Rolls Royce Phantom - Klassisch inspiriert

Freitag, 13. Mär. 2015

Es mag einem länger erscheinen. Der Phantom von Rolls Royce erblickte in der jetzigen Formensprache tatsächlich erst 2003 das Licht der Welt. Vor knapp zwei Jahren, also neun Jahre nach der Markteinführung, wurde der Phantom II vorgestellt. Die Front geprägt durch die neuen Scheinwerfer, aus denen das Licht per LED strahlt.

Rolls Royce Phantom - Klassisch inspiriertEin Fahrbericht von unserem Autoredakteur Dietmar Stanka

 

Es mag einem länger erscheinen. Der Phantom von Rolls Royce erblickte in der jetzigen Formensprache tatsächlich erst 2003 das Licht der Welt. Vor knapp zwei Jahren, also neun Jahre nach der Markteinführung, wurde der Phantom II vorgestellt.

Die Front geprägt durch die neuen Scheinwerfer, aus denen das Licht per LED strahlt. Unter der Haube weiterhin der 12-Zylinder, der in seiner Basis von der Mutter BMW stammt und in ähnlicher Konfiguration auch einen 760i antreibt. Aber, so wirft Rolls Royce gerne ein, natürlich angefasst von den Ingenieuren im englischen Goodwood und dem nochmals höheren Anspruchsniveau dieser Luxusmarke angepasst.

Der Phantom steht an der Spitze der Rolls Royce Automobile und sämtlicher anderer Fahrzeuge auf dieser Welt. Ragt er mit normalem Radstand schon überall heraus, tut er das in der von 5,83 m auf 6,08 m gestreckten Variante erst recht. Wer von der schieren Größe erschreckt sein sollte, dem sei gesagt, dass sich der Rolls Royce Phantom locker und lässig durch noch so dichten Straßenverkehr bewegen lässt. Was man sich als Eigner eines solchen Prachtexemplars auch nicht nehmen lassen sollte. Warum immer Chauffeur, wenn selbstfahren so viel Laune machen kann?Foto: D. Stanka  
Rein theoretisch ist es denkbar, sich einen Rolls Royce Phantom ohne weitere Optionen zu erwerben. Schließlich kauft man sich ein Fahrzeug, das mit einem Kaufpreis von mehr als 368.000 Euro eine umfangreiche Serienausstattung besitzt. Das fantastische Bespoke-Angebot ist jedoch zu verlockend und animierend, als dass man daran vorbeigehen könnte. Es müssen ja nicht immer die Stickereien des eigenen Wappens in den Kopfstützen sein. Oder eine echt goldene „Spirit of the Ghost“. Hübsch ist dagegen eine zweifarbige Lackierung, von Rolls Royce Twotone genannt. Egal ob Metal oder Klassik Fan, die Entscheidung für eine HiFi-Anlage höchster Güte muss fallen. Der Klangkörper des Phantom gleicht einem Konzertsaal und die Abstimmung der Toningenieure ist allererste Sahne.Foto: D. Stanka  
Es gilt der weise Spruch von Rolls Royce aus früheren Tagen. Angesprochen auf die Leistung eines Rolls Royce lautete die Antwort lapidar, ausreichend. Heute werden die Werte kundgetan. 338 kW (460 PS) werden mit einer Kraft von 720 Nm in Richtung der Achtgang-Automatik von ZF geleitet. Das genügt für einen fulminanten Sprintfaktor von 5,9 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Diesen Wert kann aber genauso schnöde behandelt werden, wie die auf 240 km/h abgeriegelte Höchstgeschwindigkeit. Denn mit einem Rolls Royce Phantom gleitet und schwebt man zwischen den anderen Verkehrsteilnehmern. Auch nur ansatzweise aggressives Verhalten bleibt im Keim erstickt. Die erhabene Sitzposition sorgt ebenso wie die Ruhe im Fahrzeuginneren für eine Art von Tiefenentspannung. Nichts desto trotz kann der Phantom auch mal schnell für einen Überholvorgang aktiviert werden. Auf Autobahnen sind Geschwindigkeiten zwischen 160 und 200 km/h angenehm. Der leer rund 2,6 Tonnen schwere Phantom ist schließlich kein Kurvenjäger, sondern das ultimative Reisefahrzeug bester Güte. Auf Landstraßen ist die dort erlaubte Geschwindigkeit das Maß der Dinge. Die wenig Rückmeldung gebende und sich sehr weich anfühlende Lenkung muss respektiert werden.Foto: D. Stanka  
Es ist schon eine Kunst, mit einem Rolls Royce Phantom den Alltag zu bewältigen. Mit einer Länge von 5,84 m ragt dieses Automobil aus jeder Parklücke heraus. Parkhäuser sollten gemieden werden und selbst auf dem heimischen Tiefgaragenstellplatz schaute der Phantom vorwitzig heraus. Problemlos aber trotz dieser Maße, die Beherrschbarkeit des Phantoms. Die ungemein leichtgängige Lenkung macht den Phantom perfekt manövrierbar. Ist die Länge schon beeindruckend, so ist es der Anblick des mächtigen Kühlergrills umso mehr. Auf ihm thront, aber nur bei geöffnetem Fahrzeug, "The Spirit of the Ghost". Die geflügelte Dame, im Volksmund gerne als Emily betituliert, verschwindet nach dem Schließen in der Versenkung. Unsichtbar und fern ab von Vandalen oder auch Sammlern. Öffnet man die riesig erscheinenden und entsprechend schweren Türen, zeigt sich ein Clubraum der Superlative. Wunderbares, in feinstem Leder bezogenes Gestühl, getoppt mit dem kuscheligen Lammwollteppichen, für Schuhwerk viel zu schade. Besser ist es, sich diesem zu entledigen und die nackten Füße in den hohen Flor einsinken zu lassen.Foto: D. Stanka Bespoke nennt Rolls Royce das Individualisieren seiner Fahrzeuge. 8 von 10 von Phantoms verlassen je nach Kundenwunsch verändert die Werkshallen in Goodwood. Bespoke kennt faktisch keine Grenzen in der Umsetzung noch so verrückter Ideen. Besond
Foto: D. Stanka  
                    Foto: D. Stanka  

Form und Funktion

Fahrverhalten

Ausstattung

Fazit

Technische Daten: Rolls Royce Phantom

Motor: 12-Zylinder-Benziner Getriebe: Achtgang-Automatik Hubraum: 6.749 ccm Leistung in kW/PS bei xy U/min: 338 kW (460 PS)/5.350 Max. Drehmoment: 720 Nm bei 3.500 Umdrehungen pro Minute Länge/Breite/Höhe: 5.842/1.990/1.638 in mm Radstand: 3.570 in mm Leergewicht: 2.560 kg Zul. Gesamtgewicht: 3.110 kg Kofferrauminhalt: 460 l Bereifung: 255/50 R 21 vorne, 285/45 R21 hinten Felgen: 8 x 21″ vorne, 9,5 x 21″ hinten Leichtmetall Beschleunigung: 5,9 Sekunden Höchstgeschwindigkeit: 240 km/h Tankinhalt: 82,5 l Kraftstoffverbrauch Kombinierter Verkehr: 15,9 l auf 100 km Preis: 368.553 Euro inkl. MwSt. Dietmar Stanka Aribonenstraße 1 b D-81669 München