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Opels OPC-Power

Donnerstag, 22. Okt. 2015

Der Lausitzring, zwischen Berlin und Dresden gelegen, war der Schauplatz einer besonderen Pressevorstellung. Die zwei im Moment vom Opel Performance Center (OPC) angebotenen Fahrzeuge wurden mit neuen Kennzahlen vorstellt. Der kleinste Vertreter, der Corsa OPC „Nürburgring-Edition“, darf sich ab jetzt mit 154 kW (210 PS) austoben, der Insignia OPC „Unlimited“ kann mit einer Hochgeschwindigkeitsfreigabe bis zu 270 km/h bewegt werden.

Opels OPC-Power – lassen wir sie fliegen

Von Dietmar Stanka

Foto: D. Stanka

Der Lausitzring, zwischen Berlin und Dresden gelegen, war der Schauplatz einer besonderen Pressevorstellung.

Die zwei im Moment vom Opel Performance Center (OPC) angebotenen Fahrzeuge wurden mit neuen Kennzahlen vorstellt. Der kleinste Vertreter, der Corsa OPC „Nürburgring-Edition“, darf sich ab jetzt mit 154 kW (210 PS) austoben, der Insignia OPC „Unlimited“ kann mit einer Hochgeschwindigkeitsfreigabe bis zu 270 km/h bewegt werden.

Der Opel Insignia OPC „Unlimited“ darf nun 270 km/h schnell sein. Hmm, mag man sich denken. Wo nur kann man diesen Speed denn tatsächlich ausfahren? Manchmal klappt dies sogar auf bundesdeutschen Autobahnen, wenn die richtige Zeit, die richtige Strecke und das noch zur geeigneten Jahreszeit gewählt werden. Außerdem ist es ein vielfach geäußerter Kundenwunsch, wie Pressesprecher Patrick Munsch betont. Und auf diese Stimmen sollte man hören, vor allem wenn man das leider verloren gegangene Markenimage gründlich aufpolieren möchte und den sportlichen Varianten deutscher Premiumhersteller mal so richtig zeigen will, wo der Hammer hängt.
	Jockel Winkelhock, ehemaliger DTM-Pilot und Markenbotschafter von Opel, war zugegen, als wir die beiden Kraftmaschinen aus Rüsselsheim über das Tri-Oval und diverse Handlingstrecken fliegen ließen. Nach einem kurzen Briefing ging es als erstes mit dem Insignia OPC auf die extra für Indy-Car-Rennen gebaute 2,1 km lange Strecke. Was ein Erlebnis, wenn einen die Fliehkräfte bei hoher Geschwindigkeit Richtung Begrenzungsmauer tragen. Doch der Insignia meisterte diese extreme Herausforderung mit Bravour. Das Flex-Ride-Fahrwerk mit dem adaptiven Allradantrieb hielt den Boliden souverän auf Spur.
	Nur die 270 km/h Höchstgeschwindigkeit haben wir nicht erreicht. Zumindest nicht auf dem Racetrack der US-amerikanischen Art. Dafür kratzten wir auf der Autobahn ab und an diesem Wert. Wobei wir festgestellt haben, dass die Version mit der Sechsgang-Automatik ungleich länger zur Erreichung der 270 km/h benötigt. Und noch dazu nicht fein genug abgestimmt ist, um ein derart motorisiertes Auto so sauber wie nötig zu schalten. Ergo bleibt der Griff zum manuellen und auch serienmäßigen Getriebe und damit eine Ersparnis von rund 2.000 Euro, für die wir das OPC Unlimited-Paket ordern.
	Diese Option bietet Opel für 1.990 Euro an. Darin enthalten sind neben der Aufhebung der Geschwindigkeitsbegrenzung und marginalen Änderungen der Instrumente sowie eines blauen Aufdrucks auf den Brembo-Bremsen ein OPC Performance-Training. Das wird zwar für die 20 km/h mehr nicht unbedingt benötigt, ist aber für jeden Fahrer eines Insignia OPC mehr als empfehlenswert. Mehr zum Opel Insignia OPC in einem ausführlichen Fahrbericht auf unserer Seite.
Der Opel Insignia OPC „Unlimited“ darf nun 270 km/h schnell sein. Hmm, mag man sich denken. Wo nur kann man diesen Speed denn tatsächlich ausfahren? Manchmal klappt dies sogar auf bundesdeutschen Autobahnen, wenn die richtige Zeit, die richtige Strecke und das noch zur geeigneten Jahreszeit gewählt werden. Außerdem ist es ein vielfach geäußerter Kundenwunsch, wie Pressesprecher Patrick Munsch betont. Und auf diese Stimmen sollte man hören, vor allem wenn man das leider verloren gegangene Markenimage gründlich aufpolieren möchte und den sportlichen Varianten deutscher Premiumhersteller mal so richtig zeigen will, wo der Hammer hängt. Jockel Winkelhock, ehemaliger DTM-Pilot und Markenbotschafter von Opel, war zugegen, als wir die beiden Kraftmaschinen aus Rüsselsheim über das Tri-Oval und diverse Handlingstrecken fliegen ließen. Nach einem kurzen Briefing ging es als erstes mit dem Insignia OPC auf die extra für Indy-Car-Rennen gebaute 2,1 km lange Strecke. Was ein Erlebnis, wenn einen die Fliehkräfte bei hoher Geschwindigkeit Richtung Begrenzungsmauer tragen. Doch der Insignia meisterte diese extreme Herausforderung mit Bravour. Das Flex-Ride-Fahrwerk mit dem adaptiven Allradantrieb hielt den Boliden souverän auf Spur. Nur die 270 km/h Höchstgeschwindigkeit haben wir nicht erreicht. Zumindest nicht auf dem Racetrack der US-amerikanischen Art. Dafür kratzten wir auf der Autobahn ab und an diesem Wert. Wobei wir festgestellt haben, dass die Version mit der Sechsgang-Automatik ungleich länger zur Erreichung der 270 km/h benötigt. Und noch dazu nicht fein genug abgestimmt ist, um ein derart motorisiertes Auto so sauber wie nötig zu schalten. Ergo bleibt der Griff zum manuellen und auch serienmäßigen Getriebe und damit eine Ersparnis von rund 2.000 Euro, für die wir das OPC Unlimited-Paket ordern. Diese Option bietet Opel für 1.990 Euro an. Darin enthalten sind neben der Aufhebung der Geschwindigkeitsbegrenzung und marginalen Änderungen der Instrumente sowie eines blauen Aufdrucks auf den Brembo-Bremsen ein OPC Performance-Training. Das wird zwar für die 20 km/h mehr nicht unbedingt benötigt, ist aber für jeden Fahrer eines Insignia OPC mehr als empfehlenswert. Mehr zum Opel Insignia OPC in einem ausführlichen Fahrbericht auf unserer Seite.Foto: Opel  
 
	Im letzten Jahr lernten wir den Opel Corsa OPC beim Sportfahrerlehrgang der Scuderia Hanseat auf dem Nürburgring in- und auswendig. Damals mit 192 PS, heute mit 210 und dem Beinamen „Nürburgring-Edition“. 18 Pferdchen mehr unter der Haube, also rund 10 Prozent mehr Leistung. Machen die das Kraut tatsächlich fett? „Yeah, yeah, yeah“ würden nun die die Beatles jubeln. Der kleine Dampfhammer mit dem Blitz im Grill fetzt noch mehr als sein absolut nicht lahmer Vorgänger.
	Noch mehr als die Leistungsspritze hat uns das absolut perfekte Fahrwerk gefallen. Das Team um Volker Strycek hat sämtliche Register gezogen und dem kleinen Flitzer ein mechanisches Lamellen-Sperrdifferenzial eingebaut, das durchwegs zu Standing Ovations bei unseren Testfahrten geführt hat. Jauchzend in die Kurven hinein, jubilierend heraus. Mit einer nie erlebten Präzision konnten wir den Corsa OPC um Kurven zirkeln.
	Wie eingefräst im Asphalt hängt der Corsa auch bei scharf gefahrenen Ecken extrem gut am Gas und neigt sogar ein wenig zum Übersteuern. Was dann zu den nächsten Jubelschreien führte. Dazu die fetten Brembos, die auch nach vielen Runden wie die Hand eines Schmiedes zupackten. Im Gesamtpaket mit dem ebenfalls neu entwickelten Bilstein-Fahrwerk und einigen optischen Retuschen inklusive nun zweier runder Auspuffrohre sowie einer aufgefrischten Farbenpalette macht der Corsa OPC „Nürburgring-Edition“ extrem „Bella Figura“.
  Im letzten Jahr lernten wir den Opel Corsa OPC beim Sportfahrerlehrgang der Scuderia Hanseat auf dem Nürburgring in- und auswendig. Damals mit 192 PS, heute mit 210 und dem Beinamen „Nürburgring-Edition“. 18 Pferdchen mehr unter der Haube, also rund 10 Prozent mehr Leistung. Machen die das Kraut tatsächlich fett? „Yeah, yeah, yeah“ würden nun die die Beatles jubeln. Der kleine Dampfhammer mit dem Blitz im Grill fetzt noch mehr als sein absolut nicht lahmer Vorgänger. Noch mehr als die Leistungsspritze hat uns das absolut perfekte Fahrwerk gefallen. Das Team um Volker Strycek hat sämtliche Register gezogen und dem kleinen Flitzer ein mechanisches Lamellen-Sperrdifferenzial eingebaut, das durchwegs zu Standing Ovations bei unseren Testfahrten geführt hat. Jauchzend in die Kurven hinein, jubilierend heraus. Mit einer nie erlebten Präzision konnten wir den Corsa OPC um Kurven zirkeln. Wie eingefräst im Asphalt hängt der Corsa auch bei scharf gefahrenen Ecken extrem gut am Gas und neigt sogar ein wenig zum Übersteuern. Was dann zu den nächsten Jubelschreien führte. Dazu die fetten Brembos, die auch nach vielen Runden wie die Hand eines Schmiedes zupackten. Im Gesamtpaket mit dem ebenfalls neu entwickelten Bilstein-Fahrwerk und einigen optischen Retuschen inklusive nun zweier runder Auspuffrohre sowie einer aufgefrischten Farbenpalette macht der Corsa OPC „Nürburgring-Edition“ extrem „Bella Figura“.Foto: D. Stanka  

Highspeed

Let it roll

Fazit

Während der Insignia OPC „Unlimited“, unlimitiert ist, will Opel den Corsa OPC „Nürburgring-Edition“ auf rund 500 Einheiten limitieren. Schade eigentlich, denn man könnte den 27.000 Euro teuren Sport-Mini ebenfalls „unlimited“ bauen. Vielleicht überlegen es sich die Rüsselsheimer ja noch einmal, denn der Zuspruch der Fangemeinde müsste immens sein. (ds)