Volkswagen Amarok Canyon - Martialischer

Montag, 16. Mär. 2015

Volkswagen Amarok Canyon - Einfach martialischerEin Fahrbericht von unserem Autoredakteur Dietmar Stanka

Mit dem Pick-up namens Amarok hat Volkswagen Nutzfahrzeuge ein echtes Erfolgsmodell aufgelegt. 2010 wurde das über 5 m lange Fahrzeug in den Markt eingeführt, mehr als 84.000 Einheiten wurden bis dato weltweit verkauft.

Nunmehr für den europäischen Markt nicht mehr in Argentinien, sondern am Heimatstandort Hannover produziert, wird die Palette ab sofort mit dem Sondermodell Canyon erweitert. Volkswagen sieht mit dem Canyon weitere Chancen den Absatz zu steigern und denkt dabei insbesondere an ein Klientel, die einen Pick-up aus Lifestyle-Gründen fahren und robuste Eigenschaften sowie Allradantrieb bevorzugen.

Form und Funktion

Fahreigenschaften

Ausstattung

Mit vier Verzurrösen in den Laderaumecken ist die 2,52 m² große Ladefläche bestückt. Diese ist insgesamt 1.555 mm lang und 1.620 mm breit. Die Breite zwischen den Radkästen beträgt 1.222 mm und lässt genügend Platz für Europaletten, die 1,2 x 0,8 m groß sind. Die maximale Nutzlast liegt bei 889 kg. Zum Schutz der Ladefläche gibt es eine robuste Beschichtung und die abschließbare Heckklappe verhindert zusammen mit dem optionalen Hardtop unbefugte Zugriffe. Auf den Achsen sind die 17"-Leichtmetallrä̈der "Roca" mit der profilstarken All-Terrain-Bereifung³ montiert und neben dem auffälligen Copper Orange stehen die Lackierungen Natural Grey Metallic, Starlight Blue Metallic, Deep Black Perleffekt, Candy-Weiß, Sandbeige Metallic und Reflexsilber Metallic zur Verfügung.

 Foto: Stephan Lindloff                             
Der Amarok wurde von Volkswagen Nutzfahrzeuge nie als reines Arbeitstier konfiguriert. Schließlich kann ein Pickup mehr, als nur auf Baustellen oder in Wald und Flur seine Stärken ausspielen. Mit dem Canyon stellt sich der Amarok als Lifestyle-Fahrzeug auf, das trotz des coolen Auftritts keine Einbußen in Sachen Geländegängigkeit hinnehmen muss. Die Preisspanne reicht von 38.371,55 bis 43.214,85 Euro und mit ein paar Extras kommen locker noch ein paar Tausender dazu. So positioniert, wird der Canyon seinen Status als Sondermodell durchaus gerecht.Foto: Stephan Lindloff  
Dass sich der Amarok auf befestigten wie auch unbefestigten Terrain gut bewegen lässt, haben wir in vorangegangenen Fahrberichten bereits festgestellt. Für unsere Ausfahrt mit dem Amarok Canyon waren wir in der Nähe von Megève in den französischen Alpen auf mehr als 1.800 m unterwegs. Über Stock und Stein auf teilweise matschigem Untergrund machte der Amarok auch auf den engen Almwegen trotz seiner schieren Größe eine gute Figur. Unterwegs waren wir mit dem 132 kW (180 PS) starken 2-Liter-Diesel mit manueller Sechsgang-Schaltung, der ab 41.120,45 Euro zu haben ist. Der Biturbo produziert ein Drehmoment von 400 Nm, das ab 1.500 Umdrehungen pro Minute zur Verfügung steht. Das garantiert gute Geländeeigenschaften sowie eine Steigleistung von 45 Prozent. Wird die Achtgang-Automatik gewählt, stehen sogar 420 Nm an. Der schwächere Selbstzünder mit 103 kW (140 PS) entwickelt immerhin noch 340 Nm ab 1.600 Touren. Zwei unterschiedliche Kraftübertragungen, permanenter Allradantrieb bzw. zuschaltbarer Allradantrieb, beides wie bei Volkswagen üblich 4MOTION genannt, stehen zur Auswahl. Der Amarok mit zuschaltbarem Allradantrieb ist durch eine rote 4 im Schriftzug kenntlich gemacht und bedient sich der im Pick-up-Segment üblichen Klauenkupplung. Diese aktiviert per Tastendruck einen starren Durchtrieb zu den Achsen. Mit einer zuschaltbaren Geländeuntersetzung sind selbst schwierigste Offroad-Passagen zu meistern.Foto: Stephan Lindloff Eine schwarze 4 kennzeichnet den permanenten Allradantrieb des Amarok Canyon. Das Torsen-Differenzial verteilt die Antriebskräfte bedarfsgerecht zwischen Vorder- und Hinterachse. In der Grundeinstellung beträgt das Verhältnis 40:60. Beide
Der Amarok Canyon ist ausschließlich mit der Doppelkabine zu ordern, deren Innenleben mit speziellen Farbgebungen neue Akzente setzt. So ist zum Beispiel die Blende der Instrumententafel in einem matten Chrom gehalten, die Teilledersitze sind zweifarbig und die Ziernähte an Lenkrad und Schalthebel sind ebenfalls farbig abgesetzt. Gleiches gilt für die ringförmigen Luftausströmer und die Gurtbänder.Foto: Stephan Lindloff Äußerlich sind abgedunkelte Rückleuchten, der lackierte Unterfahrschutz, schwarz abgesetzte Radläufe sowie die Schriftzüge Canyon an Türen und Heckklappe die Unterscheidungsmerkmale. Besonders cool ist der aufpreispflichtige Lampenbügel (

Fazit

Technische Daten: Volkswagen Amarok Canyon 4MOTION

Motor: 4-Zylinder-Diesel Getriebe: Sechsgang-Schaltung Hubraum: 1.968 ccm Leistung in kW/PS bei xy U/min: 132 kW (180 PS)/4.000 Max. Drehmoment: 400 Nm bei 1.500 – 2.250 Umdrehungen pro Minute Länge/Breite/Höhe: 5.254/1.954/1.834 in mm Radstand: 3.095 in mm Leergewicht: 1.980 – 2.366kg Zul. Gesamtgewicht: 2.820 kg Ladefläche: 2,52 m² Bereifung: 245/70 R 17 vorne Felgen: 7 x 17″ Leichtmetall Beschleunigung: 11,0 Sekunden Höchstgeschwindigkeit: 178 km/h Tankinhalt: 80 l Kraftstoffverbrauch Kombinierter Verkehr: 7,8 l auf 100 km Preis: 41.120,45 Euro inkl. MwSt. Dietmar Stanka Aribonenstraße 1 b D-81669 München