Subaru BRZ Sport – Nimm mich hart

Subaru BRZ Neuwagen

Subaru BRZ Sport – Nimm mich hart

Ein Fahrbericht von unserem Autoredakteur Dietmar Stanka

Klein, leicht, schnell und puristisch. Der Subaru BRZ erfüllt die Eigenschaften eines Sportcoupés, die in Vergessenheit geraten sind. Hinterradantrieb, Boxermotor und ein eng geschnittenes Cockpit. Verpackt in eine Karosse, die zu allen Ehren gereicht ein Sportler alter Schule zu sein.

Ein Klassiker jetzt schon, zusammen mit seinen Kumpels Toyota GT86 und Scion FR-S. 147 kW (200 PS) leistet der kompakt bauende Motor, der, bedingt durch seinen niedrigen Schwerpunkt, eine extrem flache Bauweise zulässt. Schaltfaule werden nicht so begeistert sein. Das Drehmoment von 205 Nm steht erst zwischen 6.400 und 6.600 Umdrehungen pro Minute zur Verfügung, was entsprechende Arbeit voraussetzt.

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Fahreindrücke

Ein echter Sauger, der viel Drehzahlen braucht und dann so richtig Freude bereitet. Kurz und knackig zu schalten, ist der BRZ ein modernes Urgestein automobiler Sportwagenkunst. Ordentlich kernig der Sound und gierig nach den kurvenreichen Strecken, die sich mit dem sportlich abgestimmten Fahrwerk wie auf Schienen fahren lassen. In den Adelsstand sportlicher Fortbewegung erhebt sich der BRZ auf verschneiten und glatten Straßen.

Da sind Scheibenwischer an den Seitenscheiben gefragt und das Herz eines jeden Quertreibers schlägt bis zum Hals. Für die Quertreiberei und auch für die zügige Fahrt über Land macht es Sinn, den „VSC Sport-Knopf“ an der Schaltkulisse zu betätigen. In diesem Modus setzt das ESP später ein und ermöglicht kontrollierte Drifts. Die herrlichen Spaß bereiten und das berühmte Grinsen ins Gesicht zaubern. Dabei verhält sich der BRZ relativ gutmütig und ist damit auch für weniger erfahrene Lenker gut beherrschbar. Dies gilt aber nur für trockene Straßen.

Otto N. ohne Renn- und/oder Rallye-Erfahrung sollte sich der elektronischen Hilfen erfreuen. Apropos Drehzahlen. Bis knapp 7.500 Umdrehungen reicht das Messinstrument, kurz vor dem Erreichen warnt eine rote Leuchte, bevor der Begrenzer Motorschäden verhindert. Ab 4.000 fühlt sich der BRZ wohl, darunter ist eher gemütliches Cruisen angesagt. 7,6 Sekunden sollen von 0 auf 100 km/h vergehen, 226 km/h beträgt die angegebene Spitzengeschwindigkeit. Geringes Gewicht, Saugmotor und ein cw-Wert von 0,28 sind die Gründe für einen absolut moderaten Spritverbrauch. Selbst bei hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn genehmigte sich der BRZ nur rund 9 Liter. Im Mittel lagen die Werte deutlich darunter, sodass der von Subaru angegebene Durchschnittsverbrauch von 7,8 Litern auf 100 Kilometer nur knapp verfehlt wurde.

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Innenleben und Ausstattung

Einsinken, Platz nehmen und sich wohl fühlen. Subaru hat mit dem BRZ einen heißblütigen Sportwagen gebaut, der für Purismus steht. Dieser setzt sich im Innenraum des BRZ allerdings nur ansatzweise fort. Hochwertige Materialien, einiges in Leder gehüllt, Kunststoffe griffig aufgepolstert und eine gute Ergonomie zeichnen diesen Flitzer aus. Die Sitzposition ist auch für groß gewachsene Personen konzipiert, die Sitzgelegenheit hinten ist dagegen nur für Pygmäen einigermaßen ansprechend. Dafür gefällt die für ein Coupé gute Sicht nach draußen. Die Einparkhilfe, die für 315 Euro zu ordern ist, haben wir nicht vermisst. Grandios, was sonst alles drin und dran ist im Subaru BRZ. Von Xenon-Scheinwerfern, die von LED-Tagfahrlichtern und Nebelscheinwerfern ergänzt werden, bis hin zur Zweizonen-Klimaautomatik und einem schlüssellosen Zugang. 7 Airbags, 17 Zoll große Leichtmetallfelgen und eine Torsen-Differenzialsperre. Das ganze Paket für schlappe 31.000 Euro. Nicht so ganz auf der Höhe der Zeit ist das 1.115 Euro teure Navigationssystem mit Touchscreen. Während die Software sehr gut arbeitet, ist die Bedienung mit den winzigen Knöpfchen wohl eher für kleine asiatische Händchen gedacht. Da an dem System auch die Audioeinheit hängt, ist es wegen der Verkehrssicherheit notwendig, Einstellungen oder auch Sender suchen nur bei stehendem Fahrzeug vorzunehmen.

Fazit

Emotionen pur. Das war bei Subaru nahezu ein Tabu. Klassisch gestylte Allrad-Fahrzeuge namens Forester und Co. prägen das Bild der Marke. Sieht man mal von einem STi ab, der über viele Jahre die Rallye-Szene beherrschte und das sportliche Gesicht der japanischen Marke nach außen trug. Mit dem BRZ stellt sich Subaru neu auf und man darf gespannt sein, wie das die bisherige Kundschaft annimmt. Ein Imagewandel schadet jedoch nicht und wenn bald ein Cabrio das Licht der Welt erblickt und in Kürze ein leistungsstarker Turbo für brachiale Leistungswerte sorgt, erfährt Subaru eine ganz neue Wahrnehmung.

Subaru BRZ Neuwagen

Technische Daten Subaru BRZ Sport :

Motor: 4-Zylinder-Benziner

Getriebe: Sechsgang-Schaltung

Hubraum: 1.998 ccm Leistung in kW/PS bei xy U/min: 147 kW (200 PS)/7.000

Max. Drehmoment: 205 Nm bei 6.400 – 6.600 Umdrehungen pro Minute

Länge/Breite/Höhe: 4.240/1.775/1.285 in mm

Radstand: 2.570 in mm

Leergewicht: 1.248 kg

Zul. Gesamtgewicht: 1.670 kg

Kofferraumvolumen: 243 - 330 l

Bereifung: 215/45 R 17 vorne

Felgen: 7 x 17″ Leichtmetall

Beschleunigung: 7,6 Sekunden

Höchstgeschwindigkeit: 230 km/h

Tankinhalt: 50 l

Kraftstoffverbrauch Kombinierter Verkehr: 7,8 l auf 100 km (Euro5)

Preis: 31.000 Euro inkl. MwSt.

Dietmar Stanka Aribonenstraße 1 b D-81669 München




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