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Opel Adam S - Mini-Crossover

Mittwoch, 21. Jan. 2015

Von wegen Knutschkugel. Die Adam-Kleinfamilie bekommt Zuwachs: Nach dem Mini-Crossover Adam Rocks und der "Open-Air"-Variante sorgt jetzt der Kugelblitz Adam S mit 150 PS für Lifestyle mit Power.

Was beim athletischen Adam auf Anhieb überzeugt, ist die Leistung, die hält, was die Optik verspricht
Was beim athletischen Adam auf Anhieb überzeugt, ist die Leistung, die hält, was die Optik versprichtFoto: Opel

Was beim athletischen Adam auf Anhieb überzeugt, ist die Leistung, die hält, was die Optik verspricht | Foto: Opel

Der Opel Adam ist ein Frauenverführer. Von den rund 45.000 Lifestyle-Flitzern, die seit der Markteinführung 2013 in Deutschland verkauft wurden, werden 70 Prozent von einer weiblichen Hand gelenkt. Doch diese Schieflage könnte in Bewegung geraten. Denn nach den Varianten Adam Rocks und Open-Air mit Faltdach soll jetzt der Adam S das Kunststück schaffen, auch das eine oder andere Männerherz zu beschleunigen. S wie Sport: Das ist bei dem Powerzwerg ganz wörtlich zu nehmen. Angetrieben wird er von dem neuen 1,4-Liter-Turbobenziner (110 kW/150 PS), dazu abgestimmt gibt es ein von den Opel-Motorsportexperten geschnürtes Paket aus Sportfahrwerk, Lenkung, Bremssystem und sogar ein deaktivierbares ESP. Erkennen wird man ihn, wenn er Ende Januar an erste Kunden ausgeliefert wird, allein schon am selbstbewussten Heckspoiler am Dach und feuerroten Bremssätteln. Man muss vielleicht ein eingeschworener Adam-Fan sein, um für den kleinen Sportster 18.690 Euro zu investieren. Aber dafür fällt auch die Serienausstattung recht üppig aus: zum Beispiel Lederlenkrad, LED-Tagfahrleuchten, Sportpedale und Klimatisierungsautomatik. Zum Sportanzug gehören Frontschürze mit Spoilerlippe, Seitenschweller und als Abschluss ein Heckstoßfänger. Chromelemente im gewohnt großzügigen Innenraum sowie rot beleuchtete Anzeigen und optionale Adam-S-Logos signalisieren ebenfalls den spurtstarken Anspruch. Aber auch der Athlet in der Kleinfamilie lässt sich wie die Geschwister schier unendlich verwandeln. Neben speziellen Designpaketen gibt es zehn neue Karosserietöne, kombinierbar mit fünf Dachfarben. Die Wunschliste hält auch noch ein paar Highlights bereit: Recaro-Sportsitze (1.300 Euro), ein automatischer Parkassistent (580 Euro) oder ein dimmbarer LED-Sternenhimmel (320 Euro). 20 Euro günstiger als das mobile Firmament ist das optionale Infotainmentsystem Intellilink. Was beim athletischen Adam auf Anhieb überzeugt, ist die Leistung, die hält, was die Optik verspricht. Der neue aufgeladene 1,4-Liter-Motor mit variabler Ventilsteuerung und einem in den Auspuffkrümmer integriertem Lader basiert auf dem schon aus dem Corsa bekannten Triebwerk, wurde aber um 30 PS auf 150 PS stärker und verfügt über ein Drehmoment von achtbaren 220 Newtonmetern. Serienmäßig wird der Adam S mit einem Sechs-Gang-Getriebe ausgeliefert, das so optimiert ist, das selbst höhere Gangwechsel noch einen Spurt erlauben. Mit seinem kompakten Radstand von 2,31 Metern bringt der Kleinsportler noch einen Vorteil mit. Der als Lifestyle-Knutschkugel etikettierte Adam kann in der S-Variante nicht nur Shoppingtouren, sondern krallt sich agil und spritzig in kurvenreiche Straßen fern der City. Dass das überzeugend verlässliche Zusammenwirken von Fahrwerk, fester Lenkung und zügigem Gangwechsel ohne merklichem Drehzahlverlust so viel Spaß macht, verdankt er seiner Rallye-Erfahrung. In der R2-Klasse hat der Opel Adam in der vergangenen Saison die Meisterschaften in Deutschland, Spanien und Frankreich gewonnen. Nicht umsonst lässt sich das ESP bei dieser "straßentauglichen" S-Version abschalten. Man muss es wohl den Verlockungen des Buchstaben S zuschreiben, dass sich der angegebene Verbrauch von 5,9 Litern beim Kurvenslalom mit vielen Gangwechseln beim besten Willen nicht anpeilen lies. Im alltäglichen Einsatz dürfte er sich eher dieser Marke annähern. Mit diesem Adam bekommt wohl zunächst der Fiat 500 Abarth Konkurrenz im Revier der Miniathleten. Aber der Sportler, so die Hoffnung Opels, könnte sich auch beherzt Richtung Klassenprimus Mini Cooper S (knapp unter 200 PS) strecken. Der Adam S hat in der Käufergunst weder den fast baugleichen neuen Corsa zu fürchten noch den Winzling Karl, der in wenigen Monaten bei Opel debütiert. Vielleicht erobert er mit seinem markanten sportlichen Auftreten ein paar Männerherzen. Aber: die Damenwertung der Rallye-Meisterschaft wurde von einem Adam-Team gewonnen. Opel Adam S - Technische Daten Dreitüriger Kleinstwagen; Länge: 3,71 Meter, Breite: 1,97 Meter (inkl. Außenspiegel), Höhe: 1,48 Meter, Radstand: 2,31 Meter 1,4-Liter-Ecotec-Turbobenziner, Vierzylinder, 110 kW/150 PS, Sechsganggetriebe, maximales Drehmoment: 220 Nm bei 2.700 - 4.500 U/min, Vmax: 210 km/h, 0-100 km/h: 8,5 s, Durchschnittsverbrauch: 5,9 l/100 km, CO2-Ausstoß: 139 g/km, Effizienzklasse: D, Abgasnorm: Euro 6, Preis: ab 18.690 Euro Adam Opel S - Kurzcharakteristik Alternative zu: Citroën DS3, Fiat 500 Abarth, Suzuki Swift Sport, Mini Cooper S, Audi A1 1,4 TFSI Sieht gut aus: als roter Kugelblitz in Kurven Passt zu: allen Menschen, die Lifestyle mit Power im Taschenformat lieben Wann kommt er: Auslieferung ab Ende Januar 2015 Was kommt nicht: vorerst kein Adam S mit Faltdach

Alexandra Felts/SP-X