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Suzuki SX4 S-Cross – Ein ehrliches Automobil

Montag, 16. Mär. 2015

Suzuki SX4 S-Cross – Ein ehrliches AutomobilEin Fahrbericht von unserem Autoredakteur Dietmar Stanka

Gänzlich unbekannt ist der neue Suzuki SX4 S-Cross nicht mehr. Wir berichteten von diesem Crossover bereits im März, als dieses Fahrzeug auf dem Genfer Autosalon seine Weltpremiere feierte.

Damals noch ohne Zusatz S-Cross. Wobei diese Bezeichnung Sinn macht, wird doch der 2006 in den Markt eingeführte SX4 als Classic weitergebaut. Von diesem, ein Segment tiefer eingestuften Automobil erbte das neue Fahrzeug den eigentlichen Produktnamen SX4. S für Suzuki, X und die 4 für Allrad. Und das, obwohl beide auch als Fronttriebler zu ordern sind.

Form und Funktion

Über Geschmack und Design lässt sich trefflich streiten und diskutieren. Das gilt auch für den Suzuki SX4 S-Cross. Sein Bild als Crossover oder auch SUV ist klar gezeichnet. Vielleicht ein wenig zu brav und konservativ. Möglicherweise genau das, was die für das Jahr 2014 angepeilten 10.000 Käufer in Deutschland erwarten. Ein bereits in der Basis gut ausgestattetes Wägelchen mit viel Platz und einem dem Produkt entsprechenden Preisgefüge, das mit dem Einstiegsmodell bei 19.490 Euro beginnt.

 Suzuki SX4 S-Cross
 Suzuki SX4 S-CrossFoto: D. Stanka                           

Fahrverhalten

Das Fahrwerk ist gut abgestimmt, die Wankneigungen gering und die Übersichtlichkeit passt ebenfalls. In der Summe fahrdynamischer Eigenschaften ist der Suzuki SX4 S-Cross seiner Klasse entsprechend positioniert. Nach Angaben von Suzuki ist der Für den SX4 S-Cross werden vom Start weg nur zwei Motoren angeboten. Ein Benziner und ein Diesel, jeweils mit 1,6 Litern Hubraum und 88 kW (120 PS). Unser klarer Favorit war bei den ersten Testfahrten Ende September in und um Barcelona der Selbstzünder. 320 Nm Drehmoment bewegen den relativ leichten SX4 S-Cross (B: etwa 1,2 Tonnen, D: zw. 1,3 und 1,4 Tonnen) besser, als die schwachen 156 Nm des Benziners.    Dennoch wird ein größerer Anteil der Kundschaft den Benziner bevorzugen. Mit rund 60:40 rechnet Suzuki. Allrad vs. Frontantrieb wird sich mit 50:50 die Waage halten. Mit dem Dieselmotor ist ausschließlich ein manuelles Sechsgang-Getriebe verbunden, der Benziner muss mit fünf Gängen vorlieb nehmen. Dafür steht zusätzlich in der Optionsliste für 1.500 Euro ein CVT-Getriebe zur Verfügung.

Suzuki SX-4 S-Cross Front
Suzuki SX-4 S-Cross FrontFoto: D. Stanka

Ausstattung

Das Interieur ist wie von einem Suzuki gewohnt eher schlicht und ergonomisch zu nennen. Dem im Magyar Suzuki Werk im ungarischen Esztergon gebauten Fahrzeug wurde ein der Klasse passender Materialmix aus weichen und harten Kunststoffen eingebaut.

Suzuki SX-4 S-Cross Cockpit
Suzuki SX-4 S-Cross CockpitFoto: D. Stanka

Sieben Airbags, ABS und ESP sind die Sicherheitskomponenten eines jeden SX4 S-Cross. Dazu kommen eine Klimaanlage ein Audiosystem und sogar die Berganfahrhilfe. Gleichwohl ist in allen SX4 S-Cross die Start-Stopp-Automatik ebenfalls Serie. Wie bei Suzuki üblich, nennt sich die Basisausstattung Club und kostet als frontangetriebener Benziner 19.490 und als adäquater Diesel 21.690 Euro. Die 2.200 Euro Preisdifferenz gelten immer, genau wie auch der Unterschied von 1.700 Euro, die für den Allradantrieb fällig werden.

Suzuki SX-4 S-Cross Kofferraum
Suzuki SX-4 S-Cross KofferraumFoto: D. Stanka

Fazit

Comfort und Comfort+ ergänzen die Basis und dürfen sich beispielsweise mit einer Klimaautomatik, Leichtmetallfelgen und in der teuersten Variante mit Bi-Xenon und einem zweigeteilt zu öffnenden Panorama-Glasdach schmücken.

Suzuki SX-4 S-Cross Heck
Suzuki SX-4 S-Cross HeckFoto: D. Stanka  

Er mag ein bisschen in der großen Masse der vielfachen Angebote in diesem Fahrzeugsegment untergehen. Der Suzuki SX4 S-Cross ist ein ehrliches und bodenständiges Auto für Menschen, die nicht auffallen wollen. Es sei denn, sie haben beispielsweise den Farbton Crystal Lime Metallic gewählt. Die Lackierung unseres Testwagens. Preislich liegt der Japaner im Umfeld seiner Mitbewerber, die Ausstattung ist reichhaltig. Einige mittlerweile schon fast obligatorisch scheinende Fahrassistenzsystem wie beispielsweise ein Toter-Winkel-Warner sind nicht zu bekommen. Da sollte sich Suzuki was einfallen lassen.

Technische Daten: Suzuki Grand Vitara 1,6 DDIS 4x4 Comfort+

Motor 4-Zylinder-Diesel
Getriebe Sechsgang-Schaltung
Hubraum 1.598 ccm
Leistung in kW/PS bei xy U/min 88 kW (120 PS)/3.750
Max. Drehmoment 320 Nm bei 1.750 Umdrehungen pro Minute
Länge/Breite/Höhe 4.300/1.765/1.580 in mm
Radstand 2.600 in mm
Leergewicht 1.380 kg
Zul. Gesamtgewicht 1.870 kg
Kofferraumvolumen 430 – 1.269 l
Bereifung 205/50 R 17
Felgen 6,5 x 17″ Leichtmetall
Beschleunigung 13,0 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit 175 km/h
Tankinhalt 47 l
Kraftstoffverbrauch Kombinierter Verkehr 4,4 l auf 100 km (Euro5)
Preis 28.990 Euro inkl. MwSt.

Dietmar Stanka Aribonenstraße 1 b D-81669 München