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Land Rover - Zeiten des Abschieds

Freitag, 13. Mär. 2015

Aus der Not heraus dengelten Ende der 1940er Jahre Arbeiter die ersten Land Rover aus Aluminium. Aus übrig gebliebenen Material aus dem Flugzeugbau des Zweiten Weltkriegs. Kurz vor dem Ende des wohl längsten Modellzyklus eines Automobils in seiner nahezu Grundform, schieben die Briten noch einmal sinnvolle Technik und edle Packages ins Programm.

Land Rover - Zeiten des AbschiedsEin Fahrbericht von unserem Autoredakteur Dietmar Stanka

Aus der Not heraus dengelten Ende der 1940er Jahre Arbeiter die ersten Land Rover aus Aluminium. Aus übrig gebliebenen Material aus dem Flugzeugbau des Zweiten Weltkriegs.

Kurz vor dem Ende des wohl längsten Modellzyklus eines Automobils in seiner nahezu Grundform, schieben die Briten noch einmal sinnvolle Technik und edle Packages ins Programm. Denn Ende 2015 ist Schluss mit dieser Ikone, gerade noch genug Zeit sich diesen Klassiker in die Garage zu stellen.

Form und Funktion

Fahrverhalten

Erlebnis Bowler

Ausstattung

Station Wagon 90 und 110 sind in der E und SE-Version zu bekommen, der lange 130 Crew Cab ausschließlich als E. Wir präferieren den SE aus mehreren Gründen. Da ist der luxuriösere Auftritt mit Leder-Stoff-Sitzen, der elektrischen Fensterhebern vorne sowie der Zentralverriegelung und die beheizbare Heckscheibe mit Wisch-Wasch-Anlage. Dazu kommen ein Gepäcknetz an der Hecktür, ein griffiges Lederlenkrad, Radio-CD mit Lautsprechern, USB und Bluetooth. Jegliche Expeditionsgelüste erfüllt Land Rover beim Defender mit einem Bündel an Sonderausstattungen. Einen erhöhten Luftansaugstutzen beispielsweise, Arbeitsscheinwerfer auf der Dachreling mit Flutlicht-Charakter oder die Elektrowinde, wenn im unwegsamen Gelände gar nichts mehr geht.

Foto: Robert W. Kranz                             
Man sollte noch einmal zuschlagen. Sich einen Land Rover Defender in die Garage stellen. Vielleicht im Black oder Silver Design-Paket. Oder vielleicht auf die ultimative Last Edition hoffen, die Mitte oder Ende 2015 kommen könnte. Denn solch ein pures Automobil wie den Defender wird es in absehbarer Zeit wohl nicht mehr geben.
Man sollte noch einmal zuschlagen. Sich einen Land Rover Defender in die Garage stellen. Vielleicht im Black oder Silver Design-Paket. Oder vielleicht auf die ultimative Last Edition hoffen, die Mitte oder Ende 2015 kommen könnte. Denn solch ein pures Automobil wie den Defender wird es in absehbarer Zeit wohl nicht mehr geben.Foto: D. Stanka  
Eine letzte große Bastion der Defender stellt Bowler Motorsport dar. Mit einem Defender 90 aus der Land Rover Challenge erlebten wir am Beifahrersitz und auch selbst am Steuer, wie Geländewagen fliegen lernen. Die auf gut 170 PS erstarkte Bolide, natürlich ein Rechtslenker, sind mit ähnlichen Sicherheitsstandards wie Rallye-Fahrzeuge ausgestattet. Käfig, Sechspunkt-Gurte sowie ein komplett leergeräumtes Auto.
	Das Moto-Cross-Gelände „Schwarze Pfütze“, staubig und knochentrocken an unserem Testtag, war die perfekte Kulisse für dieses Abenteuer. Die ersten, eher zögerlich gefahrenen Meter waren bald Geschichte. Nach der zweiten Runde war auch die ungewöhnliche Sitzposition kein Thema mehr und wir ließen der Bowler über Kuppen fliegen. Ein sensationelles Erlebnis, dass keinen Vergleich mit der noch so schärfsten Achterbahn fürchten muss.
Eine letzte große Bastion der Defender stellt Bowler Motorsport dar. Mit einem Defender 90 aus der Land Rover Challenge erlebten wir am Beifahrersitz und auch selbst am Steuer, wie Geländewagen fliegen lernen. Die auf gut 170 PS erstarkte Bolide, natürlich ein Rechtslenker, sind mit ähnlichen Sicherheitsstandards wie Rallye-Fahrzeuge ausgestattet. Käfig, Sechspunkt-Gurte sowie ein komplett leergeräumtes Auto. Das Moto-Cross-Gelände „Schwarze Pfütze“, staubig und knochentrocken an unserem Testtag, war die perfekte Kulisse für dieses Abenteuer. Die ersten, eher zögerlich gefahrenen Meter waren bald Geschichte. Nach der zweiten Runde war auch die ungewöhnliche Sitzposition kein Thema mehr und wir ließen der Bowler über Kuppen fliegen. Ein sensationelles Erlebnis, dass keinen Vergleich mit der noch so schärfsten Achterbahn fürchten muss.Foto: D. Stanka  
Den faktisch letzten Lebenszyklus im Modelljahr 2015 beendet der Defender mit einem bis dahin nicht erhältlichen Bündel an Sicherheitssystemen. ABS war ja schon, die elektronische Traktionskontrolle ETC auch, aber die dynamische Stabilitätskontrolle DSC ist ganz neu und für alle Modelle serienmäßig.
	Unter der eckigen Haube dieselt weiterhin der 2,2-Liter von Ford mit einer Leistung von 90 kW (122 PS). Fürs Gelände wie geschaffen, ist es auf der Autobahn bei 144 km/h Spitze Schluss. Eine Geschwindigkeit, die man auch bei höheren Leistungswerten nicht wirklich überschreiten würde.
	Bei unseren Testfahrten in der Nähe des unterfränkischen Bad Kissingen hatten wir mit einem 110 SE große Freude. Painted Black, wie die Rolling Stones es singen und mit einem Interieur, das schon fast an die teuren Brüder aus der Range Rover erinnerte. Angelehnt an die Tür, im Land Rover typischen Sitzstil mit dem militärisch angehauchten Namen „Command Viw“, düsten wir über Haupt- und Nebenstraßen sowie als lockere Übung, über ein paar Feldwege auf der Suche nach einem geeigneten Hintergrund.
Den faktisch letzten Lebenszyklus im Modelljahr 2015 beendet der Defender mit einem bis dahin nicht erhältlichen Bündel an Sicherheitssystemen. ABS war ja schon, die elektronische Traktionskontrolle ETC auch, aber die dynamische Stabilitätskontrolle DSC ist ganz neu und für alle Modelle serienmäßig. Unter der eckigen Haube dieselt weiterhin der 2,2-Liter von Ford mit einer Leistung von 90 kW (122 PS). Fürs Gelände wie geschaffen, ist es auf der Autobahn bei 144 km/h Spitze Schluss. Eine Geschwindigkeit, die man auch bei höheren Leistungswerten nicht wirklich überschreiten würde. Bei unseren Testfahrten in der Nähe des unterfränkischen Bad Kissingen hatten wir mit einem 110 SE große Freude. Painted Black, wie die Rolling Stones es singen und mit einem Interieur, das schon fast an die teuren Brüder aus der Range Rover erinnerte. Angelehnt an die Tür, im Land Rover typischen Sitzstil mit dem militärisch angehauchten Namen „Command Viw“, düsten wir über Haupt- und Nebenstraßen sowie als lockere Übung, über ein paar Feldwege auf der Suche nach einem geeigneten Hintergrund.Foto: D. Stanka Glänzend wie die schwarze Lackierung und die ebenfalls schwarzen Applikationen des Interieurs und das tiefe Schwarz des Dachhimmels die Fahreigenschaften des Land Rover Defender. Natürlich ist er laut. Natürlich zerrt der Seitenwind bei der Fah
Kantig, knochig und karg. So war der Land Rover konzipiert. Heute ist er schon fast ein Luxus-Geländewagen mit den zweifarbigen Ledersetzen, den getönten Scheiben und den Alston-Dachhimmel, der an Alcantara erinnert. Für den leichteren Ein- und Ausstieg sind Aluminium-Trittbretter verfügbar und mit den Paketen Black und Silver Design sowie den neuen Außenfarben Yulong White, Montalcino Red und Scotia Grey wird eine bis dato nicht gekannte Individualisierung des Defenders möglich.
	Das mag auch ein paar Käufer anziehen, denen der Land Rover Defender in vergangener Zeit viel zu puristisch war. Diese werden jedoch ob der faktisch nicht veränderten Robustheit und des über die Jahrzehnte kaum veränderten Fahrverhaltens möglicherweise enttäuscht werden. Der Defender war und ist kein Lifestyle-Automobil für die Soccer-Mums aus Grünwald und Blankenese.
Kantig, knochig und karg. So war der Land Rover konzipiert. Heute ist er schon fast ein Luxus-Geländewagen mit den zweifarbigen Ledersetzen, den getönten Scheiben und den Alston-Dachhimmel, der an Alcantara erinnert. Für den leichteren Ein- und Ausstieg sind Aluminium-Trittbretter verfügbar und mit den Paketen Black und Silver Design sowie den neuen Außenfarben Yulong White, Montalcino Red und Scotia Grey wird eine bis dato nicht gekannte Individualisierung des Defenders möglich. Das mag auch ein paar Käufer anziehen, denen der Land Rover Defender in vergangener Zeit viel zu puristisch war. Diese werden jedoch ob der faktisch nicht veränderten Robustheit und des über die Jahrzehnte kaum veränderten Fahrverhaltens möglicherweise enttäuscht werden. Der Defender war und ist kein Lifestyle-Automobil für die Soccer-Mums aus Grünwald und Blankenese.Foto: D. Stanka Dennoch schadet es nicht, mehr Farbe und auch ein bisschen Luxus ins Spiel zu bringen. Zumindest für die Station Wagon 90 und 110. Der 130er Crew Cab, mit Doppelkabine und beplanter Ladefläche der einzige Pick-up im Programm, ist und bleibt das

Fazit

Technische Daten: Land Rover Defender 110 Station Wagon SE

Motor: Vierzylinder-Diesel
 Getriebe: Sechsgang-Schaltung
 Hubraum: 2.198 ccm Leistung in kW/PS bei xy U/min: 90 kW (122 PS)/3.500 Max. Drehmoment: 360 Nm bei 2.000 Umdrehungen pro Minute Länge/Breite/Höhe: 4.785/1.511/2.000 in mm
 Radstand: 2.794 in mm
 Leergewicht: 2.064 kg
 Zul. Gesamtgewicht: 3.050 kg Kofferraumvolumen: 590 -1.850 l Bereifung: 235/85 R 16 
 Felgen: 6,5 x 16″ Stahl
 Beschleunigung: 15,8 Sekunden
 Höchstgeschwindigkeit: 145 km/h 
 Tankinhalt: 75 l
 Kraftstoffverbrauch Kombinierter Verkehr: 11,1 l auf 100 km Preis: 38.290 Euro inkl. MwSt. Dietmar Stanka Aribonenstraße 1 b D-81669 München