Suzuki Kizashi mit reichhaltiger Serienausstattung

Suzuki Kizashi 2,4 Sport – Auf neuen Wegen

Fahrbericht von Dietmar Stanka

Suzuki Kizashi

Foto: D. Stanka

Zu Deinem Neuwagen

Suzuki in Deutschland. Erfolgreich mit Motorrädern und bekannt durch Kleinwagen wie den Swift oder Geländewagenikonen wie den Jimny und den Grand Vitara.

Vor einigen Jahren begannen die Japaner auf den internationalen Automessen eine Studie zu zeigen, die so ganz und gar nicht zum Produktportfolio passen wollte. Eine Limousine sollte es sein, chic gestylt und mit allem ausgestattet, was das Herz begehrt. Aus den diversen Studien entstand nun das Endprodukt. Der Kizashi, aus dem Japanischen übersetzt, „der Vorbote großer Dinge“.

Top-Austattung

Nun ist es auch in Deutschland so weit. Dieser Tage wird der Kizashi dem Publikum bei den Händlern präsentiert. Eine Limousine, der es an nichts fehlt, was die Ausstattung anbelangt. Einzig die Metallic-Lackierung (490 Euro) und das Pioneer-Navigationssytem (1.702,27 Euro) stehen auf der Liste der Sonderausstattungen. Ansonsten baute Suzuki in dem 26.990 Euro teuren Fronttriebler alles rein, was man heutzutage benötigt.

Bi-Xenon-Scheinwerfer, ESP + 7 Airbags, Leder, Zweizonenklimaautomatik, Nebelscheinwerfer, Regensensor, fette 18-Zöller aus Leichtmetall, dunkel getönte hintere Scheiben und, und, und … Die Liste der Serienausstattung liest wie die Aufpreisliste so manchen Wettbewerbers, der durchaus auch mit weniger Optionen mehr kostet.

Wären da nicht die Karosserieform und der einzig erhältliche Motor. Eine Limousine ist in Deutschland in diesem Segment einfach nicht en vogue. Schade zwar, aber der Markt verlangt entweder Fließheck- oder Kombivarianten. Dabei ist der Kofferraum riesig bemessen (461 Liter) und kann durch das Umklappen der Rücksitzbank im Verhältnis 60:40 weiter vergrößert werden. Auch eine Skidurchreiche ist eingebaut, wie alles, auch diese serienmäßig.

Suzuki Kizashi

Foto: D. Stanka

Motor ohne Bums

Der Motor. Ein 2,4-Liter-Benziner, bekannt in seiner Grundkonfiguration aus dem Grand Vitara. Für den Kizashi überarbeitet, aber nicht wirklich überzeugend. Bei unseren ersten Testfahrten in Bonn und seiner herbstlich eingefärbten Umgebung präsentierte sich der Vierzylinder bei höheren Drehzahlen als rauer Geselle. Von unten heraus würde man bei den Leistungsdaten (131 kW/178 PS, Drehmoment von 230 Nm) auch mehr erwarten. Dafür zeigt sich der Kizashi optisch als Sportler. In Chrom gefasste Auslässe für die beiden Auspuffröhrchen suggerieren ebenfalls mehr Leistung wie der matt eingefärbte Kühlergrill.

Dafür ist das Fahrwerk gut ausgelegt. Nicht zu straff, obwohl dies der Name „Sport“ in der Typenbezeichnung vermuten ließe, ist der Kizashi ein Begleiter auch auf längeren Reisen. Eng könnte es für groß gewachsene auf der Rückbank werden. Die Coupé-Haft geneigte Dachlinie fordert ihren Tribut. Nach Suzuki-Manier gut aufgeräumt zeigt sich das Armaturenbrett mit einer innovativ zu bedienenden Schaltern und Hebeln. Das Multifunktionslenkrad ist selbstverständlich in Leder gehüllt und die Instrumente gut ablesbar.

Suzuki Kizashi

Foto: D. Stanka

Allradantrieb ab Ende 2010

Interessant könnte der zum Ende des Jahres erwartete Allradler in Verbindung mit dem stufenlosen automatischen CVT-Getriebe werden. 3.000 Euro teurer, ist er in seinem Segment konkurrenzlos preiswert. Ein Ladenhüter soll der Kizashi nicht werden. Suzuki Deutschland hat sich zwar für den Vertrieb der toll ausgestatteten Limousine entschieden, weiß aber ob der Situation in diesem Segment. So sollen in diesem Jahr noch 700 Kizashi verkauft werden, für 2011 erwartet Suzuki bescheidene 1.000 Einheiten.

Fazit

Mit dem Kizashi wagt Suzuki einen mutigen Vorstoß in ein heiß umkämpftes Segment. Punkten können die Japaner mit einer reichhaltigen Serienausstattung. Details, die bei praktisch allen Mitbewerbern mehr oder weniger teuer ausschließlich auf der Liste der Sonderausstattungen zu finden ist. Wird der bei hohen Drehzahlen rau klingende Motor nicht zu sehr gefordert, ist der Kizashi ein Reiseauto mit hohen Komfortansprüchen und mit reichlich Platz für viel Gepäck.

Suzuki Kizashi

Foto: D. Stanka

Suzuki Kizashi Foto: D. Stanka

Technische Daten: Suzuki Kizashi 2,4 Sport

Motor: 4-Zylinder-Benziner

Getriebe: Sechsgang-Schaltung

Hubraum: 2.393 ccm

Leistung in kW/PS bei xy U/min: 131 kW (178 PS)/6.500

Max. Drehmoment: 230 Nm bei 4.000 Umdrehungen pro Minute

Länge/Breite/Höhe: 4.650/1.182/1.470  in mm

Radstand: 2.700 in mm

Leergewicht: 1.495 kg

Zul. Gesamtgewicht: 2.000 kg

Kofferrauminhalt: 461 Liter

Bereifung: 235/45 R 18

Felgen: 8 x 18″ Leichtmetall

Beschleunigung: 7,8 Sekunden

Höchstgeschwindigkeit: 215 km/h

Tankinhalt: 63 l

Kraftstoffverbrauch Kombinierter Verkehr: 7,9 l auf 100 km

Preis: 26.990 Euro inkl. MwSt.

Dietmar Stanka   Aribonenstraße 1 b   D-81669 München




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