Kia Sportage 2,0 CRDi 4WD – Kraftpaket

Mittwoch, 18. Mär. 2015

Wir haben gemotzt. Bei der Markteinführung des Kia Sportage im Sommer 2010 haben uns die Motoren nicht überzeugen können. Dafür aber das Design, das dem Namen Sportage durchaus Rechnung trägt. Sportlich und dynamisch. Nun endlich auch unter der Haube. Mit einem 2-Liter-Diesel, der 135 kW (184 PS) auf alle vier Räder überträgt. Und als Neuwagen inklusive Sechsgang-Automatik gerade einmal 34.010 Euro kostet. Da ist es kein Wunder, dass der Sportage für Kia ein wahres Erfolgsmodell ist. Ob er hält, was er verspricht, zeigt der Fahrbericht.

Kia Sportage 2,0 CRDi 4WD – KraftpaketFahrbericht von Dietmar Stanka

Wir haben gemotzt. Bei der Markteinführung des Kia Sportage im Sommer 2010 haben uns die Motoren nicht überzeugen können. Dafür aber das Design, das dem Namen Sportage durchaus Rechnung trägt. Sportlich und dynamisch. Nun endlich auch unter der Haube.

Mit einem 2-Liter-Diesel, der 135 kW (184 PS) auf alle vier Räder überträgt. Und als Neuwagen inklusive Sechsgang-Automatik gerade einmal 34.010 Euro kostet. Da ist es kein Wunder, dass der Sportage für Kia ein wahres Erfolgsmodell ist. Ob er hält, was er verspricht, zeigt der Fahrbericht.  

Mehr Dynamik

Mehr Wertigkeit

Mehr Platz und Ausstattung

Er wirkt kompakt und ist es auch. Der Sportage ist mit einer Länge von 4,44 Metern absolut stadttauglich. Im Innenraum geizt er dagegen überhaupt nicht. Bequemes sitzen auf allen Plätzen verbindet sich mit einer guten Raumausnutzung, was zum Beispiel Ablageflächen und den Kofferraum betrifft. Dieser fasst satte 564 Liter, bei umgeklappter Rücksitzbank sogar bis 1.353 Liter. Die Rundumsicht ist okay, die kleinen Fenster und hohen Seitenlinien lassen einfach nicht mehr zu. Kritik verdient der nur ungenügende Seitenhalt der Vordersitze, die zwar sportlich geformt aussehen, es aber leider nicht sind! Geizen war noch nie die Stärke von Kia. Dies gilt gleichermaßen auch für die umfangreiche Serienausstattung unseres Testwagens in der Topp-Ausstattung namens Spirit. Alles drin, was bei den meisten anderen Mitbewerbern teuer bezahlt werden muss. So zum Beispiel Ledersitze, Sitzheizung, Xenon-Scheinwerfer, Navigationssystem inkl. Bluetooth und Rückfahrkamera sowie Zweizonen-Klimaautomatik und Defroster-Funktion für die Frontscheibenwischer. Autofahrer, was willst Du mehr?

Foto: D. Stanka  
Ja, so muss es sein. Ein kräftiger und einigermaßen sparsamer Motor (rund 8,5 Liter Testverbrauch bei kalten Temperaturen) sorgt im Kia Sportage endlich für den nötigen Fahrspaß. Dazu kommen das mehrfach preisgekrönte Design und eine Serienausstattung, bei deren Anblick manch anderen Hersteller die Tränen aus den Augen schießen müssten. Und noch ne Kleinigkeit stellt den Kia Sportage in ein besonderes Licht. Die sieben Jahren umfassende Garantie des südkoreanischen Herstellers.Foto: D. Stanka
Kia hat in den letzten Jahren erheblich dazugewonnen. Was an vielen Faktoren liegt. Unter anderem an Design-Chef Peter Schreyer, der mit seinem Team in der Europazentrale in Frankfurt arbeitet. Und auch an den vielen Verbesserungen in puncto Qualität, Verarbeitung und Materialien-Mix. Dies ist im besonderen Maße auch im Sportage zu sehen und zu spüren. Die Kunststoffe sind aufgeschäumt und die Anordnung der Instrumente und Bedienelemente logisch und ergonomisch. Kritik findet, wie beim Kia Soul, die Bordcomputer-Information, die einfach zu klein gehalten ist! Schade auch, dass die Bedienung nur über den am Rand des Armaturenbretts angebrachten „Trip“-Schalter erfolgen kann. Eleganter wäre eine im Lenkrad integrierte Lösung.Foto: D. Stanka  
Die Zeit war reif für dieses Triebwerk im Sportage. Die nötige Kraft in solch einem vor Selbstbewusstsein strahlenden SUV, dem es auch auf unwegsameren Pisten wohl ist. Ein Selbstzünder von einem Turbo geladen der 184 PS leistet, die per Allrad auf die Straße geleitet werden. Dynamax heißt das von Magna Powertrain entwickelte elektronische Allradsystem, das mit einer Lamellenkupplung versehen, in Sekundenbruchteilen auf die jeweiligen Gegebenheiten des Untergrunds reagiert. Im Normalfall werden ausschließlich die Vorderräder angetrieben, was einen niedrigeren Verbrauch ermöglicht. Falls nötig, kann manuell der „Lock“-Modus zugeschaltet werden, der in schwierigem Gelände für eine 50/50-Verteilung auf der Vorder- und Hinterachse sorgt. Ab Tempo 40 kehrt der Sportage automatisch zur variablen Drehmomentverteilung zurück. In allen Sportage-Ausführungen hat Kia serienmäßig die Berganfahrhilfe sowie die Bergabfahrhilfe eingebaut. Für echte Offroad-Liebhaber sind die Qualitäten des Kia Sportage ebenfalls beeindruckend: Die Bodenfreiheit beträgt 172 mm, der Böschungswinkel vorn 22,7 Grad, hinten 28,2 Grad und der Rampenwinkel 17,7 Grad. Bemerkenswert sind auch die Steigfähigkeit von 44,2 Grad und der Neigungswinkel, der bei 45 Grad liegt.Foto: D. Stanka   Genug der technischen Daten, hinein ins Fahrvergnügen, die ein SUV dieser Prägung natürlich am besten bei widrigen Straßenverhältnissen ausspielen kann. Und die waren während unserer Testphase Mitte bis Ende Februar im Überfluss vorhanden. Le

Fazit

Technische Daten: Kia Sportage 2,0 CRDi 4WD

Motor: 4-Zylinder-Diesel Getriebe: Sechsgang-Automatik Hubraum: 1.995 ccm Leistung in kW/PS bei xy U/min: 135 kW (184 PS)/4.000 Max. Drehmoment: 392 Nm bei 1.800 – 2.500 Umdrehungen pro Minute Länge/Breite/Höhe: 4.440/1.855/1.635 in mm Radstand: 2.640 in mm Leergewicht: 1.676 kg Zul. Gesamtgewicht: 2.140 kg Kofferraumvolumen: 564 – 1.353 l Bereifung: 235/55 R 18 vorne Felgen: 7 x 18″ Leichtmetall Beschleunigung: 9,8 Sekunden Höchstgeschwindigkeit: 195 km/h Tankinhalt: 58 l Kraftstoffverbrauch Kombinierter Verkehr: 7,2 l auf 100 km (Euro5) Preis: 34.010 Euro inkl. MwSt. Dietmar Stanka Aribonenstraße 1 b D-81669 München