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BMW 7er mit umfangreichen Facelift

Donnerstag, 3. Nov. 2016

Im Duell der Oberklasse-Limousinen zwischen BMW 7er und Mercedes S-Klasse haben die Bayern auf vielen wichtigen Märkten die Nase vorn. Nach 180 000 Einheiten ihrer aktuellen, 2008 eingeführten Baureihe spendieren sie ihrem Flaggschiff für die zweite Halbzeit des Modellzyklus ein umfangreiches Facelift.

Foto: BMW

BMW 7er mit umfangreichen Facelift

Im Duell der Oberklasse-Limousinen zwischen BMW 7er und Mercedes S-Klasse haben die Bayern auf vielen wichtigen Märkten die Nase vorn. Nach 180 000 Einheiten ihrer aktuellen, 2008 eingeführten Baureihe, spendieren sie ihrem Flaggschiff für die zweite Halbzeit des Modellzyklus ein umfangreiches Facelift.

Mehr als zwölf Millionen Haushalte weltweit besitzen mehr als eine Million Dollar Vermögen. Dass in deren Garagen und Auffahrten eher die automobile Oberklasse parkt, dürfte einem Naturgesetz gleichkommen. Hauptsächlich sind es deutsche Limousinen. Je nach Land bemühen sich Mercedes mit der S-Klasse und BMW mit dem 7er um die Pole Position. Meist gewinnt die Münchener Premium-Marke, zumindest in den wichtigsten Märkten China (49 Prozent) und USA (16 Prozent). Aber auch in Deutschland wählen mehr Kunden den 7er als die S-Klasse.

Aushängeschild ist der 74 900 Euro teure Sechszylinder-Basisdiesel (730d, ein Turbolader) mit jetzt 200 kW/258 PS. Ihn gibt BMW mit 5,6 Litern Diesel pro 100 Kilometer beim Normverbrauch an, womit er zum sparsamsten Selbstzünder in dieser Klasse avanciert. Im 740d (zwei Turbolader) stehen 230 kW/313 PS statt bisher 226 kW/306 PS im Fahrzeugschein. Verbrauch: ähnlich gute 5,7 Liter Diesel. Neuling der Baureihe ist, nicht zuletzt dank der Entwicklungshilfe der M GmbH, der 750d (drei Turbolader) mit 280 kW/381 PS und serienmäßigem Allradantrieb. Er gibt sich laut Normzyklus mit 6,4 Litern Diesel zufrieden und erfüllt bereits die ab 2016 geltende Abgashürde Euro 6.

Außerhalb Europas aber geben weiterhin die Benziner den Ton an. Den Einstieg in die Welt des 7er bildet der 3-Liter-Sechszylinder-Twinturbo im 740i (80 700 Euro), der mit 7,9 Litern 21 Prozent weniger verbrauchen soll als zuvor. Da verschmerzt der Kunde die sechs PS Minderleistung (240 kW/320 statt 238 kW/326 PS) sicher gerne. Deutlich zulegen konnte dagegen der 4,4-Liter-V8 im 750i. Statt 300 kW/407 PS leistet er jetzt 330 kW/450 PS, bei 8,6 Liter Verbrauch. Und weil hauptsächlich Asien, Arabien und Amerika danach verlangen, baut BMW auch weiterhin den geschmeidigen Zwölfzylinder in sein Top-Modell 760i (138 100 Euro) ein. Das 400 kW/544 PS starke Triebwerk treibt übrigens auch die Rolls-Royce-Modelle Ghost und Phantom an.

In eine neue Richtung fährt der Siebener Active Hybrid (89 300 Euro). Hat der E-Motor zuvor nur bei der Beschleunigung geholfen, kann die Öko-Limousine nun vier Kilometer rein elektrisch zurücklegen, und darf sich Full-Hybrid nennen.

Doch egal für welche Motorisierung sich der 7er-Käufer entscheidet, jede für sich passt perfekt zum Charakter der Oberklasse-Limousine. Die Diesel sind ruhig und durchzugsstark, die Benziner geschmeidig und agil, die Achtgangautomatik erledigt ihre Aufgaben dezent und souverän aus dem Hintergrund. Das Fahren ist komfortorientiert. Zumal BMW auch das Fahrwerk überarbeitete und serienmäßig nun für alle Versionen an der Hinterachse eine Luftfederung einbaut.