Mercedes-Benz Citan: Die dritte Säule

Mercedes-Benz Citan

Foto: Daimler

Mercedes-Benz Citan: Die dritte Säule im Programm

Der neue Stadtlieferwagen Citan rundet ab sofort das Transporter-Programm von Mercedes nach unten ab. Er soll Vito/Viano und Sprinter ergänzen und gegen Caddy, Berlingo & Co antreten. 2 -

Mehr als 700 000 Kleintransporter werden in Europa pro Jahr verkauft. Hier möchte deshalb auch Mercedes mit dem Stadtlieferwagen Citan mitmischen. Eine Eigenentwicklung wollte man sich noch nicht leisten, daher arbeiten die Stuttgarter mit Renault zusammen. Der City-Van Kangoo hatte es den Technikern angetan, so dass der neue Citan die Grundkonzeption, die Varianten und die Motoren des Franzosen übernimmt, wobei sich die fällige Überarbeitung nicht nur auf die Optik beschränkt. "Wo der Stern drauf ist, steckt auch Mercedes-Know-how dahinter", sagt Volker Mornhinweg, Leiter des Geschäftsbereichs Van. Das Fahrwerk hat ein komplett neues Setup erhalten, der Innenraum wurde neu gestaltet und auch die Motoren haben auf dem Prüfstand gestanden.

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Der Transporter ist in drei Längen, als Kastenwagen oder als Kombi zu haben. Beim Ladevolumen (2,4 bis 3,8 Kubikmeter) und der Nutzlast (490 bis 810 Kilogramm) hat er nur Mittelmaß zu bieten, der Wettbewerber Caddy setzt hier die Bestmarken. Auch bei der zulässigen Anhängelast gesteht der Hersteller nur 1 050 kg (gebremst) zu. Attraktiv in der Nische ist die Variante Mixto mit fünf vollwertigen Sitzplätzen plus 2,4 Kubikmeter Laderaum und 300 Kilogramm Zuladung. Mit zahlreichen Ausstattungspaketen lässt sich der Citan genau auf seinen Einsatz zuschneidern – in mehr als 150 Varianten.

Der Citan kommt mit einer stärker profilierten Frontpartie als der Kangoo daher, die nach Art des Hauses ein riesiger Stern ziert – der Rest der Karosserie entspricht dem Renault. Der Innenraum hat sich größere Eingriffe gefallen lassen müssen. Neue, wirklich bequeme Sitze und ein eigener Armaturenträger halten Einzug. Jeder Schalter sitzt da, wo er hin gehört. Die Lenksäule ist lediglich in der Höhe verstellbar, aber bis auf sehr langbeinige Fahrer kommt jeder zurecht.

Der Motor wird konventionell mit Schlüssel gestartet, der kleinvolumige Diesel-Vierzylinder fällt sofort in einen ruhigen Leerlauf. Mit 66 kW/90 PS und 200 Newtonmeter Drehmoment hängt er gut am Gas und gibt sich beim Anfahren keine Turbo-Gedenksekunde. Er fährt sich unerhört elastisch, und packt noch bei 1 000 Touren an. Wird Leistung gefordert, dreht der Vierzylinder willig hoch, wird dann etwas lauter, aber nicht unangenehm. Wer mehr Leistung möchte ist mit der 81 kW/110 PS Variante gut bedient. Dann stehen unter Volllast 240 Newtonmeter von 1 750 Umdrehungen bis 2.750 Umdrehungen parat. Wer es in der Stadt nicht zu eilig hat, bekommt den Universaldiesel mit 55 kW/75 PS mit 180 Newtonmeter etwas günstiger. Optional aber unbedingt empfehlenswert ist das Blue-Efficiency-Paket, das den Kraftstoffverbrauch um 10 Prozent senken soll. Dahinter verbergen sich Goodies wie die Start-Stopp-Funktion, die hier ausgezeichnet funktioniert. Das Generator- und Batteriemanagement ermöglicht eine Rückgewinnung von Bremsenergie und reduziert die von der Lichtmaschine zu erbringende Leistung. Dazu gibt es rollwiderstandsoptimierte Reifen im Format 195/65 R 15 für Zuladungen bis 650 kg.

Die Markenstrategen positionieren ihren Citan zwischen Kangoo und Caddy, für 14 600 Euro netto gibt es den einfachsten Kastenwagen, für 19 000 Euro einen Kombi mit Vollausstattung. Mehr Abstand zum Kangoo und "etwas näher am Caddy", wünscht sich der Van-Chef Mornhinweg mit Blick auf die verbesserten Qualitäten. Bei gutem Erfolg kann die Baureihe noch wachsen, das wird auch den Partner Renault freuen. Denn der Transporter wird wie der Kangoo im nordfranzösischen Renault-Werk Maubeuge gebaut.




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