Hyundai Accent
Wachstumsplan: Größere Karosserie kommt Innenraum zu Gute
In nahezu allen Dimensionen legte die Neuauflage des Accent gegenüber dem Vorgänger zu: So wuchs die Karosserie in der Breite um 15 und in der Höhe um stattliche 75 Millimeter. Hinzu kommt ein auf 2,50 Meter erweiterter Radstand und einer breitere Spur vorne wie hinten. Das Wachstum kommt in vollem Umfang dem Innenraum zu gute, wo bis zu fünf Insassen weitaus mehr Bewegungsfreiheit vorfinden als beim Vorgängermodell. Auch der Platz fürs Gepäck fiel üppiger aus: Während der Dreitürer ein 270 Liter fassendes Ladeabteil bietet, das durch Umlegen der Rücksitzlehnen erweitert werden kann, fasst die viertürige Stufenheckversion unter der großen Kofferraumklappe bis zu 390 Liter Gepäck.
Das Design des Accent prägen große, weit um die Motorhaube herumgezogene und leicht oval ausgeformte Klarglas-Scheinwerfer ebenso wie ein Kühlergrill, der am oberen Rand eine markante Ausbuchtung trägt, unter der das Hyundai-Logo seinen Platz findet. Im Detail weist der Kühlergrill bereits auf die beiden unterschiedlichen Charaktere von Drei- und Viertürer hin: Während die Stufenheckvariante mit vier verchromten Leisten im Grill elegante Akzente setzt, prägt eine kräftige und in Wagenfarbe lackierte Querstrebe im Kühlergrill den sportlicheren Charakter des Dreitürers. Eine relativ hohe Gürtellinie und große Flächen unterstreichen bei beiden Varianten die hohe Solidität. Die in einem schwungvollen Bogen gewölbte Dachlinie lässt schon von außen erahnen, in welchem Umfang das Platzangebot für die Insassen zugelegt hat.
Die Heckpartie folgt der geschwungenen Formensprache und fiel gleichfalls eigenständig aus. Während beim Dreitürer das Dach in einen Dachkantenspoiler mündet und eine ausgeprägte hintere Seitenpartie kraftvolle Elemente integriert, bringt das hoch angesetzte Heck beim Viertürer den praktischen Nutzen in den Mittelpunkt: Unter der wie beim Dreitürer von Kanten befreiten Klappe verbirgt sich der großzügig dimensionierte Kofferraum.
Komplettangebot: Prima Klima in Serie
Sympathien weiß der neue Accent aber nicht allein durch seine hohe Alltagstauglichkeit zu gewinnen: Auch die umfangreiche Serienausstattung wird die Käufer der neuen Generation überzeugen. So finden sich bereits beim GL-Modell ab Werk unter anderem eine Klimaanlage mit Pollenfilter, Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber, elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel sowie Nebelscheinwerfer. Zudem sind praktische Details wie zahlreiche Ablagen unterschiedlicher Größe, Getränkehalter, ein Brillenfach im Dachhimmel, in dessen Gehäuse separat einstellbare Leselampen integriert sind, eine separate 12-Volt-Steckdose in der Mittelkonsole und Sonnenblenden mit Make-up-Spiegeln serienmäßig. Noch üppiger fällt der Lieferumfang der GLS-Version aus: Dann sind zusätzlich unter anderem ein Bordcomputer mit Anzeige von Außentemperatur, Durchschnittsverbrauch, Reichweite und Tageskilometerzähler, eine herausklappbare Mittelarmlehne auf der Rücksitzbank und eine Funkfernbedienung für Zentralverriegelung und Alarmanlage an Bord.
Keinesfalls als Geizhals zeigt sich der Accent auch, wenn es um die serienmäßige Sicherheitsausstattung geht: Alle Varianten verfügen unter anderem über Airbags für Fahrer und Beifahrer, auf der Beifahrerseite abschaltbar, Seitenairbags für die Vornsitzenden und Vorhangairbags in den Längsholmen des Daches. Höhenverstellbare Kopfstützen rundum, Dreipunktgurte auf allen Plätzen, vorne höhenverstellbar und mit Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer ausgerüstet, Isofix-Kindersitzbefestigungen auf den äußeren hinteren Sitzplätzen und eine automatische Türentriegelung bei einem Unfall ergänzen das Schutzpaket. Hinzu kommen als aktive Sicherheitselemente ein Antiblockiersystem mit elektronischer Bremskraftverteilung und auf Wunsch ein elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP) inklusive Traktionskontrolle.
Wer darüber hinaus spezielle Wünsche an seinen neuen Accent hat, wird in der Liste der aufpreispflichtigen Optionen fündig: Diese beinhaltet eine Vierstufen-Automatik für die Benzinermodelle, Metallic- und Mineraleffektlackierungen sowie ein elektrisch betätigtes Glas-Hub-/Schiebedach. Zudem ist ein so genanntes Comfort-Paket im Angebot: Zu ihm gehören eine Klimaautomatik, Lederlenkrad und Lederschaltknauf, eine Armlehne für den Fahrersitz, Metall-Dekor für das Armaturenbrett und beleuchtete Make-Up-Spiegel.
Sparmodell: Mehr Leistung bei weniger Verbrauch
Ausgeweitet wurde gegenüber dem Vorgänger zudem das Motorenprogramm: Es umfasst nun zwei Benzinmotoren mit 1,4 und 1,6 Litern Hubraum sowie einen 1,5-Liter-CRDi-Diesel, die allesamt ab Werk mit Fünfgang-Schaltung kombiniert werden. Mit dem Selbstzünder ausgerüstet, entpuppt sich der Accent schnell als Sparmeister: Denn das 81 kW (110 PS) starke Aggregat mit Common-Rail-Direkteinspritzung und variabler Turbolader-Schaufelgeometrie VGT benötigt insgesamt nur 4,6 Liter Dieselkraftstoff auf 100 Kilometer. Dem gegenüber steht hohe Leistungsfähigkeit: Dank eines kräftigen maximalen Drehmoments von 235 Newtonmetern, das von 1.900 bis 2.750 min-1 zur Verfügung steht, beschleunigt der Accent 1.5 CRDi aus allen Drehzahlen spontan und zügig. So beträgt die Dauer für den Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 nur 11,5 Sekunden, die Spitzengeschwindigkeit beläuft sich auf 176 km/h.
Auch die Basismotorisierung, die für beide Karosserievarianten angeboten wird, bietet mit einer Leistung von 71 kW (97 PS) und einem maximalen Drehmoment von 125 Newtonmeter bei 4.700 min-1 ausreichend Kraftreserven. In 12,3 Sekunden ist der Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 absolviert, auf der Autobahn ist der Accent 1.4 bis zu 177 km/h schnell. Dabei ist der Vierventiler stets sparsam: Nur 6,2 Liter genehmigt sich das Aggregat im EG-Gesamtverbrauch pro 100 Kilometer Fahrstrecke. Fast schon sportlich wird es an Bord des Accent 1.6: Das Aggregat mit 82 kW (112 PS) Leistung und kontinuierlicher variabler Ventilsteuerung CVVT macht den Neuling bis zu 190 km/h schnell. Von null auf 100 km/h benötigt der Top-Motor der Baureihe nur 10,2 Sekunden.
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