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Porsche 718 Cayman Vierzylinder

Mittwoch, 13. Jul. 2016

Bereit zum Einstieg Ein Vierzylinder im Porsche? Der Aufschrei ist längst verklungen. Wohl niemand hat ernsthaft erwartet, das Triebwerk im Cayman seiner Aufgabe nicht gerecht werden.  

Bereit zum Einstieg

Ein Vierzylinder im Porsche? Der Aufschrei ist längst verklungen. Wohl niemand hat ernsthaft erwartet, das Triebwerk im Cayman seiner Aufgabe nicht gerecht werden.

Nach dem offenen Boxster schickt Porsche nun den geschlossenen Bruder Cayman aufgefrischt ins Rennen
Nach dem offenen Boxster schickt Porsche nun den geschlossenen Bruder Cayman aufgefrischt ins RennenFoto: Porsche

Nach dem offenen Boxster schickt Porsche nun den geschlossenen Cayman aufgefrischt ins Rennen. Auch das mindestens 51.623 Euro teure Coupé fährt zukünftig mit aufgeladenen Vierzylinder-Motoren vor, die bei mehr Leistung weniger Sprit konsumieren. Wie beim Roadster stehen auch im geschlossenen 718 Cayman zwei Varianten des neuen, aufgeladenen Vierzylinder-Boxermotors bereit, die jeweils 25 PS mehr mobilisieren als ihre Sechszylinder-Vorgänger: Im Nur-Cayman entwickelt ein Zwei-Liter-Aggregat 220 kW/300 PS, der Cayman S greift auf einen halben Liter mehr Brennraum und einen Turbolader mit variabler Turbinengeometrie zurück, was ihm zu 257 kW/350 PS verhilft. Ein Vorteil der Aufladung: Das Drehmoment von 380 respektive 420 Newtonmeter liegt schon bei rund 1.900 Umdrehungen voll an und sorgt für spürbar mehr Druck. Den Alltagsfahrer freut’s, er muss in der Stadt nicht mehr die Gänge ausdrehen, und kommt trotzdem zackig vom Fleck. Zumindest dann, wenn er das serienmäßige manuelle Getriebe oder den PDK-Sportmodus gewählt hat – im Normalbetrieb gönnen sich Motor und Doppelkupplungsgetriebe (PDK) einen kleinen Augenblick, ehe sie den Gasbefehl in Vorwärtsdrang umsetzen. Im Idealfall (mit PDK und Sport-Chrono-Paket) rennt der 718 Cayman in 4,7 auf Tempo 100, der S ist eine halbe Sekunden schneller. Der Sport-Modus wiederum verkürzt nicht nur die Reaktionszeiten, er entlockt dem hinter Fahrer und Beifahrer montierten Motor auch einen deutlich kräftigeren Klang – an den kernigen Boxster-Sauger-Sound kommen die aufgeladenen Motoren allerdings nicht ran. Entschädigt wird man an der Tankstelle: Dank der kleineren, aufgeladenen Motoren nimmt sich der Cayman im EU-Zyklus 6,9 Liter, der S 7,3 Liter. Wer allerdings etwas mehr Spaß will oder auch mal die Vmax von 275 beziehungsweise 285 km/h ausprobiert, muss einen deutlichen Aufschlag einkalkulieren. Neben den neuen Motoren fällt auch beim Cayman das komplett überarbeitete Fahrwerk positiv auf. Was nach einem Widerspruch klingt, ist den Porsche-Ingenieuren gelungen: Der neue Unterbau bietet zum einen mehr Komfort und zeigt sich in Kombination mit der superdirekten Lenkung gleichzeitig noch verbindlicher. Für alle Caymans gibt es optional das PASM-Fahrwerk mit adaptiven Dämpfern und einem Zentimeter Tieferlegung, der Cayman S lässt sich mit dem Sportfahrwerk nochmal einen Zentimeter näher an den Boden rücken. Soviel sich unter dem Blech getan hat, so dezent wurde das Kleid angepasst. Am einfachsten zu erkennen ist der Neue von hinten, wo ein schwarzer Streifen zwischen den Rücklichtern auf die aktuelle Version verweist. Die neue, knöpfchenreduzierte Mittelkonsole mit Unter-Glas-Tasten bekommt erst der Panamera, im Cayman dominiert noch die Schalterflut, und auch Hartplastik findet sich. Auf dem neuesten Stand ist das Infotainmentsystem. Der große Touchscreen gehört zur Standardausstattung, Navigation, WLan oder die tadellose Smartphone-Anbindung via Apple CarPlay können extra geordert werden.

Nach dem offenen Boxster schickt Porsche nun den geschlossenen Bruder Cayman aufgefrischt ins Rennen
Nach dem offenen Boxster schickt Porsche nun den geschlossenen Bruder Cayman aufgefrischt ins RennenFoto: Porsche

Hanne Schweitzer/SP-X