KIA Sorento

KIA Sorento – Effizienter Diesel

Fahrbericht von Dietmar Stanka

Foto: D. Stanka

Er hat es nicht leicht. Der Sorento ist „nur“ einer von so vielen Angeboten im Segment Geländewagen bzw. SUV im Preisgefüge zwischen 25.000 und 40.000 Euro. Sieben deutsche und siebenundzwanzig (!) Importeure kämpfen dort um Marktanteile. Im April 2010 durfte die erst wenige Monate auf dem Markt befindliche zweite Generation des Sorento trotz dieser vielen Mitbewerber erste Lorbeeren einheimsen. Die Leser von AutoBild Allrad wählten den Südkoreaner zum besten Import-SUV dieser Klasse.

Gewinner Zu Deinem Neuwagen

Was kann der Sorento besser als seine Konkurrenten? Wir fuhren diesen Kia über zwei Wochen und spulten dabei rund 1.500 Kilometer über Autobahnen, Landstraßen und im Stadtverkehr ab. Motorisiert mit dem neuen 2,2-Liter-Diesel und mit der mittleren Ausstattungsvariante Vision sowie einigen Zusatzpaketen ausgestattet.

Typischer SUV sportlicher Ausprägung

Äußerlich ist der Sorento ein klassischer Vertreter seiner Gattung. Knapp 4,70 m streckt sich seine Karosserie in die Länge. „Das dynamische Design des neuen Sorento nutzt einfache, gerade Linien, um dem SUV eine kraftvolle und doch geschliffene Erscheinung zu verleihen“, erläutert Peter Schreyer, Chefdesigner von Kia. „Dieser Sorento, sportlich und markant zugleich, repräsentiert eine neue Art von Auto.“ Nun, so neu ist der Sorento in seiner Gestaltung nicht, dennoch ist er ein SUV mit guten Eigenschaften.

Dazu gehören unter anderem der großzügig und hochwertig gestaltete Innenraum sowie die Fahreigenschaften auf festem und auch losem Grund. Platz für bis zu sieben Passagiere bietet der Sorento an. Mit der optional erhältlichen dritten Sitzreihe (900 Euro) schrumpft zwar der ansonsten riesige Kofferraum, dafür können sogar Erwachsene kurze Strecken problemlos zurücklegen.

Foto: D. Stanka

Gutes Fahrwerk

Das Fahrwerk ist für ein Fahrzeug dieses Segments erstaunlich straff ausgelegt. Damit sind auch Landstraßen mit vielen Kurven keine aufschaukelnde Angelegenheit. Schnelles Fahren auf Autobahnen ist ebenfalls ein Vergnügen, wären da nicht die ab 160 km/h aufdringlich werdenden Windgeräusche des optionalen Glasdachs gewesen. Aufgeräumt und übersichtlich ist das Cockpit gestaltet. Gut ablesbare Instrumente in ovaler Form, von Kia „Röhrenform“ genannt und eine ordentliche Verarbeitungsqualität hinterlassen angenehme Eindrücke.

Sinnvolle Ausstattungspakete

Sinnvoll sind die ab der Ausstattungsvariante Vision serienmäßigen Einparksensoren. Bedingt durch die sportliche Keilform verjüngen sich die hinteren Scheiben und die fette C-Säule trägt ihres dazu bei, die Aussichten zu schmälern. Eine Rückfahrkamera wird nur für die Top-Version Spirit angeboten und kostet 350 Euro. Wer sich für die Einstiegsversion Attract entscheidet, sollte das Komfort-Paket 2 ordern, das für einen Aufpreis von 320 Euro neben den Sensoren auch noch Lenkrad und Schaltknauf in Leder gehüllt liefert.

Foto: D. Stanka

Das Sechsgang-Schaltgetriebe erfreut mit kurzen Wegen und einer präzisen Führung. Komfortabler ist allerdings die 1.135 Euro teure Sechsgang-Automatik, die für Vision und Spirit auf der Ausstattungsliste steht. Ebenfalls optional ist der Allradantrieb. Der Einstieg beim Sorento beginnt mit dem 2,4-Liter-Benziner gekoppelt mit Frontantrieb bei 28.505 Euro. Unser Testwagen mit Allrad kostet in der mittleren Variante Vision 35.030 Euro.

Serienausstattung mit Vorbildfunktion

Umfangreich und damit preiswert zu nennen, ist bereits die Grundausstattung ab dem Basismodell. Schon die Einstiegsversion ATTRACT bietet unter anderem Klimaanlage, Audiosystem (mit sechs Lautsprechern sowie USB- und AUX-Eingang), elektrische Fensterheber vorn und hinten, beheizbare elektrische Außenspiegel, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung im Klappschlüssel und 17-Zoll-Leichtmetallfelgen. Hinzu kommen in der Ausführung VISION zum Beispiel Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Dachreling, Nebelscheinwerfer, elektrisch anklappbare Außenspiegel mit integrierten Blinkleuchten, Geschwindigkeitsregelanlage, Regensensor, Dämmerungssensor, Parksensoren hinten, selbstabblendender Innenrückspiegel und Sitzheizung vorn.

Foto: D. Stanka

Fazit

Der Sorento ist ein Fahrzeug mit viel Stärken und nur ganz wenig Schwächen. Abgesehen von den störenden Windgeräuschen des Glasdachs sind dies zum Beispiel die nur einstufige Sitzheizung, die entweder heiß oder gar nichts zulässt. Dafür hinterlässt der Sorento die positiven Eindrücke einer guten Verarbeitung und einer reichhaltigen Ausstattung. Der in Deutschland entwickelte Dieselmotor beweist Drehfreude und ist durchaus sparsam zu nennen. Den von Kia angegebenen Durchschnittsverbrauch von 6,6 Litern erreichten wir zwar nicht, rund 8 Liter sind dennoch für ein Automobil dieser Klasse angemessen. Besser als seine Mitbewerber ist er deshalb zwar nicht, dafür bietet er viel Auto für einen angemessenen Preis.

Technische Daten: Kia Sorento 2,2 CRDi 4WD Vision 5-Sitzer

Motor: 4-Zylinder-Diesel

Getriebe: Sechsgang-Schaltgetriebe

Hubraum: 2.199 ccm

Leistung in kW/PS bei xy U/min: 145 kW (197 PS)/3.800

Max. Drehmoment: 421 Nm bei 1.850 – 2.500 Umdrehungen pro Minute

Länge/Breite/Höhe: 4.685/1.885/1.755  in mm

Radstand: 2.700 in mm

Leergewicht: 1.795 kg

Zul. Gesamtgewicht: 2.510 kg

Kofferrauminhalt: 528 – 1.582 l

Bereifung: 235/65 R 17

Felgen: 7 x 17″ Leichtmetall

Beschleunigung: 9,6 Sekunden

Höchstgeschwindigkeit: 190 km/h

Tankinhalt: 70 l

Kraftstoffverbrauch Kombinierter Verkehr: 6,6 Liter auf 100 km

Preis: 35.030 Euro

Dietmar Stanka   Aribonenstraße 1 b   D-81669 München




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