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Elektroauto-Prämie wenig genutzt

Auch 2018 nur geringe Nachfrage

Montag, 7. Jan. 2019

Die Elektroauto-Prämie würde für bis zu 400000 Förderungen reichen - kurz vor dem Auslaufen des Programms wurde nicht einmal ein Viertel davon beantragt.

Die Kaufprämie für Elektroautos und Plug-in-Hybride ist auch im letzten vollen Auszahlungsjahr auf relativ wenig Interesse gestoßen. 2018 gingen beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) 44.601 Anträge ein, rund 7.000 mehr als im Vorjahr. Seit dem Start des Förderprogramms Mitte 2016 sind damit rund 91.000 Anträge gestellt worden, rund zwei Drittel davon für reine Elektroautos, deren Kauf mit 4.000 Euro unterstützt wird. Für Plug-in-Hybride, auf die rund ein Drittel der Anträge entfiel, gibt es 3.000 Euro.

Renaults Zoe liegt an der Spitze der Bafa-Statistik
Renaults Zoe liegt an der Spitze der Bafa-StatistikFoto: Renault

Die meisten Anträge bezogen sich bislang auf BMW-Modelle (15.633), Volkswagen folgt mit 13.189 Einheiten auf Rang zwei. Der dritte Platz geht an Renault, die rund 11.258 Anträge verbuchen konnten; 10.574 davon entfielen auf den E-Kleinwagen Zoe, der damit das gefragteste Modell bei den Antragsstellern war. Überraschend stark zeigt sich zudem das Start-up Streetscooter, das 6.907 Anträge für seine Elektro-Lieferwagen sammelte und damit vor etablierten Autoherstellern wie Audi, Nissan und Kia landete.

Die „Umweltbonus“ genannte Förderung läuft planmäßig im Juni 2019 aus. Die insgesamt zur Verfügung gestellten 1,2 Milliarden Euro werden dann wohl nicht ausgeschöpft sein. Das Geld hätte für die Förderung von 300.000 bis 400.000 Fahrzeugen ausgereicht. Ob das Programm vor diesem Hintergrund verlängert wird, ist noch nicht entschieden. Vertreter von Politik und Autoherstellern haben sich aber bereits dafür ausgesprochen.

Holger Holzer/SP-X