierende Kofferraumauskleidung
Konsequent zu Ende gebracht werden die geräuschdämmenden Maßnahmen durch den verstärkten Einsatz von Dämmmaterial im Bereich der Spritzwand, einen üppiger ausgepolsterten Kofferraum sowie eine neue Reserveradwanne mit besonders guter Fixierung des dort verstauten Werkzeug-Satzes. Diesel-Modelle sind neu mit einem Lenkungsdämpfer ausgestattet.

Otto-Motoren in Vollaluminium-Bauweise mit Vierventil-Kopf

Für Micra-Kunden stehen vier Otto- und zwei Common-Rail-Turbodiesel-Motoren bereit. Gleich drei Benziner gehören zur CR-Motorenfamilie von Nissan – komplett in Aluminium gefertigte Vierventil-Aggregate mit zwei obenliegenden Nockenwellen und stufenlos variablen Ventilsteuerzeiten. Der Kunde hat die Wahl zwischen zwei 1,2-Liter-Versionen mit
48 kW/65 PS oder 59 kW/80 PS sowie einer 1,4 Liter großen Variante mit 65 kW/ 88 PS.

Getoppt wird das Otto-Aggregate-Trio seit Sommer 2005 durch den neu entwickelten
1,6-Liter-Vollaluminium-Motor der HR-Generation, den Nissan bis dato (mit 1,5 Liter
Hubraum) nur in den japanischen Modellen Tiida und Note einsetzte. Im Micra 160SR
leistet er 81 kW/110 PS und beschleunigt den kleinen Wilden auf maximal 183 km/h.

Die Diesel-Palette startet mit dem 50 kW/68 PS starken 1,5-Liter-Common-Rail-Turbodiesel. Eine dank Ladeluftkühlung auf 63 kW/86 PS erstarkte dCi-Variante rundet das von Allianzpartner Renault übernommene Selbstzünder-Angebot nach oben ab. Neben einem manuellen Fünfganggetriebe ist optional ein Vierstufen-Automat mit Drehmomentwandler (für Micra 1,2 mit 59 kW und Acenta-Ausstattung) zu haben.


Bodengruppe entstand in Kooperation mit Allianzpartner Renault
Unter der attraktiv geformten Außenhaut des Micra verbirgt sich eine komplett neue Plattform für B-Segment-Fahrzeuge, die seit Mitte 2005 auch von Allianzpartner Renault für die neue Generation des Clio verwendet wird. Die Struktur der Karosserie ist auf maximale Crashfestigkeit und hohe Reparaturfreundlichkeit ausgelegt. Vorne findet sich eine an einem Hilfsrahmen befestigte McPherson-Federbeinachse; hinten kommt eine extrem kompakt bauende Verbundlenkerkonstruktion zum Einsatz. Mit dieser Kombination setzten die Nissan-Techniker ihre drei Hauptziele – agiles Handling, ausgewogener Komfort und effiziente Geräuschdämpfung – in die Tat um.

Den Fahrspaß steigert auch die serienmäßig installierte elektrische Servolenkung. Sie ist geschwindigkeitsgesteuert, stellt also bei der Stadtfahrt eine hohe Lenkkraftunterstützung bereit, um sie mit zunehmender Geschwindigkeit wieder zurückzunehmen. So erweist sich der mit einem Spurkreis von 9,2 Metern auskommende Micra in der Stadt als extrem wendig, während er bei Überland- oder Autobahnfahrten spursicher seine Bahn zieht.

ESP, Kopfairbags und aktive Kopfstützen verfügbar
Der aktive und passive Sicherheitsstandard ist hoch: So rüstet Nissan den Micra ab Werk mit einer Dreierkombination aus ABS, EBD (elektronische Bremskraftverteilung) und Bremsassistent aus. Für zwei von drei Modellen mit Benzinmotoren (59 und 65 kW) ist im Paket mit Kopfairbags und aktiven Kopfstützen zusätzlich ein elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP) verfügbar – im 160SR ist es serienmäßig an Bord.

Zum standfesten Bremssystem gesellt sich ein effizientes Insassenschutzsystem. Zwei Front- und Seitenairbags sind generell Standard, alle fünf Sitze verfügen über Dreipunktsicherheitsgurte und höhenverstellbare Kopfstützen, die beiden vorderen zusätzlich über Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer.

Sondermodell Micra Season
Zur Einführung des überarbeiteten Micra bietet Nissan ein Sondermodell zu einem Einstiegspreis von 10.490 Euro an. Der Micra Season basiert auf der Visia-Variante und bietet einen Kundenvorteil von 500 Euro. Darüber hinaus verfügt er im Vergleich zum Micra Visia über drei zusätzliche Außenfarben (Karamell Matallic, Arktisblau Metallic und Elfenbein).


Der Nissan Micra auf einen Blick

dritte Generation des erfolgreichen japanischen Kleinwagens
in Deutschland seit Februar 2003 auf dem Markt
lieferbar als Drei- und Fünftürer
Ausstattungsvarianten (Visia, Acenta, Acenta Sport, 160SR)
Sondermodell Season ab 10.490 Euro
geräumiger, qualitativ hochwertiger Innenraum
langer Radstand und knappe Karosserieüberhänge
längs verschiebbare Rückbank steigert Ladevolumen von 251 auf 371 Liter
niedrige Ladekante
zahlreiche praktische Ablagen, darunter 10-Liter-Fach im Beifahrersitz
je nach Ausstattung Bordcomputer, Klimaautomatik, Regensensor, Fahrtlichtautomatik sowie schlüsselloses Ver- und Entriegelungssystem
Federbein-Vorderachse, kompakt bauende Verbundlenkerhinterachse
elektrische, geschwindigkeitsabhängig geregelte Servolenkung
ESP im Paket mit Kopf-Airbags und aktiven Kopfstützen (Serie im 160SR)
vier Voll-Aluminium-Ottomotoren mit 1,2 (2), 1,4 und 1,6 Liter Hubraum
zwei Common-Rail-Turbodiesel mit 1,5 Liter Hubraum
manuelles Fünfgang- und automatisches Vierstufen-Getriebe
crashfeste Sicherheitszelle mit hohem Anteil hochfester Stähle
mindestens vier, maximal sechs Airbags
Dreipunkt-Sicherheitsgurte für alle Plätze
Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer vorne
Bremssystem mit ABS, EBD und Nissan-Bremsassistent
Produktion im Nissan-Werk Sunderland (Nordostengland)


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