Toyota und Lexus

Sonntag, 29. Jan. 2017

Gebeutelt, geschüttelt und an die Wand geklatscht. Toyota und damit im Fahrwasser auch Lexus haben in den letzten beiden Jahren gelitten. Zum Einen durch die dramatischen Rückrufaktionen und zum Anderen durch das noch viel dramatischere Erdbeben vor einem knappen Jahr. Doch ein japanisches Unternehmen gibt nicht auf. Schon gar nicht, wenn es um den Kampf um die Weltspitze geht. Volkswagen schickt sich nämlich an, größter Automobilhersteller zu werden und Toyota vom Thron zu stoßen

Toyota und Lexus – Mit Effizienz zum Ziel

Von Dietmar Stanka

Foto: Toyota  

Gebeutelt, geschüttelt und an die Wand geklatscht. Toyota und damit im Fahrwasser auch Lexus haben in den letzten beiden Jahren gelitten. Zum Einen durch die dramatischen Rückrufaktionen und zum Anderen durch das noch viel dramatischere Erdbeben vor einem knappen Jahr.

Doch ein japanisches Unternehmen gibt nicht auf. Schon gar nicht, wenn es um den Kampf um die Weltspitze geht. Volkswagen schickt sich nämlich an, größter Automobilhersteller zu werden und Toyota vom Thron zu stoßen. Das zu verhindern, soll vor allem mit dem großen technischen Vorsprung der Japaner an alternativen Antriebsquellen gelingen.  

Hybrid & Co.

Prius Plug-in

Er sieht aus wie der Prius der dritten Generation und fährt sich auch so. Aber er kann länger elektrisch cruisen. 25 Kilometer gibt Toyota an, je nach Fahrweise und zugeschalteten Verbrauchern können es aber auch ein paar weniger sein. Damit der Prius Plug-in mehr Kilometer fahren kann, bekam er eine Lithium-Ionen-Batterie mit einer gut 3 ½ Mal so großen Kapazität wie die der Nickel-Metallhydrid-Batterie im normalen Prius. Da rund 75 Prozent der tagtäglich in Deutschland zurückgelegten Strecken kürzer als 25 Kilometer sind, kann der durchschnittliche Kunde den Großteil seiner Fahrten rein elektrisch zurücklegen. Wenn er der Umwelt noch mehr gutes tun will, schafft er sich zusätzlich einen Carport mit Solarpanels an, die den Prius ohne Zufuhr aus dem regulären Stromnetz wieder auflädt. Knapp 37.000 Euro soll dieser Prius Plug-in kosten, der ab dem Frühherbst dieses Jahres in Deutschland erhältlich sein wird.

1995 stellte Toyota den ersten Prototypen des Prius vor. Ein Vollhybrid, der zwei Jahre später in Serie ging und ab 2001 in Deutschland zu kaufen war. Mittlerweile blickt Toyota auf weltweit rund 3,5 Millionen in Kundenhand befindlicher Hybridfahrzeuge, davon stellt der Prius 2,5 Millionen. Ein Riesenerfolg und damit verbunden eine einzigartiger Erfahrungsschatz mit dieser Technik. Zudem beweisen diese Automobile eine hohe Zuverlässigkeit. Erst unlängst hat der TÜV bestätigt, dass der Prius bei den Hauptuntersuchungen das Fahrzeug mit den geringsten Mängeln ist. 2012 leitet Toyota und auch Lexus mit neuen Modellen eine weitere Phase ein.Foto: Toyota  

Prius+

Wer bisher mehr als fünf Personen in einem Vollhybridfahrzeug transportieren wollte, war aufgeschmissen. Toyota hat auf diesen Mißstand reagiert und bringt mit dem verlängerten Prius+ einen Minivan auf den Markt, der bis zu sieben Personen Platz bietet. Werden die beiden hintersten Sitze nicht benötigt, fasst der Kofferraum des Prius+ mehr als 500 Liter Ladevolumen.

Mit dem Kleinwagen Yaris geht Toyota einen gewagten Schritt in Richtung dieses preissensiblen Segments. Ein Vollhybrid ist in dieser Klasse einmalig und möglicherweise auch ein kleines Wagnis. Aber Toyota kann auf einen gut sortierten Baukasten zurückgreifen und diesen Yaris wohl entsprechend günstig anbieten. 100 PS werden aus der Kombination aus dem 1,5-Liter-Benziner und dem Elektromotor herausgekitzelt. Eine Leistung, die dem Yaris Hybrid mehr als gerecht werden wird. Verbrauchszahlen sind noch nicht bekannt, Schätzungen zufolge dürften es nur wenig mehr als 3 Liter auf 100 Kilometer sein.Foto: Toyota  
Neu designt zeigt sich der Lexus GS 450h in diesem Jahr der Öffentlichkeit. Die Limousine aus der gehobenen Mittelklasse zeigt sich im neuen Gewande und mit beeindruckenden Leistungen. Beim neuen GS 450h mit der zweiten Generation des Lexus Hybrid Drive Systems werden die Hinterräder von einem 3,5-Liter V6-Benzinmotor sowie einem kompakten, flüssigkeitsgekühlten Elektromotor angetrieben. Das neue Antriebssystem liefert eine Leistung von 343 PS. Im Vergleich zu seinem Vorgänger wurde der Kraftstoffverbrauch um über 23 Prozent auf 5,9 Liter/100 km gesenkt. Dadurch sinkt der CO2-Ausstoß auf 137 g/km, und auch die NOX- sowie die Partikel-Emissionen wurden weiter reduziert.Foto: Toyota

Yaris Hybrid

Lexus GS 450h

Nahe Zukunft Wasserstoff

2015 will Toyota das erste serienreife Automobil mit einer Brennstoffzelle auf den Markt bringen. Ein nunmehr fast leicht zu nennender Schritt, finden doch viele Komponenten der Hybridtechnik von Toyota auch in solch einem Fahrzeug Anwendung. Mit Hilfe einer vernünftigen Infrastruktur und Deutschland ringförmig von Hamburg über das Ruhr- und Rheinmain-Gebiet, weiter über Stuttgart, München, Nürnberg und hoch nach Berlin zurück in die Hansestadt umspannen wird, könnte dies die Basis für unsere künftige Mobilität bilden.