Honda Jazz und HR-V - Kleine im Anmarsch

Honda Jazz Rückansicht

Honda Jazz | Foto: Honda

Honda kann nicht nur sportlich oder polarisierendes Design, der japanische Hersteller kann auch anders.

Der neue Jazz sowie der HR-V folgen nicht nur einer auf größerer Akzeptanz ausgerichteten Formensprache, sie sind auch wie gehabt einfach praktisch und können auf Wunsch Verkehrszeichen lesen.

Ende September treten die neuen Kleinen bei Honda an. Der Kleinwagen Jazz sowie der Mini-SUV HR-V sollen frischen Wind ins Portfolio des japanischen Herstellers bringen sowie neue Käufer für die Marke generieren. Genaue Preise werden knapp vier Monate vor Marktstart noch nicht kommuniziert, man kann aber davon ausgehen, dass die Preisliste des Jazz wie gehabt bei etwa 13.000 Euro beginnen wird. Für das auf der gleichen Plattform wie der Jazz aufbauender Bonsai-SUV dürften Interessenten mindestens 20.000 Euro investieren.

Sowohl der Jazz als auch der HR-V unterscheiden sich optisch stark von ihren Vorgängern. Der Jazz der dritten Generation fährt jetzt flott gezeichnet vor. Das van-artige der zweiten Generation wurde zugunsten einer flacheren und gestreckten Linienführung aufgegeben. In der Länge legt er knapp 10 Zentimeter zu und kommt nun auf fast vier Meter Länge. Der neue HR-V hat mit seinem Namensgeber (1999 bis 2005) keine Ähnlichkeit. Das Design des hochgebockten schachtelförmigen Kombis wurde nicht weiter fortgeführt, der Neue ist ganz im Stil der modernen Mini-SUV gezeichnet und orientiert sich am großen Bruder CR-V.

Das Platzangebot der Fahrzeuge fällt üppig aus. So variiert das Kofferraumvolumen des Jazz zwischen 354 und 884 Liter. Weil der Tank beim Jazz traditionell nicht wie üblich unter der Rückbank untergebracht ist, können deren Sitzflächen wie bei einem Kinosessel hochgeklappt werden, um sperriges Gut im Fußraum zu transportieren. Alternativ lassen sich die Lehnen umlegen, was einen flachen Ladeboden im Kofferraum ergibt. Neu in Generation drei ist zusätzlich eine umklappbare Lehne beim Vordersitz, wodurch auch der Transport besonders langer Gegenstände möglich wird. Das praktische Sitzsystem erhält auch der 4,30 Meter lange HR-V. Hier beträgt das Kofferraumvolumen 453 Liter, sind die Rücksitzlehnen umgeklappt steigt der Wert auf 1.026 Liter.

Aber auch bei der Gestaltung der Innenräume haben die Designer dazugelernt. Weg von pflegeleichten Hartplastikgebilden im Armaturenbrett oder in der Mittelkonsole, hin zu optisch und haptisch ansprechendem Interieur. Dazu gibt es ein neues, internetfähiges Infotainment-System mit einem sieben Zoll großen Display, das auch das Spiegeln des Smartphone-Bildschirms auf dem Touchscreen in der Mittelkonsole erlaubt. Elektronisch aufgerüstet haben die Japaner zudem bei den Assistenten. Immer an Bord ist nun ein City-Notbremssystem, auf Wunsch kommen Kollisionswarner, Spurhalteassistent, Verkehrszeichenerkennung und automatisches Fernlicht dazu.

Zu Deinem Neuwagen

Ebenfalls neu sind die Motoren. Beim Jazz hält ein 1,3-Liter-Benziner mit 75 kW/102 PS Einzug. Der Vierzylinder ist standardmäßig an ein Sechsganggetriebe gekoppelt, auf Wunsch ist ein CVT-Getriebe erhältlich. Der HR-V wird wahlweise von einem für Europa neuen 1,5-Liter-Benziner mit 96 kW/130 PS oder einem 1,6-Liter-Diesel mit 88 kW/120 PS angetrieben, der auch im kompakten Civic zum Einsatz kommt. Beide Motoren sind mit Sechsgang-Schaltgetriebe kombiniert, für den Benziner ist auch ein stufenloses Getriebe verfügbar. Ob es weitere Motoren oder eine Hybridvariante für den Jazz oder eine Allradoption für den HR-V geben wird, ist noch ungewiss.

Elfriede Munsch/SP-X




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