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Le Mans Series, 4. Lauf auf dem Nürburgring

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Le Mans Series, 4. Lauf auf dem Nürburgring:

Porsche holt vorzeitig Meistertitel

Mit dem vierten Sieg im vierten Saisonrennen endete die Deutschland-Premiere des Porsche RS Spyder. Jos Verstappen und Jeroen Bleekemolen (Niederlande) gewannen in der LMP2-Klasse das 1.000-Kilometer-Rennen auf dem Nürburgring, den vorletzten Lauf zur Le Mans Series (LMS) 2008. Mit seinem dritten Saisonsieg sicherte sich der ehemalige Formel 1-Fahrer Verstappen außerdem vorzeitig den Titelgewinn in der LMP2-Kategorie und Van Merksteijn Motorsport (Niederlande) die Team-Meisterschaft. Auch in der Hersteller-Wertung liegt Porsche uneinholbar vorne. Die beiden dänischen Piloten Casper Elgaard und John Nielsen (Essex) rundeten den Erfolg der Porsche-Kundenteams mit einem dritten Rang ab. Auch in der seriennahen GT2-Klasse feierten Fahrer des 911 GT3 RSR als Zweite und Dritte auf dem Podium. Insgesamt kamen 22.000 Zuschauer zum deutschen LMS-Lauf in die Eifel.
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Jos Verstappen war vor Freude aus dem Häuschen: „Ich kann es nicht fassen und bin überglücklich, die Meisterschaft schon beim vorletzten Rennen gewonnen zu haben. Möglich war dieser Erfolg durch ein Auto, das mit seiner Balance nicht nur fantastisch zu fahren ist, sondern zudem technisch ohne jegliche Probleme durch die Saison fuhr. Und natürlich durch unser Team, das ebenso fehlerfrei gearbeitet hat. Dass wir auch den Teamtitel gewonnen haben, unterstreicht die Leistung der Crew. Der heutige Erfolg und der Meistertitel sind nach meinem Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans im Juni ein weiteres Highlight meiner Rennfahrerkarriere.“ Jeroen Bleekemolen feierte am Nürburgring einen perfekten Einstand in die LMS – nachdem er bereits zusammen mit Verstappen und Teameigner Peter van Merksteijn das 24-Stunden-Rennen von Le Mans gewonnen hatte. In den bisherigen Rennen der Le Mans Series hatte sich Verstappen das Cockpit des 476 PS starken Sportprototypen mit van Merksteijn geteilt.

In die Freude über den dritten Podiumsplatz der Saison mischte sich bei Essex-Fahrer und Teammanager John Nielsen ein wenig Enttäuschung. Vom zweiten Startplatz aus ins Rennen gegangen, hatte das Team nach einer knappen Stunde die Führung in der LMP2-Klasse erobert und sich Chancen auf einen zweiten Saisonsieg ausgerechnet. Doch ein Ausrutscher von Casper Elgaard warf das Duo auf den neunten Platz zurück. „Es war mein Fehler“, sagte Elgaard zerknirscht. „Ich habe unheimlich gepusht, um Druck auf Jos zu machen. Vor der Schikane kam es zu einem Missverständnis mit einem Konkurrenten und in der Folge zu meinem Ausflug ins Kiesbett. Ärgerlich ist es auch, weil unser Auto heute unglaublich gut lag.“ Vom neunten Platz kämpften sich Nielsen und Elgaard mit einer tollen Aufholjagd noch auf Rang drei. „Gratulation an Jos, er hat den Titel verdient, denn er hat in der ganzen Saison keine Fehler gemacht“, sagte anerkennend John Nielsen, der Le Mans-Gesamtsieger von 1990. „Wir hätten die Meisterschaft gerne offen gehalten und nach Dänemark geholt. Über unseren dritten Platz freuen wir uns trotzdem. Wir waren von den Rundenzeiten her so nah dran am Van-Merksteijn-Porsche wie nie zuvor.“



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Hoffnung und Enttäuschung lagen auch beim Schweizer Horag-Team eng beieinander. Jan Lammers hatte sich im letzten Renndrittel des knapp sechsstündigen Rennens Platz zwei erkämpft und war auf dem Weg zum dritten Podiumsplatz in dieser Saison. Ein technisches Problem mit dem Bremsflüssigkeitsbehälter zwang den Niederländer mitten in der Schlussattacke zur Reparaturpause an die Box. Am Ende blieb nur Platz zwölf für Lammers und seine Teamkollegen Didier Theys (Belgien) und Fredy Lienhard (Schweiz).

Ein gemischtes Resümee zog auch der deutsche Porsche-Werksfahrer Marc Lieb, der mit dem 911 GT3 RSR in der seriennahen GT2-Klasse mit seinem Teamkollegen Alex Davison (Australien) Zweiter wurde. „Unser Auto lag heute sehr gut, der neue Vierliter-Sechszylinder-Motor im Heck geht richtig gut und das Team hat fantastisch gearbeitet. Dass wir dennoch keine Siegchance hatten, lag an den Reifen, die auf kurvenreichen Strecken wie dem Nürburgring nicht optimal arbeiten.“ Lieb und Davison (Felbermayr-Proton) wurden bereits zum dritten Mal in dieser Saison Zweite. Der österreichische Werksfahrer Richard Lietz freute sich mit seinem französischen Teamkollegen Raymond Narac (IMSA Performance Matmut) über den dritten Platz, dem zweiten des Teams in diesem Jahr. „Das Rennen war ungemein anstrengend – und der Verkehr streckenweise der reine Horror. Aber wir haben uns gut geschlagen und das Maximum herausgeholt“, sagte Lietz.








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