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Audi RS6 Avant - Sportwagen mit Ladefläche

Montag, 11. Jan. 2016

Mit dem RS6 Avant bringt Audi die schärfste Variante seines zur gehobenen Mittelklasse zählenden Kombis. Wobei „Kombi“ eigentlich nicht die richtige Bezeichnung für dieses Fahrzeug ist. „Sportwagen mit Ladefläche“ würde besser passen.

Foto: Audi

Audi RS6 Avant - Sportwagen mit Ladefläche

Mit dem RS6 Avant bringt Audi die schärfste Variante seines zur gehobenen Mittelklasse zählenden Kombis. Wobei „Kombi“ eigentlich nicht die richtige Bezeichnung für dieses Fahrzeug ist. „Sportwagen mit Ladefläche“ würde besser passen.

Was unter der langen Motorhaube des Audi RS6 Avant pocht, hat so gar nichts mit Vertreterantrieb zu tun. Der 4,0-Liter-Biturbo-V8 des Kombis kommt auf stramme 412 kW/560 PS, stemmt 700 Newtonmeter auf die Kurbelwelle und macht das Fahrzeug der oberen Mittelklasse zu einem Sportwagen mit Gepäckabteil. Dabei ist das Fahrzeug rund 20 PS schwächer als das bis 2010 gebaute Vorgängermodell. Nächstes Jahr soll der praktische Renner mit einem Kofferraumvolumen von bis zu 1.680 Liter auf den Markt kommen. Dank schaltbarer Klappen in der Abgasanlage wird die Kraft deutlich hörbar. Für mehr Traktion sorgen ein Allradantrieb mit selbstsperrendem Mittendifferenzial und ein neu abgestimmtes adaptives Fahrwerk mit Luftfederung, optional bietet Audi auch ein straffes Stahl-Sportfahrwerk an. Der Sprint aus dem Stand auf 100 km/h erledigt der Ingolstädter in Kombination mit der serienmäßigen Achtgang-Automatik in 3,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt auf Kundenwunsch im Porsche-Bereich (305 km/h), normalerweise regelt der Kombi aber bei 250 km/h ab. Auch eine auf 280 km/h begrenzte Variante ist bestellbar. Wie bei einem echten Rennwagen wird der manuelle Gangwechsel mittels der Schaltwippen am Lenkrad bei hohen Drehzahlen durch einen Schaltblitz angezeigt. Mit einem EU-Verbrauch von 9,8 Litern auf 100 Kilometer bleibt der Ingolstädter noch unter der magischen 10-Liter-Marke. Dafür verantwortlich zeichnen unter anderem ein Start-Stopp-System, geändertes Thermomanagement und die selektive Zylinderabschaltung, die ein Gleiten im Teillastbereich mit vier Zylindern erlaubt. Auch die Gewichtsreduzierung um rund 100 Kilogramm im Vergleich zum Vorgänger trägt zum Spritsparen bei. Optisch unterscheidet sich der RS6 von seinen zahmeren Varianten unter anderem durch die 2 Zentimeter geringere Höhe, 20-Zoll-Räder, Sportbremsanlage, schwarz oder rot lackierte Bremssättel, Applikationen in mattem Aluminium, schwarze Schutzgitter sowie Kotflügel- und Schwellerverbreiterungen. Dazu gesellen sich noch ein großer Dachkantenspoiler, Heckdiffusor und eine Abgasanlage mit elliptischen Endrohren. Optional stehen zwei Optikpakete zur Verfügung. Im Innenraum kommen geänderte Ziffernblätter, Dreispeichen-Sportlenkrad, Alu-Pedalerie, Sportsitze, beleuchtete Einstiegleisten und RS-Schriftzüge zum Einsatz. Serienmäßig sind Bi-Xenon-Scheinwerfer, LED-Rückleuchten, Reifendruck-Kontrollsystem und Einparkhilfe an Bord. Einen Preis nannte Audi für seinen Kombi-Sportler noch nicht. Der Vorgänger mit einem 5,0-Liter-V10-Turbo kam auf 426 kW/580 PS und kostete mindestens 109.400 Euro.