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Porsche 718 Boxster - Vierzylinder mit Dampf

Dienstag, 5. Apr. 2016

Downsizing bei Porsche Die Abgas- und Verbrauchsvorschriften machen auch vor Porsche nicht halt. Die reagieren mit klassischem Downsizing auch für den Boxster und packen dafür ein paar PS drauf.

Die Abgas- und Verbrauchsvorschriften machen auch vor Porsche nicht halt. Die reagieren mit klassischem Downsizing auch fr den Boxster und packen dafr ein paar PS drauf
Die Abgas- und Verbrauchsvorschriften machen auch vor Porsche nicht halt. Die reagieren mit klassischem Downsizing auch fr den Boxster und packen dafr ein paar PS draufFoto: Porsche

Porsche 718 Boxster Vierzylinder| Foto: Porsche

Downsizing bei Porsche

Die Abgas- und Verbrauchsvorschriften machen auch vor Porsche nicht halt. Die reagieren mit klassischem Downsizing auch für den Boxster und packen dafür ein paar PS drauf
Die Abgas- und Verbrauchsvorschriften machen auch vor Porsche nicht halt. Die reagieren mit klassischem Downsizing auch für den Boxster und packen dafür ein paar PS draufFoto: Porsche

Die Abgas- und Verbrauchsvorschriften machen auch vor Porsche nicht halt.

Die reagieren mit klassischem Downsizing auch für den Boxster und packen dafür ein paar PS drauf.

Zukünftig zwingt auch dem Porsche Boxster ein Turbolader die Luft mit Gewalt in den Motor. Und er muss zwei Brennkammern abgeben, fährt fortan nur noch mit einem Vierzylinder-Boxer vor. Die Aufladung bringt mehr Leistung, bei weniger Verbrauch. AbEnde April muss es der mindestens 53.646 Euro teure Boxster mit dem neuen Namenszusatz 718 unter Beweis stellen. Das Basistriebwerk wartet zukünftig mit zwei Litern Hubraum auf und kommt auf 220 kW/300 PS und 360 Newtonmeter Drehmoment, die dank des Turbos schon bei 1.950 Umdrehungen anliegen. Das S-Modell bekommt einen halben Liter mehr Platz für die Verbrennung und einen Lader mit variabler Turbinengeometrie. Das Ergebnis: 257 kW/350 PS und satte 420 Newtonmeter. Knapp unterhalb von 2.000 Touren fallen sie komplett über die Hinterachse her und katapultieren den rund 1,4 Tonnen schweren Zweisitzer nach vorne. Vor allem Otto-Normal-Porschefahrer profitiert von den neuen Motoren. Dank des Turbos braucht es keine hohen Drehzahlen mehr: Früher waren schon drei-, viertausend Touren nötig, um zackig vom Fleck zu kommen, jetzt gelingt der Kavalierstart an der Ampel auch Ungeübten kinderleicht. Knapp über dem Leerlauf schiebt der Boxster ordentlich an, und zum Überholen reicht ein kurzes Zucken mit dem rechten Fuß. Die Schaltvorgänge überlässt man dabei am besten dem Doppelkupplungsgetriebe (PDK, rund 2.800 Euro), das seine sieben Gänge souverän sortiert. Wer will, schaltet in den Sport-Modus der den Boxster spürbar strafft und dreht die Gänge bis zum Begrenzer aus – der schiebt erst jenseits der 7.000er-Markierung den Riegel vor. Dank der Dynamic-Boost-Funktion hält der Motor den Ladedruck aufrecht, wenn man kurz vom Gas geht. So steht sofort wieder die gesamte Kraft zur Verfügung, sobald man das rechte Pedal nur leicht niedertritt. Der Sound wurde durch den Turbo deutlich sonorer, tiefer. Statt zu röcheln, verleiht der Porsche seiner Kraft jetzt knurrend Ausdruck. Am besten dringt der Klang nach wie vor ohne das Stoffdach ans Ohr. Wie gut, dass es nur kurzweilige neun Sekunden dauert, bis das Verdeck sich hinter den Sitzen verstaut hat. Das funktioniert sogar noch bei Stadttempo. Der Zweisitzer lenkt dank einer direkteren Lenkung noch präziser ein, die steifere Hinterachse sorgt in der Kurve für noch mehr Stabilität und eine auf Wunsch erhältliche mechanische Quersperre im Heck trägt das Ihre zur Fahrdynamik bei. Der Boxster ist aber nicht nur sportlicher, sondern sogar etwas komfortabler geworden. Dank optionaler, adaptiver Dämpfer fühlen sich nun auch rückengeschädigte wohl, solange sie den Normalmodus nicht verlassen. Nur noch 6,9 Liter soll der Boxster brauchen, der S nimmt sich im Mittel 7,3 Liter – jeweils mit PDK, die Handschalter gönnen sich gut einen halben Liter mehr. Wer den 718 standesgemäß bewegt, wird die Papierwerte aber nur als Phantasiezahl kennen, zehn Liter oder mehr sind bei flotter Fahrt keine Seltenheit.

Michael Gebhardt/SP-X