Land Rover Freelander 2 TD4

Land Rover Freelander
Foto: Land Rover

Land Rover Freelander 2 TD4 - Viel Tweed für Stadt und Gelände

Mit einem Land Rover kleidet sich nicht nur britischer Landadel gerne. Selbst Großstadtmenschen ohne Tweed und Melone fühlen sich im kleinsten Land Rover schnell wohl, wie unser Alltagstest zeigt.

Land Rover-Fahrzeuge stellt man sich gemeinhin als besonders robust und zugleich als edel vor. So auch den kleinsten „Landie“, den Freelander 2. Der wurde vor kurzem leicht überarbeitet und bietet nun eine frischere Optik. Doch reicht das für den ein wenig in die Jahre gekommenen Kompakt-SUV?

Die seit 2007 erhältliche zweite Generation unterscheidet sich nach dem Facelift vor allem durch neue LED-Leuchteinheiten an Front und Heck. Was nach wie vor bleibt, ist der kumpelhafte Auftritt, trotz des Einsatzes von viel Leder (je nach Ausstattung und Budget) und großen Scheinwerfern, ähnlich wie bei den Brüdern Discovery, Evoque und Range Rover.

Doch der Kompakte bietet weit mehr als nur massive SUV-Optik und einen gemütlichen Innenraum. Da ist die hohe Sitzposition, die einen guten Rundumblick verspricht und dank der man den 4,50 Meter langen Engländer ohne Schwitzen in fast jede Parklücke manövriert. Selbst in engen Parkhäusern macht man sich trotz 1,91 Meter Breite nicht wirklich Sorgen um den teuren Lack. Im nun fünf Zoll großen Display wird das Bild der optionalen Rückfahrkamera (420 Euro) klar angezeigt, die Feststellbremse arbeitet elektronisch und gestartet wird jetzt per Knopfdruck. Der Schlüssel kann also getrost in der Tasche bleiben, praktisch, wenn man mit Einkaufstüten bepackt das Wochenende einläuten will.

Zu Deinem Neuwagen

Auf innerstädtischen Flaniermeilen ist das natürlich nebensächlich. Dort zählen andere Qualitäten wie weit öffnende Türen, ein großer Kofferraum der zwischen 755 und 1.670 Liter fasst und ein durchzugstarker und sparsamer Motor. Der ist allerdings etwas in die Jahre gekommen. Der 2,2-Liter-Vierzylinder leistet 110 kW150 PS und stemmt stramme 420 Newtonmeter Drehmoment auf die Kurbelwelle – und zwar schon bei niedrigen 2.000 Touren. In Kombination mit der Sechsgang-Automatik stampft der 1,8 Tonnen schwere Brite in 11,2 Sekunden auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 181 km/h. Dabei ist der Vierzylinder ständig präsent wie ein gut gelaunter britischer Fußballfan nach einem Heimsieg – laut, aber nicht aggressiv. Zwar lässt es sich mit der Automatik ruhig angehen wie bei einer gemütlichen Tee-Zeremonie, die Gänge werden im unteren Drehzahlbereich aber zeitweise wahllos hin- und hergeschoben.

Die hohe Karosserie ist auch nicht für die schnelle Fahrt auf der Autobahn gemacht. Bei starkem Seitenwind muss man das Lenkrad stramm festhalten und zügig gegensteuern. Auch das eher komfortabel abgestimmte Fahrwerk fühlt sich eher bei niedrigeren Geschwindigkeiten wohl. Dann genehmigt sich der Selbstzünder im Schnitt um die 8,6 Liter auf 100 Kilometer – ein Kostverächter ist der Brite also nicht.

Selbstbewusst ist Land Rover auch bei den Aussattungen. Zwar zählen die wichtigsten Sicherheitssysteme und der Allrad zur Serie S. Und auch Klimaanlage, Radio, 17-Zoll-Aluräder und die Wankneigungskontrolle gehören zur Basis. Doch wer etwas mehr Komfort und Luxus wie beheizbare Sitze vorn (380 Euro), Armlehnen (360 Euro), Xenon-Scheinwerfer (760 Euro), Regensensor (320 Euro) und Panorama-Glasdach (1.400 Euro) haben will, muss schon tief in die Tasche greifen – oder eine höherwertigere Variante wie SE, SE Dynamic oder HSE wählen. Damit ausgestattet macht der Freelander dann vor allem in der Stadt eine gute Figur. Obwohl er ja eigentlich ein richtiges Arbeitstier ist, das auf dem Land groß geworden ist




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