Volkswagen Passat - Höhenflüge mit dem Bestseller

VW Passat Foto: D. Stanka

Volkswagen Passat – Höhenflüge mit dem Bestseller

Fahrbericht von Dietmar Stanka

Knock, knock, knockin’ on Heavens door … Der neue Passat klopft an und das in den höheren Gefilden der automobilen Segmente. Was die Assistenzsysteme betrifft, kommt er dem Phaeton schon sehr nahe. Optisch sind die beiden Wolfsburger eh nicht weit voneinander entfernt. Fragt sich jetzt, welches Modell wohl mehr von diesem Luxus partizipiert?

Pure Eleganz

Die Veränderungen im Design des neuen Passat sind typisch Volkswagen. Feine Retuschen, das neue Gesicht mit dem schmalen Kühlergrill und im Heck die nicht mehr so prägnanten Rückleuchten. Selbstverständlich mit LED. Das Interieur des Passat ebenfalls typisch Volkswagen. Alles ist dort, wo es erwartet wird. Es gibt keine Überraschungen, außer einer noch höheren Qualität und besserer Materialien. Das sind aber genau die Überraschungen, die gefallen und wie man sie gerne erlebt.

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Sparsame Motoren

Genau wie die modernen Antriebsquellen unter der Haube. Die Auswahl der Motoren ist grandios, ähnlich wie die Verbrauchswerte. 4,2 Liter sind der Maßstab, die der 1,6-Liter-TDI setzt. Damit sind theoretisch 1.666 Kilometer ohne Tankstopp möglich. Sinnvoll, dass die Müdigkeitserkennung (Serie ab Comfortline) nach spätestens vier Stunden Fahrt daran erinnert, eine Pause einzulegen. 0,4 Liter sind es gerade einmal beim 2-Liter-Diesel mit der BlueMotion Technology. Diese Motorisierung wird nach Aussage von Volkswagen-Sprecher Jochen Grüten die meistverkaufte sein.

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Moderate Preisgestaltung

Womit wir bei den Preisen sind. Der Einstieg in die Volkswagen-Mittelklasse startet mit dem 90 kW (122 PS) starken TSI in der Basisversion Trendline als Limousine bei 24.425 Euro. Man mag es kaum glauben, aber Volkswagen hat den Preis des neuen Passat gegenüber seinem Vorgänger um 650 Euro reduziert. Nicht eingerechnet die bessere Serienausstattung, die unter anderem das MP3-fähige Radiosystem RCD 210, eine elektronische Parkbremse mit Berganfahrhilfe und eine Klimaanlage beinhaltet. Der 2-Liter-Diesel kostet als Limousine 26.225 Euro, in der in Deutschland beliebtesten Variant-Version 1.000 Euro mehr.

Eine umfangreichere Ausstattung bietet die mittlere Variante Comfortline. Diese enthält zum Beispiel Leichtmetallräder, die Einparkhilfe mit Sensoren vorne und hinten sowie einen automatisch abblendenden Innenspiegel. Noch mehr Luxus gibt es bei der teuersten Linie namens Highline. Die Sitze sind dann auf den Mittelbahnen mit Alcantara und an den Flanken mit Leder bezogen und auf den Alufelgen sind breite 235er Reifen montiert. Für das Mehr an Komfort müssen dann für unser Referenzmodell (2-Liter-Diesel) 30.100 (Comfortline Limousine) bzw. 33.550 Euro (Highline Limousine) ausgegeben werden.

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Ausstattungsspektrum

Neben den drei Ausstattungslinien und den im Moment insgesamt 10 erhältlichen Motoren bietet Volkswagen umfangreiche Möglichkeiten zur Individualisierung an. Da sind zum einen die Fahrassistenzsysteme. Als ersten Volkswagen gibt es den Passat mit einer City-Notbremsfunktion. Es ist Bestandteil der weiterentwickelten Distanzregelung ACC plus Frontassist. Bei unseren Versuchen bremste unser Passat selbsttätig bis zu einer Geschwindigkeit von rund 20 km/h vor dem stehenden Hindernis ab. Bis zu 30 km/h ist das System wirksam und vermeidet den Aufprall bzw. vermindert den Schaden.

Front Assist ist im Bereich von 30 – 210 km/h aktiv und überwacht per Radar den vorausfahrenden Verkehr. Von Volkswagen als „wacher Beifahrer“ bezeichnet, hilft das System Auffahrunfälle zu vermeiden. Mit ACC können eine gewünschte Geschwindigkeit und ein gesetzeskonformer Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug gewählt werden. Diese intelligente Geschwindigkeitsregelanlage hält immer den gewählten Abstand und bremst bzw. beschleunigt dynamisch (drei Modi: Komfort, Normal und Sport) selbsttätig. Im Bündel mit dem Doppelkupplungsgetriebe DSG sogar bis zum Stillstand.

Weitere Möglichkeiten seinen Passat entsprechend aufzuwerten sind unter anderem mit dem bereits erwähnten DSG, einem Fernlichtassistenten sowie dem schlüssellosen Zugang namens KISSY möglich. Für die Limousine hat sich im Zusammenhang mit KISSY einen netten Gimmick einfallen lassen. Mit einem schwungvollen Tritt unter das Heck des Passat öffnet sich der Kofferraumdeckel automatisch. Mit vollen Händen wird man dieses Detail sehr zu schätzen wissen.

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Fazit

Der neue Passat setzt neue Maßstäbe in seiner Klasse. Sicherlich zählt er zu den etwas teureren Vertretern seines Segments, auch wenn die Preise reduziert und die Ausstattung verbessert wurden. Qualitativ ist er jedoch schwer zu schlagen und mit dem zeitlosen und eleganten Design weist dieses Automobil eine hohe Wertbeständigkeit auf. Es ist weiterhin ein Auto für Familie und Geschäft, sozusagen eine ideale Symbiose. Oder wie es Designchef Klaus Bischoff formulierte, „der neue Passat ist in puncto Qualität, Präzision und Präsenz unübertroffen.“

Technische Daten: Volkswagen Passat Variant TDI BlueMotion Technology Comfortline

Motor: 4-Zylinder-Diesel

Getriebe: Sechsgang-Schaltgetriebe

Hubraum: 1.968 ccm

Leistung in kW/PS bei xy U/min: 103 kW (140 PS)/4.200

Max. Drehmoment: 320 Nm bei 1.750 – 2.500 Umdrehungen pro Minute

Länge/Breite/Höhe: 4.771/2.062/1.516  in mm

Radstand: 2.712 in mm

Leergewicht: 1.571 kg

Zul. Gesamtgewicht: 2.180 kg

Kofferrauminhalt: 603 – 1.731 l

Bereifung: 215/55 R 16

Felgen: 7 x 16″ Leichtmetall

Beschleunigung: 10,0 Sekunden

Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h

Tankinhalt: 70 l

Kraftstoffverbrauch Kombinierter Verkehr: 4,6 Liter auf 100 km

Preis: 31.100 Euro

Dietmar Stanka   Aribonenstraße 1 b   D-81669 München




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