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Volvo S90 - grosser Wurf

Montag, 11. Jul. 2016

Klare Kante Moderne Assistenzsysteme, ein eigenständiges Motorenkonzept und ein geschmackvoller Innenraum mit viel Platz. Mit dem S90 ist den Schweden ganz unbescheiden ein großer Wurf gelungen.  

Klare Kante

Moderne Assistenzsysteme, ein eigenständiges Motorenkonzept und ein geschmackvoller Innenraum mit viel Platz. Mit dem S90 ist den Schweden ganz unbescheiden ein großer Wurf gelungen.

Moderne Assistenzsysteme, ein eigenständiges Motorenkonzept und ein geschmackvoller Innenraum mit viel Platz. Mit dem S90 ist den Schweden ganz unbescheiden ein großer Wurf gelungen
Moderne Assistenzsysteme, ein eigenständiges Motorenkonzept und ein geschmackvoller Innenraum mit viel Platz. Mit dem S90 ist den Schweden ganz unbescheiden ein großer Wurf gelungenFoto: Volvo

Endlich gibt es wieder eine große schwedische Limousine. Der ab 42.750 Euro (D4, 140 kW/190 PS) erhältliche, in der oberen Mittelklasse angesiedelte S90 streckt sich auf unübersehbare 4,96 Meter. Damit lässt die Limousine in dieser Disziplin die deutschen Platzhirsche hinter sich. Der S90 ist hochmodern im Auftritt innen wie außen und in Sachen Assistenzen ganz vorne dabei. Hinzu kommt das sehr eigenständige und für alle Modellreihen geltende Motoren-Konzept, das sowohl bei Benzinern wie Diesel ausschließlich 2,0-Liter-Vierzylindermotoren vorsieht. Beim S90 werden zunächst je zwei Ottomotoren und Selbstzünder angeboten. Die Benziner leisten 187 kW/254 PS (T5, ab 49.950 Euro) bzw. 235 kW/320 PS (T6, Allrad, ab 57.550 Euro). Bei den Dieseln besteht die Wahl zwischen 140 kW/190 PS (D4, ab 42.750 Euro) und 173 kW/235 PS (D5, Allrad, ab 54.450 Euro). Zu den starken Motoren passt der selbstbewusste optische Auftritt, immerhin wuchs der S90 im Vergleich zum Vorgänger S80 bei Radstand und Länge um je rund 15 Zentimeter. Ins Auge fällt vor allem der breite Kühlergrill mit seinen vertikalen, nach innen gewölbten Streben und das LED-Tagfahrlicht in Form eines liegenden Hammers. Das neue Selbstbewusstsein setzt sich im Innenraum bei den den Materialien– viel Leder, Holz, Alu und Karbon und der geschmackvollen Gesamtabstimmung fort. Die aus dem XC90 bekannte Bedienung, mit dem großen, senkrecht stehenden und je nach Ausstattungsniveau bis zu 9,2 Zoll große Touchscreen im Mittelpunkt, fällt auf Anhieb nicht leicht, erschließt sich aber mit etwas Übung. Die Rücksitze bieten selbst dann noch üppig Raum, wenn vorne richtig große Menschen Platz genommen haben. Bei den Assistenzsystemen fährt Volvo ganz vorne mit. Unter anderem gibt es serienmäßig einen weiterentwickelten „Pilot Assist“, der das Fahrzeug bis 130 km/h in der Spur hält, ohne sich dabei an einem vorausfahrenden Auto orientieren zu müssen. Zudem haben die Schweden ihr City-Safety-System um eine neue Funktion erweitert: Der S90 erkennt bei Tag und Nacht große Tiere wie Elche, Rentiere, Pferde oder Kühe und warnt bzw. bremst im Notfall selbsttätig. Die sogenannte „Road Edge Detection“ hält Fahrzeuge in der Spur, ohne dass es auf eine Fahrbahnmarkierung am rechten Straßenrand angewiesen ist. Von den vier angebotenen Motorisierungen ist schon der kleine Diesel (D4) mit 190 PS empfehlenswert. Das Aggregat ist zwar nicht ausgesprochen leise, überzeugt aber mit Durchzugskraft (400 Nm) und Sparsamkeit. Zudem ist er mit 42.750 Euro Grundpreis auch der günstigste S90. Eine interessante Variante ist der kommende Plug-in-Hybrid (T8), dessen Elektro-Benziner-Kombination (407 PS) ebenfalls schon aus dem XC90 bekannt ist und der theoretisch auf 50 Kilometer rein elektrische Reichweite kommt. Noch wichtiger wird die ebenfalls für nächstes Jahr avisierte Einstiegsmotorisierung sein, ein kleinerer Diesel (D3) mit wahrscheinlich rund 140 PS, der dann auch die Flottenmanager interessieren dürfte.

Peter Eck/SP-X