Suzuki Jimny - Kraxler ohne Schnickschnack

Montag, 11. Jan. 2016

Foto: Suzuki

Suzuki Jimny - Kleiner Kraxler ohne Schnickschnack

Kompakte und kleine SUV gehören zu den boomenden Spezies auf dem Fahrzeugmarkt. Dabei sind kleine Geländewagen keine Neuheit. Der Suzuki Jimny beispielsweise spielt die Vorteile seiner Kürze im Gelände schon seit 1968 aus. Im Matsch macht auch die aktuelle Generation eine gute Figur.

Suzuki hat den Jimny geliftet. Der Offroader verfügt jetzt über eine neu gestaltete Motorhaube inklusive integriertem Lufteinlass und neuem Kühlergrill sowie einen modifizierten Frontstoßfänger. Dazu wurde die Ausstattung in den höheren Ausstattungsvarianten „Style“ und „Comfort“ leicht aufgewertet. Verdunkelte Heck- und Seitenscheiben sowie eine Sitzheizung vorn gehören hier jetzt zum Angebot. Die Preise ändern sich nicht. Der Allrader mit 1,3-Liter-Benziner (86 PS/63 kW) ist nach wie vor ab 15.190 Euro erhältlich. Das große Plus des Jimny war noch nie sein extravagantes Äußeres. Robuste Allradtechnik, ein hoher Spaßfaktor und ein fairer Preis sind die Verkaufsargumente für den Puristen aus dem Hause Suzuki. So ist es nicht weiter dramatisch, dass die neuen Designmodifikationen nicht in den Blick fallen. Die Japaner wissen nur zu genau, dass sie ansonsten den Charakter ihres Mini-Offroaders verändern würden. So bleibt alles weitestgehend beim Alten und das ist auch gut so. Der Jimny punktet dort, wo er zuhause ist: im Matsch. Ein manuell zuschaltbarer Allradantrieb und eine Geländereduzierung machen ihn zu einem echten Geländegänger. Der zuschaltbare 4x4-Antrieb erlaubt während der Fahrt per Knopfdruck den Wechsel zwischen Heck- und Allradantrieb. Vorder- und Hinterachse werden dann starr miteinander verbunden. Die Geländereduzierung erhöht die Antriebskräfte an den Rädern und erlaubt das Vorankommen im unwegsamen Gelände des kroatischen Hinterlandes. Auch tiefe Pfützen, die der Platzregen der letzten Tage hinterlassen hat, lassen den kleinen Kraxler kalt. Souverän bewältigt er Steigungen von bis zu 30 Grad und macht auch noch auf extremen Holperpisten eine gute Figur. Auf normalen Straßen verliert der Jimny etwas von seinem Zauber. Die harte Federung und eine einfache Ausstattung machen ihn nicht zum Komfortwunder. Auch die Beschleunigung von null auf 100 km/h in 14,1 Sekunden hinterlässt kein Prickeln auf der Haut. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt gemütliche 140 km/h. Dafür überzeugt der Jimny auch hier mit einer guten Übersicht dank hoher Sitzposition und einer agilen Wendigkeit. Der 1,3-Liter-Benziner-Vierzylinder verfügt über eine variable Ventilsteuerung. Gekoppelt ist er an ein Fünfgang-Schaltgetriebe. In der „Comfort“ Ausstattung ist auch eine Viergang-Automatik im Angebot. Der Preis beträgt dann 17.390 Euro.