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Audi e-tron wird Kinostar - Stark gezeichnet

Donnerstag, 28. Nov. 2019

Auch animierte Superhelden brauchen fahrbare Untersätze - die sind meist nur kurz zu sehen, und müssen deshalb umso beeindruckender sein. Audi setzt dabei auf einen Sportwagen.

Berühmte Leinwand-Helden mit vier Rädern gibt es viele. Herby, der tolle Renn-Käfer. K.I.T.T., der sprechende Pontiac Firebird Trans Am von Knightrider David Hasselhoff. Christine, der mordende Horror-Plymouth-Fury von 1958 und natürlich auch der weiße Ferrari Testarossa aus Miami Vice. Audi legt jetzt nach und hat ein spektakuläres Konzeptauto für den Hollywood-Streifen „Spies in Disguise“ designt, oder besser gezeichnet. Unter dem deutschen Titel „Spione Undercover – Eine wilde Verwandlung“ kommt der Animationsfilm am 25. Dezember 2019 in die Kinos.

Der Audi RSQ e-tron ist das erste Konzeptauto der Ingolstädter, das exklusiv für einen Animationsfilm geschaffen wurde
Der Audi RSQ e-tron ist das erste Konzeptauto der Ingolstädter, das exklusiv für einen Animationsfilm geschaffen wurdeFoto: Audi

Gewaltige Vielspeichen-Leichtmetallfelgen, ein nicht minder beeindruckender Heckspoiler, eine Frontmaske im Schneepflug-Design, Kühlrippen auf den Kotflügeln und spektakuläre Scheinwerfer, das ist der Audi RSQ e-tron, der Dienstwagen des lässig-witzigen und stets einen maßgeschneiderten Smoking tragenden Super-Spions Lance Sterling (gesprochen von Hollywood-Superstar Will Smith). Sein Partner ist der kindlich wirkende und sportlich-leger gekleidete Wissenschaftler Walter Beckett (gesprochen von Tom Holland). Auch die beiden menschlichen Protagonisten sind wie der Audi aberwitzig überzeichnet. Will Smith hat beispielsweise so lange Beine, wie die geflügelten Laufsteg-Gazellen bei Victoria-Secret-Shows. Und einen Brustkorb, aufgeblasener, als bei trommelnden Silberrücken-Gorillas im Urwald.

20th Century Fox, also eines der ganz großen Hollywood-Studios, hat den Spionage-Comic produziert und mit Troy Quane und Nick Bruno von den Blue-Sky-Studios das ungleiche Duo kreiert und inszeniert. Die Story beginnt mit einem Missgeschick im heimischen Labor von Walter und verwandelt Lance in eine Taube. Aber keine gewöhnliche Straßen-Taube, sondern in eine Art James-Bond-Flattermann, inspiriert durch den animierten Kurzfilm „Pigeon: Impossible“ von Lucas Martell.

Der Audi RSQ e-tron gibt schon einen Ausblick auf die zukünftige sportliche Mobilität
Der Audi RSQ e-tron gibt schon einen Ausblick auf die zukünftige sportliche MobilitätFoto: Audi

Der Audi RSQ e-tron ist das erste Konzeptauto der Ingolstädter, das exklusiv für einen Animationsfilm geschaffen wurde. Auch hier halfen die Blue Sky Studios aus dem US-Bundesstaat New York beim Exterieur und Interieur und zeichneten nach Vorlagen von Audis Designern einen futuristischen e-tron mit elektrischem Antrieb, vollautonomem Fahrmodus und spacigen Details, wie einem Hologramm-Tachometer und virtuellen Außenspiegeln. „Der sportliche Zweisitzer wird so natürlich nie gebaut“, verrät uns Kai Mensing, verantwortlich für Product Placement bei Audi. Und ergänzt: „Eine Super-Agenten-Story, bei der der Hauptcharakter und sein Auto ein perfektes Duo abgeben und Innovationskraft und Technologie gefragt sind, eignete sich perfekt für die Marke Audi.“

Aber der Audi RSQ e-tron gibt schon einen Ausblick auf die zukünftige sportliche Mobilität. Für das Audi-Design-Team eine ungewöhnliche Aufgabenstellung: „Während wir sonst aus einem klar definierten Handlungsfeld das Maximum rausholen, gab es in diesem Fall nur wenige vorgegebene Parameter. Unsere Ambition war, mit dem Auto eine Geschichte zu erzählen, die perfekt zum Film passt und gleichzeitig die Stärken und Werte unserer Marke verkörpert“, sagt Frank Rimili vom Audi-Exterieur-Design. Mit drei ersten Entwürfen startete das Audi-Design-Team in die Vorbereitung. Die größte Herausforderung, war es, den ausgewählten Fahrzeugentwurf zusammen mit den Animationskünstlern des Blue-Sky-Studios (u.a. Ice Age) der überzeichneten Ästhetik des Trickfilms anzugleichen. Weil der RSQ e-tron ausschließlich auf der Leinwand und nur für eine begrenzte Zeit zu sehen ist, muss er in den kurzen Szenen von den Kinobesuchern sofort als Audi erkannt werden. Die Laufzeit eines Kinofilms erstreckt sich häufig über Jahrzehnte, da der Film erst im Kino, dann im Home Entertainment und schließlich im Fernsehen erscheint. So kann ein einziger Kinofilm weltweit hunderte Millionen Menschen erreichen und damit deutlich mehr als über reguläre Werbung.

Ein Blick ins gezeichnete Cockpit
Ein Blick ins gezeichnete CockpitFoto: Audi

Das Q im Namen erinnert Audi-Kenner eigentlich an die SUV-Flotte aus Ingolstadt, hier handelt es sich aber offensichtlich um einen Sportwagen. Auto und Name sind eine Anspielung auf das Filmfahrzeug Audi RSQ aus dem Film „I, Robot“ aus dem Jahr 2004. Da für die Realisierung dieses Films keine echten Fahrzeuge benötigt wurden, unterschied sich die Umsetzung erheblich von einem regulären Product Placement. Der Vorlauf für dieses Placement im Film sowie für die dazugehörige Kampagne dauerte rund drei Jahre.

Als kleiner Anschmecker, einen Monat vor der offiziellen Weltpremiere, haben Audi und 20th Century Fox den Videoclip „Lunchbreak“ (audi.us/SpiesInDisguise) online gestellt. Hier zeigt der RSQ e-tron in einer rasanten Verfolgungsjagd durch Washingtons Straßen und U-Bahnschächte, was er so draufhat.

Wolfgang Wieland/SP-X