Auf dem Weg in den Westen: Hyundai Santa Fe

Mittwoch, 11. Mär. 2015

Wer schon einmal die Schönheit und die Beschaulichkeit des Städtchen Santa Fe erlebt hat, wird diese Faszination lange in seinem Herzen tragen. Hyundais Santa Fe erfuhr in seiner zweiten Generation Anfang des Jahres ein Facelift und darf auch faszinieren. Nicht so heftig wie die Hauptstadt von New Mexico, aber für einen SUV dieser Klasse heftig genug.

Auf dem Weg in den Westen

Ein Fahrbericht von D. Stanka

Hyundai Santa Fe,Foto: Stanka
Hyundai Santa Fe,Foto: Stanka
Hyundai Santa Fe,Foto: Stanka
Hyundai Santa Fe,Foto: Stanka
Hyundai Santa Fe,Foto: Stanka

Wer schon einmal die Schönheit und die Beschaulichkeit des Städtchen Santa Fe erlebt hat, wird diese Faszination lange in seinem Herzen tragen. Hyundais Santa Fe erfuhr in seiner zweiten Generation Anfang des Jahres ein Facelift und darf auch faszinieren. Nicht so heftig wie die Hauptstadt von New Mexico, aber für einen SUV dieser Klasse heftig genug.

Innerhalb der Marke Hyundai befindet sich der Santa Fe in der Mitte zwischen dem nagelneuen iX35 und dem seit 2009 auf dem Markt befindlichen iX55. Und hat von beiden ein bisschen was. Nur noch nicht die neue Nomenklatura der Marke. Und so wird der legitime Nachfolger des eben aufgepeppten Santa Fe iX45 heißen. Aber noch ist Santa Fe angesagt und dieser hat weltweit seit 2001 bereits über 2 Millionen Fans gewonnen. Zwei Motoren und zwei Antriebskonzepte sowie, wie sollte es anders sein, zwei Ausstattungslinien sind für den Santa Fe verfügbar. 2,4 Liter Volumen weißt der Benziner auf und leistet damit 128 kW (174 PS). Der nagelneue und im Dieselkompetenzzentrum in Rüsselsheim entwickelte Selbstzünder bringt mächtige 145 kW (197 PS) auf die Straße und war auch in dem Testwagen verbaut, der mich zwei Wochen und knapp 2.000 Kilometer durch die Republik begleitete. 2WD oder 4WD? Vorderrad- oder Allradantrieb? Eine Frage des Geschmacks und selbstverständlich der Notwendigkeit. Und da vielen Menschen die einfachere und damit auch günstigere und leichtere Variante genügt, ist der 2WD eine sehr gute Wahl für den Santa Fe. Fehlt nur noch die entsprechende Ausstattung und die heißt entweder Comfort oder Premium. Wobei Premium ausschließlich dem 2,2-Liter-Diesel in der Allradvariante vorbehalten ist. Und die kostet im Vergleich zur Comfort-Ausstattung über 5.000 Euro mehr. Enthält dann aber unter anderem Xenon-Scheinwerfer, den bereits erwähnten schlupfabhängigen Allradantrieb sowie eine Klimaautomatik und das Pioneer-Navigationssystem inkl. USB und Bluetooth. Leider glänzt bei dem Pioneer-Navi nur der vermeintliche Klavierlack. Ansonsten ist dieses System die wohl momentan lahmste und am umständlichsten zu bedienende Orientierungshilfe am Markt. Dass ein namhafter Hersteller zum einen solch ein Gerät überhaupt anbietet, und es ein anderer einbaut ist mir ein Rätsel. Nach Angaben eines Pressesprechers von Hyundai Deutschland wird im Santa Fe ab Sommer das auch im iX35 angebotene und hauseigene Navi Einzug halten. So wartet man eben mit der Bestellung noch ein wenig oder nimmt mit einem mobilen Navi Vorlieb. Ebenfalls ein wenig Kritik verdienen die vorderen Sitze. Der Seitenhalt ist leider praktisch gar nicht vorhanden. Gut, dass der Santa Fe ein SUV ist und mit diesem im Regelfall keine heißen Kurvenfahrten unternommen werden. Auch die Sitzverstellung könnte angenehmer sein. Rädchen für die richtige Einstellung der Rückenlehne gibt es mittlerweile schon in Kleinwagen, der Santa Fe muss sich leider mit einer Rastereinstellung begnügen. Dafür ist das Platzangebot tadellos. Vorne wie hinten sind die Ausmaße üppig und der Kofferraum mit 528 Litern Volumen nahezu riesig. Das hat die Hyundai-Entwickler wohl auch dazu bewogen, eine dritte Sitzreihe anzubieten, sodass aus dem Santa Fe im Handumdrehen ein Siebensitzer wird. Werden die beiden Sitzgelegenheiten nicht mehr benötigt, verschwinden sie im Kofferraumboden. Kraftvoll, sparsam und dabei recht leise geht der 2,2-Liter-Diesel zu Werke. Die 197 PS beschleunigen den rund 1,9 Tonnen schweren Santa Fe in unter 10 Sekunden von 0 auf 100 km/h. In Kombination mit der optional erhältlichen Sechsgang-Automatik (1.800 Euro) ist der Santa Fe ein souveräner Begleiter auf allen Wegen und Situationen. Der Santa Fe macht Spaß. Er zeigt durch seine schiere Größe (4,66 m lang und fast 1,90 m breit) eine hohe Präsenz. Das Dieselaggregat hat hervorragende Eigenschaften, der Durchschnittsverbrauch lag bei etwas mehr als acht Litern und damit rund einen Liter über den Werksangaben. 32.640 Euro kostet der Spaß im Santa Fe mit Diesel unterwegs zu sein, der Benziner mit Vorderradantrieb startet bei 29.530 Euro. Interessante Preise für ein schickes Automobil.

Technische Daten: Hyundai Santa Fe 2,2 CRDi 2WD Comfort

Motor: 4-Zylinder-Diesel Getriebe: Sechsgang-Automatik Hubraum: 2.199 ccm Leistung in kW/PS bei xy U/min: 145 kW (197 PS)/3.800 Max. Drehmoment: 437 Nm zwischen 1.800 und 2.500 Umdrehungen pro Minute Länge/Breite/Höhe: 4.660/1.890/1.760  in mm Radstand: 2.700 in mm Leergewicht: 1.877 – 1.957 kg Zul. Gesamtgewicht: 2.520 kg Kofferrauminhalt: 528 l, umgeklappt bis 1.582 Bereifung: 235/65 R17 Felgen: 7 x 17″ Leichtmetallfelge Beschleunigung: 9,9 Sekunden Höchstgeschwindigkeit: 190 km/h Tankinhalt: 75 l Kraftstoffverbrauch kombinierter Verkehr: 7,2 l auf 100 km Preis: ab 32.640 Euro inkl. MwSt. Dietmar Stanka   Aribonenstraße 1 b   D-81669 München