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Historischer Tiefstand in der Unfallstatistik

Donnerstag, 18. Nov. 2021

Der Straßenverkehr ist ein heiß diskutiertes Thema, und das nicht nur in Bezug auf den Klimaschutz, auch Unfälle, hervorgerufen durch falsches Verhalten, überhöhte Geschwindigkeit oder Alkohol beziehungsweise Drogenkonsum sind immer wieder ein großes Thema, das die breite Masse der Bevölkerung interessiert.  

Umso positiver und erfreulicher ist es, dass sich die Unfallstatistik im ersten Halbjahr 2021 sehr positiv entwickelt hat. Experten sprechen sogar von einem „historischen Tiefstand“.

Foto: Gerhard G. auf Pixabay

Weniger Unfälle und weniger Verletzte und Tote

Positive Tendenzen im Straßenverkehr sind immer erfreulich. Für das erste Halbjahr 2021 wurde nun eine Statistik veröffentlicht, die einen historischen Tiefstand in Bezug auf Unfälle, Verletzte und Tote im Straßenverkehr zeigt.

So sind innerhalb der ersten sechs Monate des Jahres 2021 in Deutschland 1.128 Menschen durch Unfälle im Straßenverkehr verstorben. Im Vergleich zum Zeitraum 2020 sind das 162 Personen weniger. Prozentual ist das ein Unterschied von 12,6%

Auch die Zahl der Verletzten ist deutlich zurückgegangen. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020 sind imersten Halbjahr 2021 knapp 10% weniger Verletzte im Straßenverkehr zu verzeichnen. Ein durchaus positiv zu bewertender Trend. Insgesamt wurden 134.800 Personen im ersten Halbjahr 2021 im Straßenverkehr verletzt.

Statistiker haben berechnet, dass es seit der deutschen Wiedervereinigung 1990 noch nie so wenige verletzte Menschen im Straßenverkehr gab. Gleiches gilt für die Todesfälle im Straßenverkehr. Auch hiersind die Zahlen so niedrig wie seit der Wiedervereinigung im Jahr 1990. Doch was bedeutet das im Detail?

Mehr Sicherheit und bessere Kontrollen

Unsere Fahrzeuge und allen voran die Autos werden im Allgemeinen immer sicherer. Airbags, Abstandssysteme, Frühwarnsysteme und vieles mehr - es gab noch nie Fahrzeuge, die so sicher waren wie die heutigen aktuellen Fahrzeuge, die auf unseren Straßen zu finden sind. Das bestätigen auch die KFZ-Gutachter, wie beispielsweise auf gutachterix.

Zudem werden unsere Straßen immer besser. Ein ordentlicher Straßenbelag mit guter Beleuchtung, guter Beschilderung und ausreichend Raum sorgt selbstverständlich auch dafür, dass die Gefahren im Straßenverkehr reduziert werden. Hinzu kommen Kontrollen, die Alkoholmissbrauch, Drogenmissbrauch, überhöhte Geschwindigkeit und sonstige Gefahren im Straßenverkehr aufdecken und ahnden.Sicherlich ist es die Summe dieser Aspekte, die für den Rückgang der Zahlen sorgen. Aber auch das Interesse der Verkehrsteilnehmer, selbst gesund und munter am Ziel anzukommen, dürfte eine große Rolle spielen. Zusätzlich der Fakt, dass Corona im Jahr 2021 einen strengen Lockdown bereithielt, der den einen oder anderen Autofahrer im Homeoffice arbeiten lassen hat.

Wie verteilen sich die Zahlen?

Die Polizeireviere haben in den ersten 6 Monaten im Jahr 2021 1,05 Millionen Unfälle registriert. Ein leichter Rückgang, der bei 2,5% im Vergleich zum Vorjahr liegt. Rund 935.700 der Unfälle waren reine Sachschäden. 109.400 Unfälle waren mit Verletzten oder getöteten Person. Das größte Risiko im Straßenverkehr zu sterben je eine Million Einwohner lag in Sachsen-Anhalt mit 27 Verkehrstoten. Brandenburg folgt mit 22 Toten und Niedersachsen mit 19 Toten im Verkehr je eine Million Einwohner. Am niedrigsten lag das Risiko in Berlin mit 6 Toten und in der Hansestadt Hamburg mit 4 Toten. Im Bundesdurchschnitt mussten 14 Verkehrstote pro eine Million Einwohner im ersten Halbjahr 2021 registriert werden.