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Porsche 911 Carrera GTS Cabriolet

Mittwoch, 18. Mär. 2015

Wieder neigt sich eine Bauserie des 911er Carrera zu Ende. 997 wird von 991 abgelöst und wahrscheinlich entwickeln die Ingenieure in Zuffenhausen bereits die Serie 992. So wird aus dem Fahrbericht des Porsche 911 Carrera GTS Cabriolet auch ein bisschen wehmütiger Abschied klingen. Ein Abschied, der ob der herausragenden Performance des GTS, kein leichter sein wird.

Porsche 911 Carrera GTS Cabriolet – kein leichter AbschiedFahrbericht von Dietmar Stanka

Wieder neigt sich eine Bauserie des 911er Carrera zu Ende. 997 wird von 991 abgelöst und wahrscheinlich entwickeln die Ingenieure in Zuffenhausen bereits die Serie 992. So wird aus dem Fahrbericht des Porsche 911 Carrera GTS Cabriolet auch ein bisschen wehmütiger Abschied klingen. Ein Abschied, der ob der herausragenden Performance des GTS, kein leichter sein wird.

Infernalisch

Passform

Fahrdynamik

Noch müßiger ist es, über das absolut geniale Fahrverhalten eines 911er zu schreiben. Doch ist es notwendig, um aufzuzeigen, dass extreme Sportlichkeit nichts mit Komfortverlust zu tun haben muss. Es beginnt mit der Bereifung. Vorne sind 235er, hinten überdimensional erscheinende 305er aufgezogen. Die aber gar nicht so sehr auffallen unter den dicken Backen der hinteren Kotflügel. Dafür umsomehr Traktion bieten. Durch Kurven hetzen lassen, die mit einem anderen Auto mindestens 30 Prozent weniger schnell durcheilt werden können. Dabei aber immer noch das Gefühl vermitteln, es noch schneller zu können. Für die Harmonie sind PASM und PSM zuständig. Das Porsche Active Suspension Management regelt aktiv und kontinuierlich die Dämpferkraft, abhängig von Fahrweise und Fahrsituation für jedes einzelne Rad. Das Porsche Stability Management ist das automatische Regelsystem für die Stabilisierung des GTS im Grenzbereich. Sozusagen das Gesamtpaket aus allen relevanten Systemen, die das Fahrzeug auf der Spur halten.

Sport Chrono Paket Plus

Fazit

Sag zum Abschied leise Servus. Wie aber schon immer wird auch diese Baureihe nicht nur in den Herzen sondern auch auf den Straßen weiterleben. Das GTS Cabriolet ist eine wunderbare Huldigung der 997er Baureihe. Wie wir aber alle wissen, ist das Bessere des Guten Feind. Und die ersten Testfahrten mit dem 991er zeigen eine noch bessere Performance als je zuvor. Bleibt mal wieder die Qual der Wahl.

Foto: D. Stanka  
Ein Absatz muss diesem Paket gewidmet werden. Das Sport Chrono Plus Paket verwandelt den GTS in Verbindung mit dem PDK in ein waffenscheinpflichtiges Geschoss. Wird die Sport-Taste in der Mittelkonsole gedrückt, wird die Motorleistung noch bissiger. Die Gasannahme wird deutlich spontaner und die Schaltpunkte des PDK in höhere Drehzahlbereiche verschoben. Das Ergebnis ist brutal heftig.
	Aber der GTS wäre kein reinrassiger Porsche, wenn sich da nicht noch was drauflegen ließe. Sport Plus gedrückt, dann mit dem linken Fuß auf die Bremse und mit dem rechten Vollgas geben. Durch diesen Kickdown wird der Launch-Modus erkannt und eine Drehzahl von rund 6.500 Umdrehungen eingestellt. Dann schnellsten die Bremse gelöst und ab geht die Luzzi. Es ist fast wie ein Katapultstart auf einem Flugzeugträger. Empfehlenswert nur auf Rennstrecken oder absolut freien Straßen.
Ein Absatz muss diesem Paket gewidmet werden. Das Sport Chrono Plus Paket verwandelt den GTS in Verbindung mit dem PDK in ein waffenscheinpflichtiges Geschoss. Wird die Sport-Taste in der Mittelkonsole gedrückt, wird die Motorleistung noch bissiger. Die Gasannahme wird deutlich spontaner und die Schaltpunkte des PDK in höhere Drehzahlbereiche verschoben. Das Ergebnis ist brutal heftig. Aber der GTS wäre kein reinrassiger Porsche, wenn sich da nicht noch was drauflegen ließe. Sport Plus gedrückt, dann mit dem linken Fuß auf die Bremse und mit dem rechten Vollgas geben. Durch diesen Kickdown wird der Launch-Modus erkannt und eine Drehzahl von rund 6.500 Umdrehungen eingestellt. Dann schnellsten die Bremse gelöst und ab geht die Luzzi. Es ist fast wie ein Katapultstart auf einem Flugzeugträger. Empfehlenswert nur auf Rennstrecken oder absolut freien Straßen.Foto: D. Stanka  
Das Innenleben eines 911er zu beschreiben ist müßig. Da passt einfach alles. Die Sitzposition, die sich, wie das Lenkrad, auf praktisch alle Zeitgenossen einstellen lassen kann. Die Instrumente, die klar und deutlich über die relevanten Daten Auskunft geben. Die Sitze, die Halt geben, wie der berühmte Schoß von Abraham. Und natürlich die Rundumsicht, die vor allem mit geöffnetem Verdeck perfekt ist.
Das Innenleben eines 911er zu beschreiben ist müßig. Da passt einfach alles. Die Sitzposition, die sich, wie das Lenkrad, auf praktisch alle Zeitgenossen einstellen lassen kann. Die Instrumente, die klar und deutlich über die relevanten Daten Auskunft geben. Die Sitze, die Halt geben, wie der berühmte Schoß von Abraham. Und natürlich die Rundumsicht, die vor allem mit geöffnetem Verdeck perfekt ist.Foto: D. Stanka
Der GTS ist ein Nachzügler. Ein spät Geborenes sozusagen oder auch ein Nesthäkchen in der großen Familie der 911er. Diese umfasst 25 Modelle, mehr als so mancher Großserienhersteller für seine Brot- und Butterautos deklarieren kann. So ist die Wahl auch manchmal eine Qual. Eigentlich, so drückte es unser Testbericht über den klassischen 911er als Cabriolet vom letzten Jahr aus, reicht dieses Modell mit 360 PS absolut aus.
	Aber hat mehr Leistung jemals wirklich geschadet? Noch dazu in einem reinrassigen Sportwagen? Nein. Walter Röhrl, zweifacher Rallye-Weltmeister bringt es auf den Punkt: „Breit wie ein Turbo und scharf wie ein GT – der 911 Carrera GTS hat alle Renngene von Porsche und vom Elfer in Reinkultur.“ Ja, es ist die perfekte Mischung aus purem Sport und hohem Komfort. Und in unserem Fall auch noch mit Open-Air-Feeling.
	Unter der Haube mit dem ausfahrbaren Spoiler sitzt ein 3,8-Liter-Boxer mit 300 kW (408 PS). 23 Pferdchen mehr als der Carrera S. Die reichen, um das etwas mehr als 1,5 Tonnen schwere Cabrio in Verbindung mit dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe PDK in 4,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h zu katapultieren. Aber nur, wenn die Sport Plus Taste gedrückt ist. Ansonsten braucht es 0,2 Sekunden mehr. Vorbei ist die Geschwindigkeitshatz bei 304 km/h. Der Handschalter schafft sogar 2 km/h mehr. Es lässt sich aber daran zweifeln, dies in der Praxis tatsächlich nachzuvollziehen.
	So gut klang ein Carrera noch nie. Die in vier Rohren endende Sportabgasanlage produziert einen Sound, der die Gänsehaut vervielfacht. Bereits das Erwachen des Boxers klingt wie eine monumentale Wagner-Symphonie. Drückt man das unscheinbare Knöpfchen mit dem Doppelauspuff-Signet auf der Mittelkonsole, kommt das Grollen eines anschwellenden Gebirgsflusses dazu. Diese Art von Kompostion erregt Aufsehen. Bei den Zuhörern mit Geschmack resultieren daraus Standing Ovations, bei Anderen eher Unverständnis. Aber wer mag sich schon mit Menschen ohne Geschmack abgeben.
Der GTS ist ein Nachzügler. Ein spät Geborenes sozusagen oder auch ein Nesthäkchen in der großen Familie der 911er. Diese umfasst 25 Modelle, mehr als so mancher Großserienhersteller für seine Brot- und Butterautos deklarieren kann. So ist die Wahl auch manchmal eine Qual. Eigentlich, so drückte es unser Testbericht über den klassischen 911er als Cabriolet vom letzten Jahr aus, reicht dieses Modell mit 360 PS absolut aus. Aber hat mehr Leistung jemals wirklich geschadet? Noch dazu in einem reinrassigen Sportwagen? Nein. Walter Röhrl, zweifacher Rallye-Weltmeister bringt es auf den Punkt: „Breit wie ein Turbo und scharf wie ein GT – der 911 Carrera GTS hat alle Renngene von Porsche und vom Elfer in Reinkultur.“ Ja, es ist die perfekte Mischung aus purem Sport und hohem Komfort. Und in unserem Fall auch noch mit Open-Air-Feeling. Unter der Haube mit dem ausfahrbaren Spoiler sitzt ein 3,8-Liter-Boxer mit 300 kW (408 PS). 23 Pferdchen mehr als der Carrera S. Die reichen, um das etwas mehr als 1,5 Tonnen schwere Cabrio in Verbindung mit dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe PDK in 4,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h zu katapultieren. Aber nur, wenn die Sport Plus Taste gedrückt ist. Ansonsten braucht es 0,2 Sekunden mehr. Vorbei ist die Geschwindigkeitshatz bei 304 km/h. Der Handschalter schafft sogar 2 km/h mehr. Es lässt sich aber daran zweifeln, dies in der Praxis tatsächlich nachzuvollziehen. So gut klang ein Carrera noch nie. Die in vier Rohren endende Sportabgasanlage produziert einen Sound, der die Gänsehaut vervielfacht. Bereits das Erwachen des Boxers klingt wie eine monumentale Wagner-Symphonie. Drückt man das unscheinbare Knöpfchen mit dem Doppelauspuff-Signet auf der Mittelkonsole, kommt das Grollen eines anschwellenden Gebirgsflusses dazu. Diese Art von Kompostion erregt Aufsehen. Bei den Zuhörern mit Geschmack resultieren daraus Standing Ovations, bei Anderen eher Unverständnis. Aber wer mag sich schon mit Menschen ohne Geschmack abgeben.Foto: D. Stanka  
Foto: D. Stanka

Technische Daten: Porsche 911 Carrera GTS Cabriolet

Motor: 6-Zylinder-Boxer Getriebe: Porsche PDK Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe Hubraum: 3.800 ccm Leistung in kW/PS bei xy U/min: 300 kW (408 PS)/7.300 Max. Drehmoment: 420 Nm bei 4.200 Umdrehungen pro Minute Länge/Breite/Höhe: 4.435/1.852/1.300 in mm Radstand: 2.350 in mm Leergewicht: 1.545 kg Zul. Gesamtgewicht: 1.920 kg Kofferrauminhalt: 135 l Bereifung: 235/35 ZR 19 vorne, 305/30 ZR 19 hinten Felgen: 8,5 x 19″ vorne, 11 x 19″ hinten, Leichtmetall Beschleunigung: 4,6 Sekunden (Sport Plus Modus: 4,4 Sekunden) Höchstgeschwindigkeit: 304 km/h Tankinhalt: 67 l Kraftstoffverbrauch Kombinierter Verkehr: 10,3 l auf 100 km Preis: 118.762,80 Euro inkl. MwSt. Dietmar Stanka Aribonenstraße 1 b D-81669 München