
Fahrbericht: VW Scirocco mit Mathis
Scirocco komma der: gleichmäßiger, heißer Wüstenwind aus südlicher bis südöstlicher Richtung, der von der Sahara in Richtung des Mittelmeeres weht. Heiß her geht es auch bei diesem Auto. Aber wen wundert das, bei DEM Namen? Der Volkswagen Scirocco der dritten Generation ist angetreten um einen der beliebtesten Volkssportwagen Deutschlands zu beerben. Keine einfache Aufgabe. „Mit dem Scirocco hat VW endlich wieder ein Auto gebaut das Emotionen weckt. Wir haben in der Seitenansicht alles sehr dynamisch diese Fensterlinie die hier hinten schmal zuläuft das verleit dem Auto sehr viel Sportlichkeit. Vorne die Motorhaube ist sehr weit nach unten gezogen wir haben schmale Scheinwerfer und einen ganz schmalen Kühlergrill – dadurch wirkt das Auto sehr aggressiv und verleitet den Vordermann dann dazu, vielleicht doch die Spur nach rechts zu wechseln.“ Schwarz gehaltene Elemente vorn und an der Seite sind bei VW seit Jahren beliebte Akzente für die sportlichen Modelle. Die breiten Schultern und der Dachkantenspoiler tragen ihr übriges zur sportlichen Note bei. „Aber der Scirocco soll ja nicht nur sportlich sein sondern auch alltagstauglich und deswegen hat er auch einen Kofferraum. Leider kann man den nur mit der Fernbedienung öffnen aber dann erwarten einen bei hoch geklappten Sitzen 312 Liter Platz für Gepäck.“ Klappt man die Sitze um, passen sogar knapp über 1000 Liter in das Heck des Wolfsburgers. Und wie fühlen sich die Fahrgäste? „Das Platzangebot hinten im Scirocco ist natürlich nicht zu vergleichen mit dem in einer Luxuslimousine. Man hat wenn man etwas groß gewachsen ist, etwas Probleme mit der Kopffreiheit und die Fenster sind nicht wirklich groß, man hat aber genug Beinfreiheit nach vorne und auch sehr bequeme Einzelsitze dadurch das der Scirocco nur ein Viersitzer ist.“ Der Innenraum ist insgesamt, wie das Äußere verspricht, sehr sportlich. Lediglich beim Armaturenbrett wünscht man sich mehr Pepp. Die angebotenen Benzin- und Dieselmotoren leisten zwischen 140 und 200 PS. Die von uns getestete 2-Liter Topmotorisierung beschleunigt den Scirocco in 7,2 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. „Und genau das probieren wir jetzt einmal aus.“ Das erfordert allerdings einen forschen Umgang mit Kupplung und Schalthebel. Das angebotene Doppelkupplungsgetriebe erleichtert den Versuch. Dennoch: „Ja mit etwas Übung kann man es sogar in dieser Zeit schaffen.“ Schluß mit Vortrieb ist mit dem 200-PS-Aggregat erst bei 235 km/h. Das Fahrwerk des Scirocco vermittelt den Eindruck, als könne ihm nichts etwas anhaben. Aber vorsicht: gerade bei dieser Kombination von Rennwagengefühl und starkem Motor sollte man sich zunächst langsam herantasten, damit es nicht später heißt: „Erst verließ ihn das Talent und dann sein Scirocco die Straße“.
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