Facebook Pixel

Tipps zum Wechsel in eine günstigere Kfz-Versicherung

Mittwoch, 20. Sep. 2017

Für viele Autofahrer ist die jährliche Kfz-Versicherung eine teure Angelegenheit Die Jahresprämie stieg im Jahr 2016 um rund 3,1 Prozent an. Autofahrer müssen sich mit einem teuren Tarif aber nicht abfinden, sondern sollten einen Wechsel in Erwägung ziehen. Hierbei gibt es einige Tipps und Tricks, mit denen sich viel Geld einsparen lässt.

Für viele Autofahrer ist die jährliche Kfz-Versicherung eine teure Angelegenheit

Für viele Autofahrer ist die jährliche Kfz-Versicherung eine teure Angelegenheit. Die Jahresprämie stieg im Jahr 2016 um rund 3,1 Prozent an. Autofahrer müssen sich mit einem teuren Tarif aber nicht abfinden, sondern sollten einen Wechsel in Erwägung ziehen. Hierbei gibt es einige Tipps und Tricks, mit denen sich viel Geld einsparen lässt.

Bei einem Versicherungswechsel sparen
Bei einem Versicherungswechsel sparenFoto: pixabay © stevepb (CCO Creative Commons)

Tipp 1: Die richtigen Bedingungen der neuen Versicherung

Autofahrer sollten – bevor sie wechseln – die Bedingungen der Versicherung genau prüfen und diese mit ihrer allgemeinen Lebenssituation abgleichen, um den persönlichen Versicherungsbedarf zu ermitteln. Bei der Kfz-Versicherung bedeutet das: Die Haftpflichtkomponente ist Pflicht. Die Kasko-Varianten sind nur dann sinnvoll, wenn sie auch bezahlbar sind, oder wenn der fahrbare Untersatz so wichtig ist, dass seine Funktionsfähigkeit in jedem Fall abgesichert sein muss.

Eine Haftpflichtversicherung benötigt eine hohe Deckungssumme für Schadensfälle – diese sollte sich auf keinen Fall unterhalb der Summe von 100 Millionen Euro befinden. Versicherte müssen dafür zwar mehr ausgeben, sind jedoch so im Falle eines tatsächlichen Schadens umfassend abgesichert. In der Kfz-Haftpflichtversicherung ist eine gesetzliche Mindestdeckung vorgegeben. Diese beläuft sich im Falle eines Sachschadens auf 1,12 Millionen Euro, bei Personenschäden auf 7,5 Millionen Euro. Sollte der Unfall mehr Kosten verursachen, so muss der Schuldige selbst dafür aufkommen. Es lohnt sich daher, eine etwas höhere Deckungssumme zu veranschlagen.

Tipp 2: Preise und Anbieter vergleichen

Autofahrer, die ihre Autoversicherung wechseln möchten, sollten sich über geeignete Vergleichsportale über die unterschiedlichen Anbieter informieren. Hier können die Bedingungen und Höhen der Prämien beträchtlich voneinander abweichen. Diese Differenz kann teilweise mehrere hundert Euro betragen. Ebenfalls zu beachten ist der Rabattschutz. Ein vermeintlich günstiger Tarif kann im Nachhinein noch einmal neu berechnet und dann im Zweifelsfall sogar teurer werden.

Es lohnt sich, einen Vergleichsrechner zu verwenden, um die verschiedenen Preise zu vergleichen und den besten Tarif zu finden. Achtung: Der günstigste Zeitpunkt für einen Wechsel war lange Zeit traditionell der Monat November. Einst noch endete die Kfz-Versicherung bei allen Versicherern zum Jahresende. Doch mittlerweile gibt es Abweichungen. Der Vorteil: Wechselmöglichkeiten und entsprechend verlockende Angebote gibt es nun das ganze Jahr über. Es muss nur die individuell vereinbarte Vertragslaufzeit beachtet werden.

Auch die Typklasse entscheidet über die Versicherungshöhe.
Auch die Typklasse entscheidet über die Versicherungshöhe.Foto: Pixabay © DariuszSankowski (CCO Creative Commons)

Tipp 3: Kündigungs- und Wechselfristen beachten

Die Grundvoraussetzung für einen Wechsel in eine neue Versicherung ist die fristgerechte Kündigung der bestehenden Kfz-Versicherung. Viele Verträge laufen am 31. Dezember des Jahres aus. Die gesetzliche Kündigungsfrist liegt bei 4 Wochen. Autofahrer, die wechseln möchten, müssten ihren Vertrag somit bis zum 30. November des Jahres kündigen. Das Kündigungsschreiben kann dabei formlos per Post oder Fax erfolgen.

Wird der Vertrag nicht fristgerecht gekündigt, ist es möglich, dass sich dieser automatisch um ein weiteres Jahr verlängert. Mit der Kündigung müssen sich Autofahrer nach einem neuen Vertrag umgesehen. Dieser muss dann ab dem ersten Tag des Folgejahres gelten. Wer über ein Vergleichsportal einen neuen Anbieter findet, hat häufig das Glück, dass die Kündigung und der Wechsel direkt zwischen dem alten Versicherer und der neuen Versicherung erledigt werden.

Tipp 4: Sonderkündigungsrechte geltend machen

Einige Ausnahmefälle ermöglichen es dem Versicherten, vorzeitig aus dem Vertrag auszutreten. Dies gilt vor allem dann, wenn die Versicherungsbeiträge erhöht werden oder sich die Versicherungsbedingungen ändern. Eine Erhöhung der Beiträge gilt dann als nicht gerechtfertigt, wenn sich die Leistungen der Versicherung nicht automatisch erweitern. Eine Kündigung ist sofort nach der Kenntnisnahme der Änderungen rechtens. Auch hier gilt eine Frist von 30 Tagen. Ein Sonderkündigungsrecht gilt ebenfalls bei einem Schadensfall – sowohl auf Seiten des Kunden, als auch seitens der Versicherung. Ebenso gibt es Fälle, in denen kein Sonderkündigungsrecht greift. Dies gilt bei niedrigeren Beitragssummen oder bei einer gesetzlichen Erhöhung der Versicherungssteuer.

Tipp 5: Versicherungswechsel nach einem Fahrzeugwechsel

Autofahrer, die sich einen neuen oder gebrauchten Wagen anschaffen, dürfen die Versicherung wechseln. Handelt es sich um einen Neuwagen mit einer Erstzulassung, so hat der Kunde die freie Wahl zwischen den Versicherungen. Bei einem gebrauchten Auto gelten ähnliche Bedingungen, allerdings hat der Vorbesitzer die Versicherung nicht gekündigt. Dieses Prozedere ist üblich, da das Auto dann jederzeit versichert ist. Es steht dem neuen Halter frei, die Versicherung umzumelden oder zu kündigen. Der Wechsel erfolgt via evB-Nummer, welche der Autofahrer der alten Versicherung mitteilt.

pixabay © stevepb (CCO Creative Commons)

Pixabay © DariuszSankowski (CCO Creative Commons)