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Haftpflicht- Versicherung für die Neuwagenzulassung

Wie die eVB-Nummer Autozulassungen vereinfacht

Mittwoch, 14. Aug. 2019

Wer in Deutschland ein Auto zulassen will, der kommt um eines nicht herum: den Abschluss einer Haftpflichtversicherung. So schreibt es das Pflichtversicherungsgesetz vor. Sinnvoll ist dies allemal, da die Haftpflichtversicherung für die finanziellen Folgen eines Unfalls oder eines anderen Schadens aufkommt, den der Halter eines Fahrzeugs verursacht hat. Um nachzuweisen, dass eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen wurde, muss der Autobesitzer auf der Zulassungsstelle eine so genannte eVB-Nummer nachweisen.

Die Abkürzung steht für „elektronische Versicherungsbestätigung“, und wie es die Bezeichnung schon verrät, dient sie als Nachweis, dass eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen wurde. Ausgestellt wird die eVB-Nummer vom Versicherungsträger, sie ist im Normalfall an ein bestimmtes Auto gebunden. Damit wird ebenso ein Versicherungsbetrug verhindert wie mit dem Umstand, dass die Nummer nur für eine begrenzte Zeit gültig ist. Üblicherweise sind dies sechs Monate, da der Versicherungsträger den Zeitrahmen selbst bestimmen kann, kann dieser auch kürzer oder länger sein.

Nicht nur für Neuzulassungen

Die eVB-Nummer wird nicht nur dann benötigt, wenn ein Auto neu an- oder auf einen anderen Halter umgemeldet wird. Auch wenn der Besitzer des Fahrzeugs in einen neuen Zulassungsbezirk umzieht, muss er sich eine eVB-Nummer besorgen. Gleiches gilt dann, wenn er sein Auto technisch verändert hat, ein Saisonkennzeichen benötigt oder ein Fahrzeug, das stillgelegt war, erneut zulassen möchte. Will er dagegen seinen Versicherungsträger wechseln, ist dafür keine eVB-Nummer nötig.Durchblick im VersicherungsdschungelDie eVB-Nummer hat sieben Stellen, wobei sie sowohl aus Zahlen als auch aus Buchstaben bestehen kann. Die ersten beiden Stellen weisen auf den Versicherungsträger hin, bei dem die Haftpflichtversicherung abgeschlossen wurde, die weiteren Stellen werden zufällig erstellt. Um die Nummer zu bekommen, muss der Autobesitzer zunächst das große Angebot an Versicherungen überblicken und die für ihn passende auswählen. Abwägen muss er dabei vor allem, wie hoch die Deckungssumme für Schäden und die Selbstbeteiligung im Schadensfall ist. Die verschiedenen Angebote zu überblicken, ist keine leichte Aufgabe, weshalb es Online-Portale gibt, die den Vergleich übernehmen. Hat der Autobesitzer die relevanten Daten von sich und seinem Fahrzeug in die Suchmaske eingegeben, dann erhält er eine Auflistung der günstigsten Angebote, die auf seine Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Simple Übermittlung

Hat sich der Fahrzeughalter für die passende Haftpflichtversicherung entschieden, dann kann er einen Antrag auf Abschluss eines Versicherungsvertrags stellen. Wird diesem stattgegeben und kommt es zum Abschluss der Versicherung, dann erstellt der Versicherungsträger selbstständig die eVB-Nummer. Diese schickt er an die Zulassungsstelle, ohne dass der Autobesitzer sich darum kümmern muss. So können die für die Zulassung zuständigen Mitarbeiter in ihrem System erkennen, ob ein Fahrzeughalter bereits eine Versicherung abgeschlossen hat oder nicht. Die eVB-Nummer vereinfacht also allen Beteiligten ihre Aufgabe und minimiert noch dazu die Möglichkeit eines Versicherungsbetrugs.

Nachfolger der Doppelkarte

Das System mit der eVB-Nummer wurde im März 2008 eingeführt und löste die Versicherungsbestätigungskarte ab. Diese wurde auch als Doppelkarte bezeichnet, was an der Methode lag, wie sie eingesetzt wurde. Nachdem ein Fahrzeug zugelassen wurde, schickte die Zulassungsstelle eine Durchschrift der Doppelkarte an den gewünschten Versicherungsträger. Mit diesem konnte der Autobesitzer dann die Haftpflichtversicherung abschließen. Dank der Einführung der eVB-Nummer entfällt das postalische Verschicken der Unterlagen und die anschließende Eingabe der Daten von Hand. Stattdessen sorgt eine siebenstellige Zahlen- und Buchstabenkombination für deutlich vereinfachte Arbeitsprozesse.