Jeep Grand Cherokee Overland 3.0 V6 CRD

Mittwoch, 18. Mär. 2015

Im Jahr Eins nach dem 70sten Jubiläum von Jeep begann unsere zweiwöchige Liaison mit dem größten und luxuriösesten Modell des amerikanischen Autobauers in italienischer Hand. Dem Grand Cherokee, der sich im letzten Jahr schon über erste Lobeshymnen freuen durfte. Als er, vollkommen überarbeitet und erstmals unter der Ägide von Fiat, sich dem Publikum im neuen Gewande präsentierte. In der fünften Generation leistet sich der Klassiker als Neuwagen kaum mehr Schwächen und zeigt Stärken, die es so noch nicht gegeben hat.

Jeep Grand Cherokee Overland 3.0 V6 CRD – Großer WurfFahrbericht von Dietmar Stanka

Im Jahr Eins nach dem 70sten Jubiläum von Jeep begann unsere zweiwöchige Liaison mit dem größten und luxuriösesten Modell des amerikanischen Autobauers in italienischer Hand. Dem Grand Cherokee, der sich im letzten Jahr schon über erste Lobeshymnen freuen durfte. Als er, vollkommen überarbeitet und erstmals unter der Ägide von Fiat, sich dem Publikum im neuen Gewande präsentierte. In der fünften Generation leistet sich der Klassiker als Neuwagen kaum mehr Schwächen und zeigt Stärken, die es so noch nicht gegeben hat.

Der Antrieb

Die Ausstattung

Das Fahrwerk

Nun, im ersten Moment und bei Geschwindigkeiten bis zu rund 80 bis 100 km/h kommt einem der Grand Cherokee schon ein bisschen weich vor. Die Lenkung fühlt sich zu leicht und dabei zu indirekt an und das Fahrwerk ist so typisch amerikanisch. Gut, dass es da eine Sporttaste innerhalb des Quadra-Drive II Allradsystems gibt. Mit der wird der große Ami ersten abgesenkt und zweitens die Luftfederung den notwendigen Ticken straffer eingestellt. Quadra Drive kann aber noch mehr. Egal ob Matsch, Schnee oder Sand. Der Jeep Grand Cherokee fühlt sich auf jedem Untergrund wohl. Umstände, die uns bereits bei der Pressevorstellung vor etwas mehr als einem Jahr positiv verdeutlicht wurden.

Mit diesem Grand Cherokee ist Jeep ein wahrhaft großer Wurf gelungen. Ein Grand mit vier einzeln aufgehängten Rädern, die permanent angetrieben werden. Dieses Auto hat das Zeug zu einem Bestseller. Wirklich verbesserungswürdig sind die bessere Abkapselung der Motorengeräusche und die Automatik mit nur fünf Gängen. Rund 10,6 Liter Durchschnittsverbrauch sind für den 2,3 Tonnen schweren Geländewagen durchaus akzeptabel, dennoch versprechen wir uns mit einer mit mehr Gängen ausgestatteten Automatik ersten mehr Laufruhe und zweitens eine höhere Effizienz.Foto: D. Stanka  
Wahnsinn. Im Jeep Grand Cherokee Overland 3,0 V6 TDI ist alles drin und dran, was bei sämtlichen Herstellern kleine Bücher füllt. Und zwar serienmäßig. Es muss ein kleiner Auszug der absoluten Höhepunkte genügen, um einen Eindruck über diese Vielfalt zu gewinnen. Die Aufzählung beginnt mit einer kompletten Sicherheitsausstattung, die unter anderem mit sieben Airbags sowie ABS und ESP aufwartet. Luxuriös geht’s weiter! In den vorderen Sitzen, die mit feinstem Nappaleder bezogen sind, sind Heizung sowie Lüftung integriert. Die Hinteren sind „nur“ beheizbar und ebenfalls in Leder gehüllt. So wie auch das Armaturenbrett und Teile der Türverkleidungen. Die Rücksitzlehnen sind asymmetrisch teilbar und in der Neigung verstellbar. Beide Vordersitze sind achtfach elektrisch verstellbar und mit einer vierfach verstellbaren Lendenwirbelstütze versehen. Die Heckklappe öffnet und schließt über die Fernbedienung am Zündschlüssel oder auch mit Knopfdruck aus dem Cockpit. Das Media Center enthält unter anderem ein 30 GB großes Festplatten-Navigationssystem, eine USB-Schnittstelle sowie Bluetooth für punktefreies telefonieren. Die Aussicht nach oben wird durch ein zweiteiliges Glasdach ermöglicht, dessen vorderer Teil zu öffnen ist. Die Sicht nach vorne wird durch Bi-Xenon-Scheinwerfer mit integrierter Smart Beam Fernlicht-Automatik optimiert und für die Fahrt auf den verschiedensten Untergründen sorgt Selec-Terrain für den besten Vortrieb. Und damit einen im Winter nicht die Pfoten einfrieren, ist das Multifunktionslenkrad aus Holz und Leder auf Tastendruck beheizbar.Foto: D. Stanka
Ein 3-Liter-Diesel werkelt unter der riesigen, ein klein bisschen den Ausmaßen Texas erinnernden, Motorhaube. Die selbstverständlich von einem verchromten Kühlergrill mit sieben Streben markiert ist. Lautstark meldet sich der von VM Motori entwickelte Selbstzünder nach dem Start. Das typische Dieselgeräusch bleibt auch bei warmem Motor interessanterweise bei niedrigen Drehzahlen deutlich zu hören. Da hätte ein wenig mehr Dämmung gut getan. Tadellos dagegen die schiere Kraft mit einem Drehmoment von 550 Nm, die zwischen 1.800 und 2.800 Umdrehungen anliegen. Auch der Diesel wird, wie seine Benzinerbrüder, nur mit einer Fünfgang-Automatik (außer HEMI V8 mit Sechsgang-Automatik) geschaltet. In Anbetracht der hohen Wertigkeit des Grand Cherokee eine nicht wirklich optimale Lösung. Denn bei den, zugegeben wesentlich teureren Mitbewerbern, sind auch mal bis zu acht Gangstufen drin. Aber auch dieser Umstand stellt den Grand Cherokee nicht in ein schlechtes Licht. Denn das Gesamtpaket stimmt vor allem wegen des Preises, der bei der Toppausstattung Overland bei 57.650 Euro liegt.Foto: D. Stanka
Foto: D. Stanka
Foto: D. Stanka  

Fazit

Technische Daten: Jeep Grand Cherokee Overland 3.0 V6 CRD

Motor: 6-Zylinder-Diesel Getriebe: Fünfgang-Automatik Hubraum: 2.987 ccm Leistung in kW/PS bei xy U/min: 177 kW (241 PS)/4.000 Max. Drehmoment: 550 Nm bei 1.800 – 2.800 Umdrehungen pro Minute Länge/Breite/Höhe: 4.822/1.943/1.781 in mm Radstand: 2.915 in mm Leergewicht: 2.347 kg Zul. Gesamtgewicht: 2.949 kg Kofferrauminhalt: 782 – 1.584 l Bereifung: 225/60 R 16 Felgen: 7,5 x 17″ Leichtmetall Beschleunigung: 8,2 Sekunden Höchstgeschwindigkeit: 202 km/h Tankinhalt: 93,5 l Kraftstoffverbrauch kombinierter Verkehr: 8,3 l auf 100 km Preis: 57.650 Euro inkl. MwSt. Dietmar Stanka - Redakteur Neuwagen - Aribonenstraße 1 b D-81669 München