
Fahrbericht: Porsche 911
Never change a winnig team! Das haben sich auch die Herren bei Porsche gedacht und zeitgleich die Coupé und die Cabrioversion des 911ers überarbeitet. Gegenüber dem Vorgänger wurde der Verbrauch mit Hilfe neuer Benzindirekteinspritzermotoren reduziert, liegt allerdings noch immer bei über 10 Litern auf 100 Kilometer. Außerdem wurde das ohnehin schon sehr gute Fahrwerk nochmals optimiert. Auf Wunsch ist das aktive elektronische Dämpfersystem PASM erhältlich, das in einer neuen Version zur Verfügung steht. Außen muß man schon genau hinschauen, um Änderungen festzustellen. Die Heckpartie erhielt ein kraftvolleres und gleichzeitig eleganteres Design. Wie beim Vorgänger fährt bei höheren Geschwindigkeiten ein Spoiler aus, der den Andruck an die Straße verbessert. Die beiden Auspuffenden lassen erahnen, wie viel Kraft sich unter der Heckklappe verbirgt. Aus 3,6 Litern Hubraum generiert der Boxermotor 345 PS. Das sind 20 mehr als beim Vorgänger. Das reicht, um den 911 Carrera mit Schaltgetriebe auf knapp unter 290 km/h zu beschleunigen. Das Stoffverdeck des Cabrios öffnet und schließt innerhalb von 20 Sekunden - und das bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h. Auf Wunsch bekommt man im neuen 911 ein Doppelkupplungsgetriebe das laut Porsche zum einen noch sparsameres und zum anderen noch sportlicheres Fahren ermöglicht. Allerdings ist es mit dreieinhalbtausend Euro nicht gerade ein billiges Vergnügen. Wer etwas sparen möchte oder lieber selbst Hand an den Gangwahlhebel legt, für den gibt es ein 6-Gang Getriebe wie wir es im 911 Cabrio testen durften. Für ambitionierte Rennfahrer, die am Wochenende gerne ein paar Runden über die Rennstrecke drehen, empfiehlt sich das PDK - am besten in Verbindung mit der Keramikbremsanlage für zusätzliche 8.000 Euro. Der Innenraum von Coupé und Cabrio ist bis auf karosseriespezifische Anpassungen gleich. Das Sport-Chrono-Paket kostet extra. Das PDK kann man traditionell oder über die Schaltwippen am Lenkrad bedienen. Wer nur zu zweit unterwegs ist kann die hinteren Notsitze zum Stauraum umbauen. Das Navigationssystem ist jetzt über ein Touch-Screen bedienbar. Und die Sitze gibt es auf Wunsch mit Belüftung - ein klarer Vorteil auf langen Fahrten. Ob 911er Cabrio oder Coupé - die Entscheidung muß jeder für sich selbst treffen – oder von seinem Geldbeutel treffen lassen.
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