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Empfehlenswert: Ratenzusatz-Versicherung bei Kreditfinanzierung

Donnerstag, 9. Dez. 2021

Aufgrund der Tatsache, dass sich ein Großteil der Neuwagenkäufer für die Ratenfinanzierung eines Kreditinstitutes wie beispielsweise eine Autobank entscheidet, möchten wir an dieser Stelle auch die Ratenzusatz-Versicherung erwähnen. Sie bietet beispielsweise Schutz bei Arbeitslosigkeit oder Erwerbsunfähigkeit, wobei – je nach Vertragspartner – eine unterschiedlich ausgeprägte Absicherung geboten wird.

Welche Autoversicherungen lohnen sich bei einem Neuwagen?

Für viele finanzkräftige Menschen ist die regelmäßige Anschaffung eines Neuwagens keine Besonderheit. Bei Autofahrern mit kleinem Budget hingegen handelt es sich häufig um die Erfüllung eines langjährigen Traumes. Die Niedrigzinspolitik der letzten Jahre kommt ihnen gelegen, denn dadurch können sich viel mehr Verbraucher als früher ein fabrikneues Fahrzeug leisten. Damit sie auch lange ihre Freude daran haben, ist neben Wartung und Pflege der Abschluss der passenden Autoversicherung wichtig.

Autokauf und Versicherungsabschluss erfordern Vertrauen zum Verhandlungspartner.
Autokauf und Versicherungsabschluss erfordern Vertrauen zum Verhandlungspartner.Foto: Pixabay.com © geralt CCO Public Domain

6 hilfreiche Tipps zum Autokredit

Nur selten ist genügend Bargeld verfügbar, um den Kaufpreis für einen Neuwagen in einer Summe zu leisten. Die meisten Autokäufer finanzieren sich diesen über einen Kredit. Bestenfalls führt man zuvor einen Online-Vergleich durch und informiert sich über das Netz, welcher Anbieter die für einen persönlich interessantesten Konditionen bereithält. Die nachstehende Infografik beschreibt 6 hilfreiche Tipps zum Autokredit.

Empfehlenswert: Vollkaskoversicherung für Neuwagen

Ein Neuwagen, der je nach Modell einige Zehntausend Euro kostet, verdient einen umfangreichen Schutz. Wer sich für eines der herausragenden Autos wie beispielsweise einen Porsche Taycan GTS entscheidet, muss mit mindestens 131.834 Euro rechnen. Je nach gewünschten Extras erhöht sich der Preis entsprechend. Viele Käufer möchten ihn gegen alle möglichen Risiken absichern, um die kostenintensive Anschaffung nicht in den Sand zu setzen. Aber welcher Schutz ist wirklich sinnvoll?

Fakt ist: Einen nicht zu unterschätzenden Kostenfaktor neben dem Kaufpreis selbst stellt die Kfz-Versicherung dar. Für einen Neuwagen empfiehlt sich in jedem Fall ein Vollkasko-Schutz. Dieser deckt in der Regel zusätzlich die Schäden am versicherten Fahrzeug ab, selbst wenn sie aus einem selbst verschuldeten Unfall stammen. Selbstverständlich zieht eine Vollkasko-Versicherung im Vergleich zur Teilkasko oder zu einer einfachen Haftpflicht fast immer deutlich höhere Kosten nach sich. Da es große Unterschiede bei den Assekuranzen im Bereich der monatlichen Beiträge sowie der gebotenen Konditionen gibt, lohnt es sich, einen Online-Vergleich durchzuführen.

Die Mehrzahl der Finanzierungspartner schreibt eine Vollkasko-Versicherung vor. Wer seinen Neuwagen per Leasing oder Kredit finanziert, hat somit keine freie Wahl beim Versicherungsschutz. Grundsätzlich kann es sinnvoll sein, sich für die vertragliche Festlegung eines Selbstbehaltes zu entscheiden. Dadurch lassen sich die Beträge für eine Vollkasko-Versicherung senken. Bestenfalls wird sie nicht zu hoch angesetzt: Beispielsweise 300 Euro können einen guten Kompromiss zwischen Kosten und Nutzen darstellen.

Unterschiede zwischen Kfz-Haftpflicht-, Vollkasko- und Teilkasko

Die Versicherung eines Fahrzeuges ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben. Bereits die Zulassungsstelle verlangt einen Versicherungsnachweis. Früher musste die Deckungskarte vorgelegt werden, heute reicht die eVB-Nummer aus. Dabei handelt es sich um die elektronische Versicherungsbestätigung, die man unmittelbar nach Abschluss der Kfz-Versicherung erhält – heute überwiegend auf digitalem Weg. Für welchen Schutz man sich persönlich entscheidet, spielt keine Rolle.

Leistungen der Kfz-Haftpflichtversicherung

https://www.finanzcheck.de/autokredit/neuwagen-finanzieren/ 

 Mit 6 Tipps zum Autokredit
Mit 6 Tipps zum AutokreditFoto: https://www.finanzcheck.de/autokredit/neuwagen-finanzieren/

Grundsätzlich greift die Haftpflichtversicherung nur, wenn ein Schaden durch den Fahrzeuggebrauch verursacht wurde. Darunter fallen zum Beispiel:

  • Fahren
  • Ein- und Aussteigen
  • Be- sowie Entladen
  • Tanken
  • Waschen

In der Regel sind Sachschäden an fremdem Eigentum und Personenschäden, die aus einem vom Versicherungsnehmer verursachten Unfall entstehen, abgedeckt. Darüber hinaus Vermögensschäden, denen kein Personen- oder Sachschaden vorausgeht. Die Höhe der Versicherungsbeiträge richtet sich unter anderem nach

  • Fahrzeugtyp und -art
  • Beruf sowie Wohnort des Versicherten
  • und der SF-Klasse (Schadenfreiheitsklasse).

Je länger schadenfrei gefahren wurde, desto günstiger ist die Grundprämie. Lange Zeit konnten nur maximal 35 Jahre angerechnet werden. Seit dem Jahr 2019 gelten 50 Jahre als Höchstgrenze.

Leistungen der Teilkasko

Nachstehende Gefahren werden von der Teilkaskoversicherung abgedeckt:

  • Brand und Explosion
  • Glasbruch
  • Schäden durch Tierbiss, darunter der sogenannte Marderschaden
  • (Teile-)Diebstahl und Raub
  • Unmittelbare Unwettereinwirkungen, zum Beispiel Blitzschlag, Hagel, Sturm (ab Windstärke 7), Überschwemmung
  • Wildunfälle

Ebenso wie bei der Haftpflicht errechnen sich die Versicherungsprämien beispielsweise nach dem Fahrzeugtyp sowie dem Wohnort des Fahrers. Weiterhin spielt die Höhe der Selbstbeteiligung pro Schadenfall eine Rolle. Umso höher der gewählte Selbstbehalt, desto günstiger sind die Versicherungsbeiträge.

Zu den Vorteilen einer Teilkaskoversicherung gehört die Abdeckung der gängigsten Schadenfälle – wobei sich die Kosten verhältnismäßig günstig präsentieren. Als nachteilig stellt sich für Versicherungsnehmer dar, dass die Assekuranzen bei Vandalismus oder selbstverschuldeten Unfällen nicht leisten. Auch Schadenfreiheitsrabatte werden nicht gewährt.

Wer viel Geld für den Kauf eines wertvollen Fahrzeuges ausgibt, sollte zur eigenen finanziellen Absicherung einen guten Versicherungsschutz wählen.
Wer viel Geld für den Kauf eines wertvollen Fahrzeuges ausgibt, sollte zur eigenen finanziellen Absicherung einen guten Versicherungsschutz wählen.Foto: Pixabay.com © Mikes-Photography CCO Public Domain

Leistungen der Vollkasko

Eine Vollkaskoversicherung bietet den höchsten Schutz für ein Fahrzeug. Ihr Abschluss für einen Neuwagen, der mit einem hohen Wert einhergeht, ist dringend angeraten. Über die Leistungen einer Teilkaskoversicherung treten die Assekuranzen bei folgenden weiteren Schäden ein:

  • selbstverschuldete Unfallschäden am eigenen Fahrzeug
  • Schäden nach Fahrerflucht, sollte die verantwortliche Person nicht ermittelt werden können
  • Vandalismus-Schäden
  • zusätzliche Schäden am Antriebs-Akku von Hybrid- und Elektrofahrzeugen bis 20.000 Euro

Verständlicherweise ist es bei einem Neufahrzeug besonders ärgerlich, wenn aus eigener Unvorsichtigkeit ein Kratzer oder eine Delle das Auto verunstalten. Es ist auch keine Seltenheit, dass man bei winterlichen Straßenverhältnissen im Graben landet. Wer eine Vollkaskoversicherung abschließt, schützt sich effektiv vor den finanziellen Folgen eigener Missgeschicke. Im Allgemeinen zahlt sie sämtliche selbstverschuldeten, unfallbedingten Schäden am Fahrzeug des Versicherungsnehmers. Es gibt jedoch einige Ausnahme, bei denen kein Schutz besteht:

  • grobe Fahrlässigkeit, darunter Fahren unter Alkoholeinfluss
  • vorsätzlich verursachte Schäden durch Dritte

Zu letzterem Punkt zwei Beispiele:

  1. der Nachbar benötigt Geld und beschädigt deshalb mit Absicht sein Auto, indem er einen Unfall provoziert
  2. der Nachbar fährt grundsätzlich alkoholisiert und verursacht einen Unfall nach dem anderen

Wären auf diese Art und Weise verursachte Schäden durch die Vollkaskoversicherung abgedeckt, würden alle Versicherten infolgedessen unter anderem höhere Beiträge erwarten. Und wer möchte schon mehr Kosten tragen, nur weil der Nachbar aus der Rolle fällt?

Die Prämienberechnung erfolgt ähnlich wie bei der Teilkaskoversicherung. Hinzu kommt allerdings ein Schadenfreiheitsrabatt. Ist dieser besonders hoch, ist in Einzelfällen die Vollkaskoversicherung sogar günstiger als die Teilkasko. Bei kleineren Schäden sollten sich Versicherungsnehmer deshalb überlegen, für diese selbst aufzukommen. Dadurch lässt sich eine Rückstufung in der Schadenfreiheitsklasse nach Unfall vermeiden.

Nicht nur für Neuwagen, sondern auch für Fahrzeuge, die nur wenige Jahre alt sind, stellen sich viele Autobesitzer die Frage, ob sie eine Voll- oder Teilkaskoversicherung wählen sollen. Wie bereits zuvor beschrieben, muss erstere nicht immer teurer sein. Damit sie günstiger ist, müssen jedoch mehrere günstige Umstände auf einmal vorliegen.

Die Entscheidung zwischen Haftpflicht-, Teil- und Vollkaskoversicherung liegt allein in den Händen des Autobesitzers.
Die Entscheidung zwischen Haftpflicht-, Teil- und Vollkaskoversicherung liegt allein in den Händen des Autobesitzers.Foto: Pixabay.com © ElisaRiva CCO Public Domain

Einer davon ist die Einordnung in eine hohe Schadenfreiheitsklasse, die bei der Teilkaskoversicherung grundsätzlich wegfällt. Zudem müssen Autobesitzer in einer Region leben, in der es große Unterschiede bei der Höhe der Leistungen von dem jeweiligen Versicherer für Teil- und Vollkaskoschäden gibt. Weiterhin kommt es auch auf das Fahrzeug selbst an.

Totalschaden sorgfältig absichern

Es spielt keine Rolle, ob eigenes Verschulden oder nicht vorliegt, bei einem Totalschaden wird – selbst bei der Vollkasko-Versicherung – ausschließlich der sogenannte Zeitwert erstattet. Dies kann zu hohen, finanziellen Einbußen aufseiten des Versicherungsnehmers führen. Dies gilt vor allem für die Anfangsjahre, in denen Neuwagen bekanntlich einem hohen Wertverlust unterliegen. Experten raten Käufern eines funkelnagelneuen Fahrzeuges deshalb, in den Vollkasko-Vertrag eine „Neupreisentschädigung“ aufzunehmen. Meist wird sie für einen Zeitraum von sechs bis 24 Monaten vereinbart, wobei gilt: umso länger er ist, desto besser für den Kunden.

Wird der Neuwagen über eine Leasinggesellschaft finanziert, sollte zusätzlich eine Leasingraten-Ausfallversicherung abgeschlossen werden. Damit sind Versicherungsnehmer auf der sicheren Seite, sollte das Fahrzeug einen Totalschaden erleiden. Sie verhindert, dass Autobesitzer die monatlichen Raten weiter leisten müssen, auch wenn das Kfz nicht mehr nutzbar ist.

Wie bei ausnahmslos allen Verträgen, sollte man das Augenmerk vor allem auf das Kleingedruckte legen. Häufig gehen Zusatzversicherungen mit individuellen Bedingungen einher. Zu achten ist insbesondere auf

  • die Karenz- sowie Wartezeiten
  • und die Ausschluss-Klauseln.

Wurde bei Abschluss der Zusatzversicherung eine Wartezeit von drei Monaten vereinbart, springt diese auch erst nach diesem Zeitpunkt ein. Sollte bereits zuvor zum Beispiel Arbeitsunfähigkeit eintreten, hilft sie Betroffenen nicht weiter. Darüber hinaus sind die Ausschluss-Klauseln sorgfältig zu studieren. Teilweise wird mit ihnen die Versicherungsleistung bei sogenannter „vorsätzlicher Herbeiführung“ ausgeschlossen. Darunter fällt unter anderem die eigenmächtige Kündigung des Arbeitsverhältnisses.

Prämiensenkung durch Werkstattbindung

Eine große Anzahl an Versicherern bietet ihren Kunden eine Prämiensenkung, wenn sie sich auf eine Werkstattbindung einlassen. Oftmals führt diese Vereinbarung jedoch zu Konflikten, sollte für den Neuwagen die Inanspruchnahme der Herstellergarantie oder von Kulanzleistungen beabsichtigt sein. Grundvoraussetzung für die Werkstattbindung ist, dass sämtliche

  • Wartungen,
  • Inspektionen sowie
  • Reparaturen

in einer Vertragswerkstatt vorgenommen werden. Vermeidbar sind Probleme, lässt man sich vom Kfz-Versicherer schriftlich bestätigen, dass dieser bei einem etwaigen Garantieausfall einspringt. Verweigert sie diese Vereinbarung, sollte man darauf verzichten. Denn im Vergleich zur Ersparnis bei Werkstattbindung per Versicherungsvertrag rechnet sich ein Garantiefall auf eigene Rechnung in der Regel nicht für den Neuwagen-Käufer.

Gleichfalls kann es bei Leasing- oder anderen Finanzierungsverträgen Schwierigkeiten mit der Werkstattbindung geben. Hier sollte man aufpassen, denn wenn gegen die Klausel verstoßen wird, steht eine fristlose Kündigung im Raum. Somit sollte man seinen Finanzierungsvertrag genau studieren, bevor man einen Versicherungsvertrag inklusive Werkstattbindung abschließt.