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Fiat 500L mit viel Platz

Dienstag, 11. Okt. 2016

Der Fiat 500 ist ein erfolgreiches Kultauto. Fiat erweitert die Baureihe 'Stück für Stück zur kompletten Modellfamilie. Der 500L richtet sich an Diejenigen, die viel Platz benötigen, aber den Etat nicht aus den Augen verlieren wollen. Die erste Ausfahrt offenbart viel Licht und nur wenig Schatten.

Foto: Fiat

Fiat 500L: Raum und Zeit für die Espressomaschine

Der Fiat 500 ist ein erfolgreiches Kultauto. Fiat erweitert die Baureihe 'Stück für Stück zur kompletten Modellfamilie. Der 500L richtet sich an Diejenigen, die viel Platz benötigen, aber den Etat nicht aus den Augen verlieren wollen. Die erste Ausfahrt offenbart viel Licht und nur wenig Schatten.

Kein anderer Kleinwagen – abgesehen vom Mini – weckt mehr Emotionen und ist so konsequent auf Lifestyle getrimmt wie der Fiat 500. Für den italienischen Autobauer ein Glücksfall. Mehr als 800 000 Cinquecento hat der Hersteller seit dessen Debüt 2007 bislang verkauft. Geht es nach den Marketing-Strategen in der Turiner Zentrale soll auch der Ableger 500L kräftig vom Image der "Knutschkugel" profitieren. Ob diese Rechnung aufgeht, muss sich jedoch erst zeigen. Schließlich lässt sich Emotionalität nicht so einfach auf ein anderes Fahrzeugsegment übertragen. Schon gar nicht auf eines, das primär durch Nutzwert und Praktikabilität geprägt ist. Denn der 500L gehört in die Kategorie "Kleine MPV" (Multi Purpose Vehicle), auch Mini-Van genannt. Gemacht und gedacht für junge Familien mit begrenztem Haushaltsbudget.

Auch Raumangebot und Platzverhältnisse überzeugen beim 500L. Erst recht, wenn das 1,5 Quadratmeter große Glasdach geordert ist. Vorne wie hinten sitzen selbst große Personen bequem. Bei einer Gesamtfahrzeuglänge von 4,14 Meter, nur sieben Zentimeter länger als der Fiat Punto, nicht gerade selbstverständlich. Um eine möglichst große Variabilität des Innenraums haben sich die Entwickler auch bei der Vielseitigkeit der Rücksitzstellungen und des Gepäckraumes bemüht.

Zur Auswahl stehen vorerst drei Motoren, zwei Benziner und ein Diesel. Die meisten Kunden werden sich laut Fiat für den konzernbewährten 1,4-Liter-Vierzylinder mit 70 kW/95 PS entscheiden. Er ist zwar kein Musterknabe an Durchzugsvermögen und Agilität, erfüllt aber seine Alltagsaufgaben brav. Deutlich kleiner und zugleich stärker ist der Zweizylinder TwinAir. Aus nur 900 Kubikzentimetern Hubraum holt das Motörchen stramme 77 kW/105 Turbo-PS. Damit lässt es sich flott beschleunigen, aber ebenso schaltfaul in der Stadt unterwegs sein. Ein sehr lang übersetzter zweiter Gang erlaubt dies. Als Normverbrauch gibt Fiat 4,8 Liter an. Daran ist in der Realität nicht zu denken, erst recht dann nicht, wenn der 500L mit mehreren Personen oder viel Gepäck beladen ist.

Wie bereits beim 500er erfolgreich praktiziert, steht auch dem 500L-Kunden ein breites Individualisierungsprogramm zur Verfügung. Alle möglichen Farbkombinationen für Karosserie, Dach und Felgen zusammengefasst, ergeben sich 333 verschiedene Varianten. Hinzu kommen aus dem Zubehörprogramm "Lineaccessori" über weitere 100 Komponenten, um den Wagen nach seinem Geschmack auszustatten. Und wie weit Italiens Automarke Nummer eins künftig das Thema Lifestyle und Genuss treibt, zeigt erstmals ein Feature an Bord des 500L, das bald auch auf andere Modelle ausgeweitet werden soll. In Zusammenarbeit mit Lavazza entstand eine handliche Kaffeemaschine. Klein wie eine Halbliter-Thermosflasche wird sie in eine spezielle Docking-Station gesteckt und brüht unterwegs frischen Espresso.