Facebook Pixel

Die Geschichte der Autoschlösser

Dienstag, 11. Feb. 2020

Nach wie vor ist der Autoschlüssel für viele Kraftfahrer ein wichtiges Statussymbol. Das hat sich im Lauf der Jahrzehnte nicht geändert. Die Beschaffenheit des Schlosses und des dazugehörigen Schlüssels war allerdings einem stetigen Wandel unterworfen. Was früher noch mechanisch funktionierte, geht heute alles elektronisch.

Eine immer ausgefeiltere Technik macht das Autoschloss zu einem High-Tech-Produkt, das perfekt zu den immer innovativeren Fahrzeugen passt. Was vor wenigen Jahrzehnten noch undenkbar war, ist heute selbst an den günstigen Mittelklassewägen serienmäßig vorhanden. Von der Mechanik zum Keyless Go Es gibt einige Dinge, die die Autoschlösser vergangener Zeiten mit den heutigen Modellen gemeinsam haben. Zum einen dienen sie nach wie vor der Einbruchsicherung und schützen das wertvolle Gefährt vor unbefugtem Zugriff, zum anderen kann man auch heute noch den Schlüssel verlieren, so dass sich der Schlüsseldienst über einen zukunftssicheren Job freut. Doch wie dem auch sei, die Entwicklung des Autoschlosses verlief spannend. Für die Angehörigen der älteren Generation war es noch ganz normal, den Schlüssel ins Schloss zu stecken, zu drehen und zu warten, bis der in der Tür befindliche Stift „klack“ machte. Dann hieß es, den Türgriff zu ziehen und einzusteigen. Wer einen Oldtimer wie den Lloyd besitzt, kennt das Gefühl auch heute noch. Für alle Oldtimer-Fans ist das Öffnen des Schlosses auf die herkömmliche Weise Kult.

Moderner Autoschlüssel
Moderner Autoschlüssel

Vom klassischen Schlüssel zum futuristischen Modell

Die ersten Autoschlüssel besaßen das Aussehen eines gewöhnlichen Tür- oder Briefkastenschlüssels. Die traditionelle Optik der Schlüssel änderte sich auch dann nicht, als mit dem Renault Fuego im Jahr 1982 das erste Auto mit ferngesteuerter Zentral-Verriegelung auf den Markt kam. Bislang war es üblich, jede Türe einzeln aufzuschließen und häufig gab es für den Kofferraum und die Autotüren jeweils einen Extra-Schlüssel. Eine Ausnahme bildete Chrysler, denn hier war es schon im Jahr 1949 üblich, einen kombinierten Zünd- und Türschlüssel zu verwenden. Weshalb sich die innovativen Technologien erst so spät durchsetzen, ist fraglich. Schließlich soll der Automobilzulieferer Kiekert bereits im Jahr 1914 eine Zentralverriegelung erfunden haben. In den 90er Jahren wurde es chic, in den Autoschlüssel eine Fernbedienung zu integrieren. Im Lauf der Zeit bestückte man die Fernbedienung mit einer Anzahl an Funktionen. Somit war es zum Beispiel möglich, per Knopfdruck den Kofferraumdeckel aufschwingen zu lassen. Doch schon damals gab es ferngesteuerte Schlüssel, mit deren Hilfe sich die Fenster öffnen und wieder schließen ließen. Drückte man länger auf den Öffnen-Knopf, dann fuhren alle Fenster herunter oder wieder herauf. Diese technische Spielerei revolutionierte einst den Automarkt.

1999: Das Schlüsseljahr

Als im Jahr 1999 Mercedes-Benz das erste Keyless Go-System auf den Markt brachte, war das eine kleine Sensation. Das Mitführen des Schlüssels genügte, um die Schlösser nach Belieben zu öffnen und zu schließen. Um diesen Befehl zu erteilen, musste man einen bestimmten Bereich auf dem „Schlüssel“ berühren. Selbst das Einstecken in das Zündschloss entfiel, denn dieses aktivierte sich von selbst, wenn sich der Schlüssel irgendwo am Fahrer befand. Dieser Schlüssel hatte rein optisch kaum mehr etwas mit einem traditionellen Modell gemeinsam, sondern besaß die unterschiedlichsten Formen. Doch wer glaubt, das sei der derzeitige Stand der Dinge, der irrt. Inzwischen gibt es für den neuen BMW 7er eine Schlüsselsteuerung via Touchscreen. Dieses geniale System zeichnet sich letztendlich auch für das Starten des Autos, den Ein- und Ausparkassistenten und das Schließen der Fenster und Türen verantwortlich.