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Jaguar XF Sportbrake - Eleganz im 2. Anlauf

Montag, 14. Nov. 2016

Ein Kombi von Jaguar? Das weckt nicht unbedingt gute Erinnerungen. Noch dazu gibt es für den neuen XF Sportbrake nur Dieselmotoren. Doch der Edel-Lader hat deutlich bessere Erfolgschancen als der selige X-Type Kombi.

Foto: Jaguar

Jaguar XF Sportbrake - Eleganz im zweiten Anlauf

Ein Kombi von Jaguar? Das weckt nicht unbedingt gute Erinnerungen. Noch dazu gibt es für den neuen XF Sportbrake nur Dieselmotoren. Doch der Edel-Lader hat deutlich bessere Erfolgschancen als der selige X-Type Kombi. Jaguar und Diesel, das war noch vor einigen Jahren noch ebenso ein „no go“ wie Jaguar und Kombi. Das unglückliche Zwischenspiel des X-Type Kombi war dafür ein trauriger Beweis. Jaguar stand eben immer schon für sportliche und luxuriöse Limousinen bzw. Coupés. Nun, die Zeiten ändern sich, und wer weiter erfolgreich auf dem Markt unterwegs sein will, muss sich anpassen. Daher gehört der Diesel schon seit einigen Jahren zum selbstverständlichen Jaguar-Angebot und nun auch wieder ein Kombi – allerdings ein betont sportlicher Vertreter seiner Gattung. Als Sportbrake rollt jetzt zu Preisen ab 48.550 Euro der Kombi der XF-Baureihe auf den Markt. Nebenbei: Das ist die einzige Jaguar-Modellreihe, bei der jede Variante ausschließlich von Dieselaggregaten angetrieben wird. Der neue Jaguar-Kombi übernimmt von der Limousine die coupéartige Linienführung und verbindet sie mit den praktischen Eigenschaften eines Kombis – was an sich in dieser Klasse nichts Neues ist. Obwohl der Sportbrake mit der Limousine bis zur B-Säule identisch ist, gelang den Designern mit dem 4,96 Meter langen XF-Frachter ein überraschend eigenständiges Modell. Dessen fließende Linien werden durch die schwarz eingefärbten D-Säulen zusätzlich verstärkt. Zusammen mit der dunkel getönten Heckscheibe entsteht die Illusion einer ununterbrochenen Glaspartie, was entscheidend zum eleganten Auftritt des jüngsten Jaguars beiträgt. Hinter dem Lenkrad zeigt sich der Jaguar als typischer Vertreter seiner Marke. Der Fahrer blickt auf logisch verteilte Instrumente und ist von einem edel ausgelegten Interieur umgeben. Auch in diesem Bereich unterscheidet sich der Sportbrake nicht von der Limousine und bietet den typisch britischen Stil – vor allem, wenn die üppige Lederpolsterung gewählt wird. Der Sportbrake mag der vielseitigste Jaguar der Markengeschichte sein, ein typischer Jaguar ist er dennoch geblieben. Und das obwohl unter der Fronthaube ausschließlich Dieselaggregate mit allerdings akustischer Zurückhaltung für Vortrieb sorgen. Basisantrieb ist der 2,2-Liter-Turbodiesel, der 147 kW/200 PS leistet. Der Vierzylinder erledigt die Aufgabe souverän, den leer immerhin bereits 1.735 Kilogramm wiegenden Kombi bis zur Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h zu beschleunigen, wozu auch die von Jaguar neu abgestimmte Achtgang-Automatik beiträgt. Mit einem kombinierten Verbrauch von 5,1 Litern bietet diese Motorisierung den geringsten Verbrauch eines Jaguar-Modells überhaupt. Wie die beiden stärkeren Antriebe ist der 2,2-Liter-Turbo serienmäßig mit einem Stopp-Start-System verbunden. Noch souveräner ist der XF Sportbrake mit den beiden Dreiliter-Sechszylinder unterwegs, die 177 kW/240 PS und 202 kW/275 PS leisten und den Nobel-Lader auf 240 km/h beziehungsweise elektronisch abgeregelte 250 km/h beschleunigen. Trotz dieser ansehnlichen Werte verbrauchen die beiden V6-Motoren lediglich je 6,2 Liter und beim stärksten Sportbrake vergehen gerade mal 6,6 Sekunden, um ihn aus dem Stand auf 100 km/h zu beschleunigen. Die Preisliste für das jüngste Jaguar-Modell beginnt bei 48.550 Euro für den 2.2 D. Der 3.0-Liter-Diesel startet bei 52.550 Euro und der 3.0 Diesel S kostet mindestens 56.550 Euro, wenn er wie die anderen Versionen von Ende November an bei den Händlern steht.