Facebook Pixel

Golf R – Lupus Maximus

Freitag, 13. Mär. 2015

Wolfsburg darf als die Heimat des Golf angesehen werden. Die Stadt, bei ihrer Gründung 1938 „Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben“ genannt, erhielt erst nach dem Zweiten Weltkrieg im Mai 1945 den Namen des bereits 1302 erwähnten Schlosses Wolfsburg. Bekanntestes Gefährt aus der niedersächsischen Tiefebene war und ist der Käfer. Gefolgt vom Golf, der 2014 seinen 40. Geburtstag feiert.

Golf R – Lupus MaximusEin Fahrbericht von unserem Autoredakteur Dietmar Stanka

Wolfsburg darf als die Heimat des Golf angesehen werden.

Die Stadt, bei ihrer Gründung 1938 „Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben“ genannt, erhielt erst nach dem Zweiten Weltkrieg im Mai 1945 den Namen des bereits 1302 erwähnten Schlosses Wolfsburg. Bekanntestes Gefährt aus der niedersächsischen Tiefebene war und ist der Käfer. Gefolgt vom Golf, der 2014 seinen 40. Geburtstag feiert. Wir zelebrieren das Erfolgsmodell mit dem bis dato stärksten Serien-Golf. Dem R, sozusagen den Lupus Maximus unter den Gölfen.

An den eher martialischen R32 kommt der R nicht ran. Er wirkt schon fast zu brav, zu gesittet, zu Golf eben. Da helfen auch die schwarzen Applikationen und die an jeder Karosserie-Seite befindlichen R-Logos nicht viel. Auch die vier (!) Auspuffrohre, die flach unter dem Heck versteckt sind, sind für den oberflächlichen Betrachter nahezu unsichtbar.
	Wäre da nicht das unbändige Fahrvergnügen, das der 2-Liter-Turbo in Verbindung mit dem Allradantrieb 4MOTION auf den Asphalt zaubert, könnte man meinen, einem ganz normalen Golf mit R-Line-Ausstattung zu begegnen. Worauf wir hinauswollen? Mit diesem Golf kann man nix falsch machen. Bescheiden vorfahren und danach mit Freude über die Straßen donnern, ohne jemals einen echten Neidfaktor zu erzeugen.
An den eher martialischen R32 kommt der R nicht ran. Er wirkt schon fast zu brav, zu gesittet, zu Golf eben. Da helfen auch die schwarzen Applikationen und die an jeder Karosserie-Seite befindlichen R-Logos nicht viel. Auch die vier (!) Auspuffrohre, die flach unter dem Heck versteckt sind, sind für den oberflächlichen Betrachter nahezu unsichtbar. Wäre da nicht das unbändige Fahrvergnügen, das der 2-Liter-Turbo in Verbindung mit dem Allradantrieb 4MOTION auf den Asphalt zaubert, könnte man meinen, einem ganz normalen Golf mit R-Line-Ausstattung zu begegnen. Worauf wir hinauswollen? Mit diesem Golf kann man nix falsch machen. Bescheiden vorfahren und danach mit Freude über die Straßen donnern, ohne jemals einen echten Neidfaktor zu erzeugen.Foto: D. Stanka
Der Golf R zeigt sich nur wenig sportlicher gewandet als der GTI. Die Ausstattung ist reichhaltig, was aber für einen Preis knapp unter 40.000 Euro erwartet werden darf. Schließlich ist sein Ingolstädter Pendant namens S3 preislich nur wenig entfernt und noch dazu in vier Karosserievarianten zu haben. Der Golf R rollt serienmäßig auf 18 Zoll großen Alufelgen, auf die Radhaus-ausfüllende 225er Reifen mit 40er Querschnitt montiert sind. Auch damit zeigt sich nahe Verwandtschaft zum Audi S3, mit dem ja schließlich die Modulare Querplattform MQB geteilt wird.
Der Golf R zeigt sich nur wenig sportlicher gewandet als der GTI. Die Ausstattung ist reichhaltig, was aber für einen Preis knapp unter 40.000 Euro erwartet werden darf. Schließlich ist sein Ingolstädter Pendant namens S3 preislich nur wenig entfernt und noch dazu in vier Karosserievarianten zu haben. Der Golf R rollt serienmäßig auf 18 Zoll großen Alufelgen, auf die Radhaus-ausfüllende 225er Reifen mit 40er Querschnitt montiert sind. Auch damit zeigt sich nahe Verwandtschaft zum Audi S3, mit dem ja schließlich die Modulare Querplattform MQB geteilt wird.Foto: D. Stanka Für das empfehlenswerte Radio-Navigationssystem Discover Pro vorhanden müssen weitere 2.315 Euro locker gemacht werden. Das System enthält unter anderem 8 Lautsprecher, ein DVD-Laufwerk und 2 SD-Kartenschächte, eine Mobiltelefon-Schnittstelle,
Aus 1.984 ccm und vier Zylindern 221 kW (300 PS) zu zaubern, ist in unserer Zeit keine Kunst mehr. Dank Zwangsbeatmung per Turbolader steht dem Golf R ein massiges Drehmoment von 380 Nm in dem weitreichenden Drehzahlbereich von 1.800 bis 5.500 Nm zur Verfügung. Auf dieser Plattform, die, graphisch dargestellt, dem Ayers Rock in Australien ähnelt, wie klugerweise vor ein paar Jahren ein Auto-Journalist bei einem anderen Fahrzeug bemerkte, ist der Golf R entsprechend gut motorisiert.
	Traktion ist bei einem Fahrzeug mit Allrad eine Selbstverständlichkeit. Die 300 PS sind jederzeit gut mit dem Untergrund verhaftet, sodass ein nahezu neutrales Fahrverhalten entsteht. Schön, dass Volkswagen dem R eine Auswahl verschiedener Fahrmodi beschert hat. Einfach per Knopfdruck umzuschalten. Von Eco bis Race ist faktisch alles dabei, was das Herz begehrt. Allerdings nur in Verbindung mit der 1.015 Euro teuren adaptiven Fahrwerksregelung DCC und der noch einmal 123 Euro kostenden Fahrprofilauswahl.
	Selbst diese seltsame Aufpreispolitik tut dem Spaß keinen Abbruch. Schließlich wollen wir ja cruisen, racen und alles andere zwischendrin. Und cruisen kann der Volkswagen Golf R auf eine nahezu fantastische Art und Weise. Egal ober Stadt oder Landstraße, im Eco-Modus lag der Verbrauch bei unseren Testfahrten bei 7,6 Litern, ergo nur einen halben Liter höher, als von Volkswagen avisiert. Extrem zivilisiert und trotzdem der vielen PS bewusst, hat sich der bis dato stärkste Serien-Golf selbst für die klassischen Pendelfahrten qualifiziert.
Aus 1.984 ccm und vier Zylindern 221 kW (300 PS) zu zaubern, ist in unserer Zeit keine Kunst mehr. Dank Zwangsbeatmung per Turbolader steht dem Golf R ein massiges Drehmoment von 380 Nm in dem weitreichenden Drehzahlbereich von 1.800 bis 5.500 Nm zur Verfügung. Auf dieser Plattform, die, graphisch dargestellt, dem Ayers Rock in Australien ähnelt, wie klugerweise vor ein paar Jahren ein Auto-Journalist bei einem anderen Fahrzeug bemerkte, ist der Golf R entsprechend gut motorisiert. Traktion ist bei einem Fahrzeug mit Allrad eine Selbstverständlichkeit. Die 300 PS sind jederzeit gut mit dem Untergrund verhaftet, sodass ein nahezu neutrales Fahrverhalten entsteht. Schön, dass Volkswagen dem R eine Auswahl verschiedener Fahrmodi beschert hat. Einfach per Knopfdruck umzuschalten. Von Eco bis Race ist faktisch alles dabei, was das Herz begehrt. Allerdings nur in Verbindung mit der 1.015 Euro teuren adaptiven Fahrwerksregelung DCC und der noch einmal 123 Euro kostenden Fahrprofilauswahl. Selbst diese seltsame Aufpreispolitik tut dem Spaß keinen Abbruch. Schließlich wollen wir ja cruisen, racen und alles andere zwischendrin. Und cruisen kann der Volkswagen Golf R auf eine nahezu fantastische Art und Weise. Egal ober Stadt oder Landstraße, im Eco-Modus lag der Verbrauch bei unseren Testfahrten bei 7,6 Litern, ergo nur einen halben Liter höher, als von Volkswagen avisiert. Extrem zivilisiert und trotzdem der vielen PS bewusst, hat sich der bis dato stärkste Serien-Golf selbst für die klassischen Pendelfahrten qualifiziert.Foto: D. Stanka Im Race-Modus verwandelt sich unser zahmer Golf in einen Gepard mit lautem fauchen. Die Gasannahme ist so vehement, dass man sich in einem anderen Auto glaubt. Der Vorwärtssturm befördert den Golf R in 5,1 Sekunden handgeschaltet aus dem Stand
Ein Golf ist eben ein Golf. Dies gilt für den Golf R gleichermaßen. Mit all seinen praktischen Eigenschaften und all seinen Vorteilen der kinderleichten Bedienbarkeit.
	Hervorstechend sind der kräftig und breit wirkende Bug und die schwarzen Kühleinlässe.  Die Erkennbarkeit wird durch die Schriftzüge R am Grill sowie auf der Heckklappe und auf den vorderen Kotflügeln erreicht.
	Das Interieur unterscheidet sich auch nur durch wenige Details vom Normalo Golf. Die Instrumentenzeiger sind leuchten ebenso blau wie das Ambientelicht an den Einstiegleisten sowie den Türeinlässen. Das Lenkrad ist unten abgeflacht und die Sportsitze tragen das R-Logo. Alles andere ist wie gewohnt herrlich einfach bedienbar und zeichnet sich durch beste Ergonomie aus.
Ein Golf ist eben ein Golf. Dies gilt für den Golf R gleichermaßen. Mit all seinen praktischen Eigenschaften und all seinen Vorteilen der kinderleichten Bedienbarkeit. Hervorstechend sind der kräftig und breit wirkende Bug und die schwarzen Kühleinlässe.  Die Erkennbarkeit wird durch die Schriftzüge R am Grill sowie auf der Heckklappe und auf den vorderen Kotflügeln erreicht. Das Interieur unterscheidet sich auch nur durch wenige Details vom Normalo Golf. Die Instrumentenzeiger sind leuchten ebenso blau wie das Ambientelicht an den Einstiegleisten sowie den Türeinlässen. Das Lenkrad ist unten abgeflacht und die Sportsitze tragen das R-Logo. Alles andere ist wie gewohnt herrlich einfach bedienbar und zeichnet sich durch beste Ergonomie aus.Foto: D. Stanka  
                 
                 Foto: D. Stanka             

Form und Funktion

Fahrverhalten

Ausstattung

Fazit

Technische Daten: Volkswagen Golf R

Motor: 4-Zylinder-Benziner Getriebe: Sechsgang-Schaltung Hubraum: 1.984 ccm Leistung in kW/PS bei xy U/min: 221 kW (300 PS)/5.500 – 6.200 Max. Drehmoment: 380 Nm bei 1.800 – 5.500 Umdrehungen pro Minute Länge/Breite/Höhe: 4.276/1.799/1.436 in mm Radstand: 2.630 in mm
 Leergewicht: 1.476 kg
 Zul. Gesamtgewicht: 1.960 kg
 Kofferrauminhalt: 343 – 1.233 l
 Bereifung: 225/40 R 18
Felgen: 7,5 x 18″ Leichtmetall Beschleunigung: 5,1 Sekunden
 Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h
 Tankinhalt: 55 l
 Kraftstoffverbrauch Kombinierter Verkehr: 7,1 l auf 100 km Preis: 38.325 Euro inkl. MwSt. Dietmar Stanka Aribonenstraße 1 b D-81669 München