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Mazda RX-8

Mazda RX-8
Keine Fortschreibung bekannter Formensprache, sondern etwas komplett Neues – so lautete das Credo der RX-8-Designer. Daher unterscheidet sich der Mazda RX-8 fundamental von seinem Vorgänger, dem RX-7, nicht nur, aber auch durch die Anzahl der Türen. Vier hat er, und davon öffnen sich die beiden kleinen hinteren gegenläufig zur Fahrtrichtung. Durch den Verzicht auf die B-Säule ergeben sich Dimensionen von Bequemlichkeit und Nutzungsvielfalt, die man bei einem Sportwagen nicht erwarten würde.

Die Sitze im Fond sind keine Transportschalen für höchstens schulpflichtige Kinder, sondern eignen sich durchaus für Erwachsene. Auch der Kofferraum kann sich sehen lassen: 290 Liter bieten Raum für zwei Golf-Taschen oder mittelgroße Hartschalenkoffer.

Trotz des hohen Nutzwertes behält der Mazda RX-8 das Grundkonzept eines Sport-wagens bei: Leistungsstarker Front-Mittelmotor, Heckantrieb und eine Coupé-artige, sportliche Linienführung. Das Konzept verleiht ihm momentan eine Alleinstellung: Sportwagentypisches Design gepaart mit sportwagentypischer Fahrdynamik und hochkarätigen Fahrleistungen gehen einher mit einer intelligenten Innenraumgestaltung, die mehr bietet als der „klassische“ Sportwagen. Diese besondere Mischung rechtfertigt den Titel „Mazda RX-8 – der Einzigartige unter den Sportwagen“.

Das Herzstück des RX-8 ist jedoch eindeutig der Kreiskolbenmotor – er ist der leis-tungsstärkste seiner Bauart ohne Turbolader. Weil gleich zwei der dreieckigen Scheiben rotieren, gelingt ein fast perfekter Massenausgleich: Das Triebwerk namens RENESIS läuft so ruhig wie ein Sechszylinder-Hubkolben-Reihenmotor. Aber auch seine Kompaktheit beeindruckt: Mit allen Zusatzaggregaten ist es kaum größer als ein Vierzylinder-Reihenmotor und wiegt lediglich 140 Kilogramm.

Der RENESIS leistet in der Basisversion 141 kW/192 PS bei 7.000/min. Das maximale Drehmoment von 220 Nm liegt bei 5.000/min an, doch wichtiger für das Ansprech-verhalten ist der Drehmomentverlauf. Die Leistungskurve mündet nach steilem An-stieg in ein flaches „Hochplateau“, was kräftigen Durchzug über ein breites Dreh-zahlband anzeigt. In der stärkeren Ausführung entwickelt der Motor 170 kW/231 PS bei 8.200/min und verfügt über ein maximales Drehmoment von 211 Nm bei 5.500/min. Schon auf dem Papier zeigt sich seine stärker an Rennmotoren orientierte Charakteristik, die sich unter anderem in einer von 7.500 auf 9.000 Umdrehungen erhöhten maximalen Drehzahl äußert.

Aus dem Drehzahlkeller startet der leistungsstärkere der beiden RX-8 nachhaltig durch: In 6,4 Sekunden (Basis-Version 7,2 Sekunden) hat er aus dem Stand die
100-km/h-Marke erreicht und hält erst bei einer Höchstgeschwindigkeit von
235 km/h (223 km/h bei der 192-PS-Variante) inne. 10,8 respektive 11,4 Liter Su-perbenzin pro 100 Kilometer verbrauchen die zwei Leistungsversionen des Mazda RX-8.

Seitenauslasstechnologie für mehr Leistung sowie weniger Verbrauch und Emis-sionen
Mazda entwickelte radikal neue Konstruktionsmerkmale, die die Realisierung eines emissions- und verbrauchsarmen Kreiskolben-Aggregats erst ermöglichten. Dazu zählt vor allem die erstmals von Mazda angewandte Seitenauslasstechnologie, dank derer die Techniker die unerwünschte Überlappung der Öffnung von Aus- und Ein-lasstrakt vermieden. Als Folge steigt der Wirkungsgrad, und der Verbrauch sinkt. Dank des seitlichen Auslasses wird aber auch der Austritt unverbrannter Kohlenwasserstoffe aus dem Brennraum in die Auslasskanäle verhindert. Die Restgase werden vielmehr in den nächsten Verbrennungszyklus mit hinüber genommen und danach nahezu vollständig verbrannt, was die Emissionen deutlich verringert.

Ein variables Ansaugsystem mit je nach Drehzahl öffnenden Klappen, elektronischen Drosselklappen, speziellen Einspritzdüsen, Hochleistungszündkerzen und ein doppelwandiger Auspuffkrümmer waren weitere Maßnahmen zum Erreichen der Euro 4-Tauglichkeit.

Der Mazda RX-8 steht serienmäßig auf 16-Zoll-Aluminiumfelgen mit Reifen der Di-mension 225/55 R 16; ab der Ausstattungsstufe Challenge sind 18-Zoll-Leichtmetallfelgen (225/45 R 18) aufgezogen. Er kommt mit einer „Double-Wishbone“-Vorderradaufhängung (doppelte Dreiecksquerlenker), deren obere und untere Streben aus geschmiedetem Leichtmetall gefertigt und an einem hochfesten Hilfsrahmen montiert sind. Die Multilink-Hinterachse des RX-8 wartet mit fünf Lenkern pro Seite sowie einem Hilfsrahmen mit Bumerang-förmigen Seitenteilen auf. Die rundum eingebauten Einrohr-Gasdruckstoßdämpfer schaffen eine ausgewogene Balance zwischen sportlicher Straffheit und akzeptablem Restkomfort.

Zu den ab Werk installierten aktiven und passiven Sicherheitsfeatures des RX-8 zäh-len ABS + EBD (elektronische Bremskraftverteilung), DSC (dynamische Stabilitätskon-trolle) + TCS (Traktionskontrolle), insgesamt sechs Airbags, Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer sowie ISOFIX-Befestigungspunkte für die Rücksitze. Die sehr verwindungssteife Karosserie trägt zur hohen Crashfestigkeit ebenso wie zum sehr agilen Handling bei. Eine einteilige Kardanwelle aus Kohlefaser-Verbundwerkstoff reduziert Vibrationen aus dem Antriebsstrang auf ein absolutes Minimum.

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