Facebook Pixel

Kia Sportage - Siegertyp aus Südkorea

Dienstag, 24. Mär. 2015

Länger, breiter, flacher. Attribute, die den neuen Kia Sportage auszeichnen. Aber es sind nicht die Maße, die bei dem Neuen gefallen. Es ist das Design, das aus der Hand von Peter Schreyer und seinem Team stammt und ganz und gar europäisch ist. Die Front beherrscht der große chromumrandete Kühlergrill. Die Scheinwerfer sind asiatisch schräg gestellt und gefallen durch ihre dunkle Einfassung. Allein aus dieser Perspektive vermittelt der Sportage mehr Sportlichkeit und wird nicht damit, zumindest optisch, endlich seinem Namen gerecht.

Siegertyp aus SüdkoreaFahrbericht von Dietmar Stanka

Länger, breiter, flacher. Attribute, die den neuen Kia Sportage auszeichnen.

Foto: Stanka
Foto: Stanka
Foto: Stanka
Foto: Stanka
Foto: Stanka
Foto: Stanka  

Aber es sind nicht die Maße, die bei dem Neuen gefallen. Es ist das Design, das aus der Hand von Peter Schreyer und seinem Team stammt und ganz und gar europäisch ist. Die Front beherrscht der große chromumrandete Kühlergrill. Die Scheinwerfer sind asiatisch schräg gestellt und gefallen durch ihre dunkle Einfassung. Allein aus dieser Perspektive vermittelt der Sportage mehr Sportlichkeit und wird damit, zumindest optisch, endlich seinem Namen gerecht.

Die Sportlichkeit hört nämlich spätestens beim Antrieb auf. Zum Verkaufsstart am zweiten Augustwochenende 2010 wird der Sportage mit einem 2-Liter-Benziner und einem 2-Liter-Diesel angeboten. Beide Motoren standen zu ersten Testfahrten zur Verfügung. Wir sind als Erstes den Benziner gefahren, der mit 120 kW (163 PS) zumindest auf dem Papier eine gute Leistungsentfaltung verspricht. Nur mit dem Popo-Meter gemessen, ist diese Antriebsquelle allerdings als recht zäh zu bezeichnen. Im Gegensatz dazu ist der Diesel mit nur 100 kW (136 PS) das agilere Triebwerk und bereitet mit dem Sechsgang-Getriebe auch mehr Fahrfreude. Die fünf manuellen Gänge des Benziners müssen den Sportage auch bei höheren Geschwindigkeiten genügen, was dieser mit einem höheren Spritverbrauch quittieren wird. Aber Kia rüstet nach. Bis Ende des Jahres sollen zwei weitere Motoren den Sportage Feuer unter dem Hintern machen. Ein 1,7-Liter-Diesel mit 115 PS und ein 1,6-Liter-Benziner mit 140 PS sind durchaus adäquate Antriebe für den kleinsten SUV des südkoreanischen Autobauers. Echt gewonnen hat das Innenleben des Sportage. Zwar wird immer noch mit Hartplastik an allen Orten geprotzt, das Material hat aber an Wertigkeit deutlich zugelegt. Damit die viel zitierte Haptik und das Gefühl in einem modernen Auto zu sitzen. Apropos sitzen. Das Gestühl war in den Testwagen ausschließlich mit Teilleder bezogen. Das allerdings nur für das Spitzenmodell Spirit für einen Aufpreis von 750 Euro. Den günstigsten Sportage für 19.950 Euro gibt es erst später. Unter der Haube werkelt in dem Einstiegsmodell der 1,6-Liter-Benziner. Das Ganze gepaart mit Frontantrieb. Allrad ist nur für die beiden 2-Liter zu bekommen und das auch erst ab der mittleren Version namens Vision. Für den Benziner werden dann 24.400 Euro fällig, für den Diesel 27.200 Euro. Das Allradsystem Dynamax ist ein vollaktives System, das Veränderungen der Fahrsituationen per Sensormessung antizipieren kann und im richtigen Moment die Antriebsart anpasst. Das von Magna Powertrain gebaute Allradsystem arbeitet mit einer Lamellenkupplung und ist durch die elektrohydraulische Betätigung voll steuerbar. Im Normalfall arbeitet Dynamax automatisch. Mit dem „Lock-Modus“ kann der Fahrer bei losem Untergrund wie Schnee, Matsch oder Eis den Allradantrieb manuell einschalten, um die gewünschte Traktion zum Beispiel beim Anfahren sofort zur Verfügung zu haben. Ab einer Geschwindigkeit von 40 km/h kehrt Dynamax selbsttätig wieder in den automatischen Modus zurück. Eine Sechsgang-Automatik steht als Option für 1.000 Euro den beiden 2-Liter-Motoren zur Verfügung. Wir sind den Diesel mit Automatik gefahren und waren vom Selbstschalten mehr angetan, obwohl der Komfortgedanke darunter zu leiden hat. Ausschließlich für die beiden kleineren Motoren ist für einen Aufpreis von 300 Euro das Start-Stopp-System erhältlich. Aber man kann auch bei Kia nicht alles haben, was man so gerne möchte. Kia ist mit dem Sportage optisch ein guter Wurf gelungen. Auch bei der Grundausstattung ließen sich die Südkoreaner nicht lumpen. Neben der umfangreichen Sicherheitsausstattung, die unter anderem aus ABS, dynamischer Stabilitätskontrolle, Bremsassistent und Berganfahr- und abfahrhilfe besteht, sind Klimaanlage, Leichtmetallfelgen und ein Audiosystem mit an Bord. Diese Features sind verbunden mit der 7-Jahres-Garantie überzeugende Gründe für den neuen Sportage.

Technische Daten: Kia Sportage 2,0 CRDi 2WD Vision

Motor: 4-Zylinder-Diesel Getriebe: Sechsgang-Schaltung Hubraum: 1.995 ccm Leistung in kW/PS bei xy U/min: 100 kW (136 PS)/4.000 Max. Drehmoment: 319 Nm bei 1.800 – 2.500 Umdrehungen pro Minute Länge/Breite/Höhe: 4.440/1.855/1.635 in mm Radstand: 2.640 in mm Leergewicht: 1.600 – 1.754 kg Zul. Gesamtgewicht: 2.140 kg Kofferraumvolumen: 564 – 1.353 l Bereifung: 225/60 R 17 vorne Felgen: 6,5 x 17″ Leichtmetall Beschleunigung: 11,3 Sekunden Höchstgeschwindigkeit: 181 km/h Tankinhalt: 58 l Kraftstoffverbrauch Kombinierter Verkehr: 7,8 l auf 100 km (Euro5) Preis: 25.700 Euro inkl. MwSt.Dietmar Stanka   Aribonenstraße 1 b   D-81669 München