Mercedes-Benz SL-Klasse

Sicherheit auf der Rennstrecke: Mercedes-Benz SL-Klasse als Safety-Car der Formel 1

Im ersten Rennen der Formel-1-Saison 2009 geht ein Mercedes-Benz SL 63 AMG als erster Wagen über die Ziellinie: Angetrieben von dem 386 kW (525 PS) starken 6,3-Liter-V8-Motor fühlt sich der Hochleistungs-Roadster, der aus dem Stand in nur 4,4 Sekunden auf 100 km/h sprintet, auf der Rennstrecke sichtlich wohl. Dennoch gehört der Sportwagen nicht etwa zu den Boliden, die in der Königsklasse des Motorsports um den Titel fahren. Vielmehr führt er als Safety-Car nach einer Kollision zwischen Sebastian Vettel und Robert Kubica das Feld bis ins Ziel an.

Auch den Großen Preis von Italien 2009 beenden die Rennwagen hinter dem SL 63 AMG.

Seit 1996 stellt Mercedes-Benz in jeder Saison die Safety-Cars für ie Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft. Das erste „Official F1™ Safety Car“ aus Stuttgart ist der Typ C 36 AMG der Baureihe 202 – das erste Fahrzeug, das AMG und MercedesBenz gemeinsam entwickelt und 1993 auf den Markt gebracht haben. Seitdem sind es immer die Top-Modelle der Performance-Marke AMG, die für die Sicherheit auf den Rennstrecken der Königsklasse des Motorsports sorgen. Gleich vier Jahre lang wird dabei die jeweilige Spitzenversion des R 230 eingesetzt: Zuerst ist es der SL 55 AMG in den Jahren 2001 und 2002, dann folgt der SL 63 AMG in den Saisons 2008 und 2009. Seit 2010 kommt als bisher neunte Generation der Mercedes-Benz SLS AMG als Safety-Car zum Einsatz.

Aber auch Antrieb und Fahrwerk werden auf die besondere Herausforderung hin optimiert, das Feld der schnellen Formel-Rennwagen in den Safety-Car-Phasen auf der Rundstrecke anzuführen. Entsprechend vorbereitet tritt zur Saison 2008 der SL 63 AMG als neues Safety-Car an: Der 386 kW (525 PS) starke Roadster hat unter anderem eine neu entwickelte AMG Sport-Abgasanlage mit größerem Rohrdurchmesser und neuen Endschalldämpfern erhalten, die den AMG Hochdrehzahl-V8-Saugmotor mit 6,3 Liter Hubraum noch freier atmen lässt. Eine spezielle Soundabstimmung begeistert die Motorsportfans an den Rennstrecken ebenso wie an den Fernsehbildschirmen zu Hause.

Die Modifikationen für noch bessere Fahrleistungen und Fahrdynamik sind dabei kein Selbstzweck. Denn an das Safety-Car der Formel 1 und an seinen Fahrer werden sehr hohe Ansprüche gestellt, ein Pilot mit professioneller Rennerfahrung ist deshalb auch Voraussetzung. Er muss mit seinem Hochleistungs-Serienfahrzeug ein so schnelles Tempo für die Formel-1-Boliden vorgeben, dass deren Reifen auch während der Safety-Car-Phase nicht zu stark abkühlen. Dafür bringen die Spitzen-Versionen der SL-Klasse und andere leistungsstarke AMG Versionen von Mercedes-Benz Fahrzeuge seit 1996 die richtigen Voraussetzungen mit.

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An der Baureihe R 230 zielen die Verbesserungen auch darauf ab, die Standfestigkeit selbst bei tropischen Außentemperaturen und auf langen Strecken mit maximaler Leistung zu garantieren. So kommen beim SL 63 AMG größer dimensionierte und zusätzliche Kühler für Motor- und Getriebeöl, Kühlwasser und die Servolenkung zum Einsatz. Fahrdynamik pur garantiert das neu entwickelte AMG SPEEDSHIFT MCT 7-Gang-Sportgetriebe mit Lenkradschaltung, das Gangwechsel in nur 100 Millisekunden ermöglicht. Die Verbindung aus 3-Stufen-ESP® und Hinterachs-Differenzialsperre mit 35 Prozent Sperrwirkung sorgt für optimale Traktion unter allen Witterungsbedingungen. Das neu entwickelte, im Rennsport bewährte Aluminium-Gewindefahrwerk liefert dabei beste Rennstrecken-Performance, optimalen Fahrbahnkontakt und ein Sportwagen-typisches Einlenk- und Eigenlenkverhalten. Die zahlreichen Einstellmöglichkeiten von Fahrzeughöhe, Spur und Sturz erlauben zudem ein individuelles Fahrwerk-Setup für die jeweilige Rennstrecke.

Ganz neu ist auch das Nummernschild mit „Safety Car“-Schriftzug: Es kann mit 672 Leuchtdioden (LED) beleuchtet werden, das sorgt speziell bei Regen und Dunkelheit für noch bessere Sichtbarkeit und damit noch höhere Sicherheit.

Dieses Safety-Car der Jahre 2001 und 2002 ist auch Vorbild eines Performance Package, das AMG im Jahr 2003 anbietet. Dabei wird der SL 55 AMG unter anderem mit stärkeren Bremsen ausgestattet, auch die Fahrwerkabstimmung und Rad-Reifen-Kombination werden verändert. So profitieren sportlich orientierte Privatfahrer von dem Setup, das Mercedes-Benz Pilot Bernd Mayländer auf den Grand-Prix-Rennstrecken der Welt im Safety-Car nutzt. Auch solche Details gehören zu dem von Mercedes-Benz wieder gepflegten Techniktransfer aus dem Rennsport in die Serie. Zu den berühmtesten Beispielen dieser Kultur gehört der Mercedes-Benz 300 SL Seriensportwagen W 198 I des Jahres 1954, der auf dem gleichnamigen Rennsportwagen von 1952 basiert.




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