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McLaren 650S Spider - Über den Wolken

Montag, 16. Mär. 2015

War der 12C von McLaren tatsächlich eine Art Übung um den optimalen Supersportler zu kreieren? Mike Flewitt, CEO von McLaren Automotive, rutschte tatsächlich sinngemäß so ein Satz heraus. Unserer Ansicht nach war und ist der 12C ein echt cooler Sportwagen. Der 650S übertrifft ihn aber tatsächlich in fast allen Facetten. Ganz nach dem Motto: "Das Bessere ist des Guten Feind." Dennoch darf der 12C weiter existieren. Ein bisschen günstiger und nicht wirklich schlechter. Der 650S ist noch ein bisschen optimaler und noch kompromissloser.

McLaren 650S Spider - Über den WolkenEin Fahrbericht von unserem Autoredakteur Dietmar Stanka

War der 12C von McLaren tatsächlich eine Art Übung um den optimalen Supersportler zu kreieren? Mike Flewitt, CEO von McLaren Automotive, rutschte tatsächlich sinngemäß so ein Satz heraus.

Form und Funktion

Fahrverhalten

Ausstattung

Da geht schon noch was, um einen 650S Spider in Richtung 300.000 Euro zu treiben. Die Carbon-Fetischisten unter uns werden einiges finden, um ihrer Liebe zu huldigen. Wichtig erscheinen uns unter anderem die vorderen und hinteren Parksensoren sowie die Rückfahrkamera, die für 1.930 bzw. 1.210 Euro auf der Liste stehen. Für steile Tiefgaragenabfahrten empfiehlt sich der Vehicle Lifter für 4.280 Euro, der den Vorderwagen anhebt. Verzichtet werden kann auf das Meridian Sourround Sound Upgrade, da für den Klang eines McLaren 650S einzig und allein der Motor verantwortlich sein sollte.

Fazit

Technische Daten: McLaren 650S Spider

Motor: V8-Benziner Getriebe: Siebengang-Automatik Hubraum: 3.799 ccm Leistung in kW/PS bei xy U/min: 478 kW (650 PS)/7.250 Max. Drehmoment: 678 Nm bei 6.000 Umdrehungen pro Minute Länge/Breite/Höhe: 4.512/2.093/1.203 in mm Radstand: 2.670 in mm Leergewicht: 1.370 kg Zul. Gesamtgewicht: 1.695 kg Kofferraumvolumen: 144 l vorne, bei geschlossenem Dach hinten 52 Liter Bereifung: 235/35 R 19 vorne, 305/30 R 20 hinten Felgen: 8,5 x 19″ vorne, 11 x 20″ hinten, Alu geschmiedet Beschleunigung: 3,0 Sekunden Höchstgeschwindigkeit: 329 km/h Tankinhalt: 72 l Kraftstoffverbrauch Kombinierter Verkehr: 11,7 l auf 100 km Preis: 255.000 Euro inkl. MwSt.

               
               Foto: D. Stanka                
Werden Sie gerne fotografiert und gefilmt? Dann kaufen Sie sich einen McLaren. Es gibt wenige, nein, sehr wenige Automobile auf dieser Welt, die öfters von Kameras abgelichtet werden. Im Gegensatz zu Promis jedwelcher Couleur ist man mit dem 650S schneller entschwunden, als so manches schussbereites Smartphone gezückt werden kann.
	Formel 1 auf der Straße? Viel mehr als das. Denn im Gegensatz zu den in der Saison 2014 gefahrenen Rennwagen, kann der McLaren 650S mit echt coolem Sound auftrumpfen. Und mit einem zweiten Sitz für die Liebste nebendran. Auch Kofferraum ist vorhanden. Üblicherweise in der Mulde vorne. Reicht für den Trip irgendwohin. Denn wohin wir mit dem McLaren 650S Spider fahren ist egal. Denn diese Kiste macht immer und überall Spaß!
Werden Sie gerne fotografiert und gefilmt? Dann kaufen Sie sich einen McLaren. Es gibt wenige, nein, sehr wenige Automobile auf dieser Welt, die öfters von Kameras abgelichtet werden. Im Gegensatz zu Promis jedwelcher Couleur ist man mit dem 650S schneller entschwunden, als so manches schussbereites Smartphone gezückt werden kann. Formel 1 auf der Straße? Viel mehr als das. Denn im Gegensatz zu den in der Saison 2014 gefahrenen Rennwagen, kann der McLaren 650S mit echt coolem Sound auftrumpfen. Und mit einem zweiten Sitz für die Liebste nebendran. Auch Kofferraum ist vorhanden. Üblicherweise in der Mulde vorne. Reicht für den Trip irgendwohin. Denn wohin wir mit dem McLaren 650S Spider fahren ist egal. Denn diese Kiste macht immer und überall Spaß!Foto: D. Stanka  
0 auf 200 km/h in 8,6 Sekunden! Noch Fragen? Nun gut, die 300 erreicht der 650S in 26,5 Sekunden. Halt? Okay, die Karbon-Keramik-Bremsen entschleunigen den McLaren beispielsweise von 100 km/h auf 0 innerhalb von 30,5 Metern. Von den für viele Leser möglicherweise noch ganz selten erlebten 300 km/h benötigt der 650S gerade einmal 271 m. Die neue 747-8 der Lufthansa hat beispielsweise beim Landeanflug auf LAX (Los Angeles) ein Gewicht von 290 Tonnen und ein Aufsetzgeschwindigkeit von rund 270 bis 280 km/h. Der Anhalteweg beträgt schlappe 2.100 m!
	Tröge Daten, her mit der Praxis. Ein McLaren ist pures Racing, das mit dem oben erwähnten Einstieg beginnt. Der Druck auf dem Starterknopf lässt selbst AC/DC, Metallica und Co. erblassen. Der infernale Sound aus dem Biturbo-beatmeten V8 vor der Hinterachse, aber direkt hinter den Sitzschalen gelegen, lässt die Freude in sämtliche Körperöffnungen strömen.
	Gang per Knopfdruck auf D einrasten lassen. Ach ja, einen Wahlhebel oder ähnlichen Nonsens sucht man in einem McLaren vergeblich. In der Mittelkonsole befinden sich unter anderem drei Knöpfe mit den Buchstaben R, D und N. Diese gedrückt rollt der McLaren 650S entweder rückwärts, vorwärts oder gar nicht. Zum Parken wird die elektronische Feststellbremse gezurrt.
	Wollten wir nicht fahren? Klar doch. Für den Anfänger empfiehlt es sich, den Gasfuß vorsichtig nach unten zu bewegen. Denn die Kiste schießt los, so als wenn Schmitz Katze nur ein lahmer Esel ist. Wollen wir es offen genießen? Logo. Okay, etwas spät, aber dennoch. Diesen McLaren 650S gibt es ebenso wie den 12C in offen und als Coupé. Geschmacksfrage? Ne, eher die Frage nach dem Geldspeicher. Denn der Spider kostet nun mal 255.000 Euro. Schlappe 23.500 Euro mehr als das Coupé.
	Mag ich mir in dieser Kategorie den Fahrspaß wegen ein paar bunt bedruckter Geldscheine vermiesen lassen? Geht ja wohl gar nicht. Denn das Fahrerlebnis mit einem Spider ist immer offen. Außer wenn es Cats and Dogs regnet. Aber wann tut es dann schon? Also. Dach runter. Heckscheibe runter. Rumoren aus den acht Töpfen. Dach oben, Heckscheibe immer noch unten. Es rumort immer noch. Alles oben. Fast schon langweilig.
0 auf 200 km/h in 8,6 Sekunden! Noch Fragen? Nun gut, die 300 erreicht der 650S in 26,5 Sekunden. Halt? Okay, die Karbon-Keramik-Bremsen entschleunigen den McLaren beispielsweise von 100 km/h auf 0 innerhalb von 30,5 Metern. Von den für viele Leser möglicherweise noch ganz selten erlebten 300 km/h benötigt der 650S gerade einmal 271 m. Die neue 747-8 der Lufthansa hat beispielsweise beim Landeanflug auf LAX (Los Angeles) ein Gewicht von 290 Tonnen und ein Aufsetzgeschwindigkeit von rund 270 bis 280 km/h. Der Anhalteweg beträgt schlappe 2.100 m! Tröge Daten, her mit der Praxis. Ein McLaren ist pures Racing, das mit dem oben erwähnten Einstieg beginnt. Der Druck auf dem Starterknopf lässt selbst AC/DC, Metallica und Co. erblassen. Der infernale Sound aus dem Biturbo-beatmeten V8 vor der Hinterachse, aber direkt hinter den Sitzschalen gelegen, lässt die Freude in sämtliche Körperöffnungen strömen. Gang per Knopfdruck auf D einrasten lassen. Ach ja, einen Wahlhebel oder ähnlichen Nonsens sucht man in einem McLaren vergeblich. In der Mittelkonsole befinden sich unter anderem drei Knöpfe mit den Buchstaben R, D und N. Diese gedrückt rollt der McLaren 650S entweder rückwärts, vorwärts oder gar nicht. Zum Parken wird die elektronische Feststellbremse gezurrt. Wollten wir nicht fahren? Klar doch. Für den Anfänger empfiehlt es sich, den Gasfuß vorsichtig nach unten zu bewegen. Denn die Kiste schießt los, so als wenn Schmitz Katze nur ein lahmer Esel ist. Wollen wir es offen genießen? Logo. Okay, etwas spät, aber dennoch. Diesen McLaren 650S gibt es ebenso wie den 12C in offen und als Coupé. Geschmacksfrage? Ne, eher die Frage nach dem Geldspeicher. Denn der Spider kostet nun mal 255.000 Euro. Schlappe 23.500 Euro mehr als das Coupé. Mag ich mir in dieser Kategorie den Fahrspaß wegen ein paar bunt bedruckter Geldscheine vermiesen lassen? Geht ja wohl gar nicht. Denn das Fahrerlebnis mit einem Spider ist immer offen. Außer wenn es Cats and Dogs regnet. Aber wann tut es dann schon? Also. Dach runter. Heckscheibe runter. Rumoren aus den acht Töpfen. Dach oben, Heckscheibe immer noch unten. Es rumort immer noch. Alles oben. Fast schon langweilig.Foto: D. Stanka  
McLaren zelebriert seinen ureigenen Design-Ethos. "Form follows function." Form folgt Funktion. Nichts Neues in der automobilen Welt, bei Sportwagen höchster Güte mag sich das seltsam lesen. Was bei Minivans der kastenhaften Auftritt ist, zeigt sich bei dem McLaren 650S mit integrierten Frontsplittern für besseren Abtrieb. Oder den Luftleitlamellen an der unteren Kante der Flügeltüren - Spektakel - und ganz klar: den sich bei Entschleunigung über 0,5 g selbsttätig aufstellenden Heckspoiler.
	Einsteigen mag geübt werden. Sich lang machen, Beine strecken und dann fallen lassen. Schwups ist die fast schon perfekte Sitzposition erreicht. Ein bisschen an der Längenverstellung der 6.030 Euro teuren Carbon-Sportsitze rütteln und das Lenkrad elektrisch vertikal und horizontal anpassen. Diese Sitze sollten es schon sein. Denn wenn schon Sport, dann richtig.
	Wir wollen doch nicht verweichlichen in einem fast schon Formel-1-Rennwagen. Ist doch McLaren neben Ferrari und Mercedes-Benz der einzige Hersteller dieser angeblich so hochkärtigen Rennserie, der auch richtige Autos entwickelt und baut. So kann sich jeder McLaren-Fahrer mit Recht rühmen, einen echten Sportwagen zu steuern.
McLaren zelebriert seinen ureigenen Design-Ethos. "Form follows function." Form folgt Funktion. Nichts Neues in der automobilen Welt, bei Sportwagen höchster Güte mag sich das seltsam lesen. Was bei Minivans der kastenhaften Auftritt ist, zeigt sich bei dem McLaren 650S mit integrierten Frontsplittern für besseren Abtrieb. Oder den Luftleitlamellen an der unteren Kante der Flügeltüren - Spektakel - und ganz klar: den sich bei Entschleunigung über 0,5 g selbsttätig aufstellenden Heckspoiler. Einsteigen mag geübt werden. Sich lang machen, Beine strecken und dann fallen lassen. Schwups ist die fast schon perfekte Sitzposition erreicht. Ein bisschen an der Längenverstellung der 6.030 Euro teuren Carbon-Sportsitze rütteln und das Lenkrad elektrisch vertikal und horizontal anpassen. Diese Sitze sollten es schon sein. Denn wenn schon Sport, dann richtig. Wir wollen doch nicht verweichlichen in einem fast schon Formel-1-Rennwagen. Ist doch McLaren neben Ferrari und Mercedes-Benz der einzige Hersteller dieser angeblich so hochkärtigen Rennserie, der auch richtige Autos entwickelt und baut. So kann sich jeder McLaren-Fahrer mit Recht rühmen, einen echten Sportwagen zu steuern.Foto: D. Stanka Der so manches interessante Feature bietet. Wie beispielsweise die Bedienung der Klimaautomatik an den Türgriffen. Dort wo bei anderen Autos die Schalter für die Fensterheber und die Außenspiegeleinstellungen angebracht sind. Oder der hochkant
Unserer Ansicht nach war und ist der 12C ein echt cooler Sportwagen. Der 650S übertrifft ihn aber tatsächlich in fast allen Facetten. Ganz nach dem Motto: "Das Bessere ist des Guten Feind." Dennoch darf der 12C weiter existieren. Ein bisschen günstiger und nicht wirklich schlechter. Der 650S ist noch ein bisschen optimaler und noch kompromissloser.
Unserer Ansicht nach war und ist der 12C ein echt cooler Sportwagen. Der 650S übertrifft ihn aber tatsächlich in fast allen Facetten. Ganz nach dem Motto: "Das Bessere ist des Guten Feind." Dennoch darf der 12C weiter existieren. Ein bisschen günstiger und nicht wirklich schlechter. Der 650S ist noch ein bisschen optimaler und noch kompromissloser.Foto: D. Stanka  

Wirtschaftsdaten

McLaren Automotive mit Sitz in Woking/UK plant konservativ. Die Jahresproduktion lag 2012 und 2013 bei 1.400 Fahrzeugen. Auch für 2014 ist keine höhere Kapazitätsauslastung geplant. Und das, obwohl die Mitarbeiterzahl von 750 im Jahr 2012 auf 1.500 im laufenden Jahr steigen soll. Der maximale Produktionsausstoß liegt bei 4.000 Einheiten per anno. Durchaus denkbar, dass mit dem neuen 650S die Erwartungen übertroffen werden. Die 50 Handelsbetriebe weltweit sollen im Lauf des Jahres auf 70 ausgebaut werden. Bis 2018 sind 110 Verkaufs- und Servicestellen anvisiert. Die größten Märkte sind die USA, China und arabische Länder. In Deutschland wurden von den 5 Händlern, die in München, Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt und Düsseldorf ansässig sind, 140 Einheiten verkauft. Bis 2016 sollen 2 weitere Betriebe eröffnet werden. Dietmar Stanka Aribonenstraße 1 b D-81669 München