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Honda Jazz - Jam Session auf vier Rädern

Mittwoch, 11. Mär. 2015

Der Jazz der zweiten Generation vereint viel Automobil unter seinem schick gestylten Blechkleid. Der Jazz ist Kleinwagen, aber nicht klein, ein Kompaktvan, aber mit einer Pkw-ähnlichen Straßenlage und ein flottes Gefährt mit hohem Nutzwert. Viel Lob gleich am Anfang und das hat der kleine Honda wahrlich verdient. Dass er nur als Benziner zu haben ist, tut diesen Vorschusslorbeeren keinen Abbruch.

 Jam Session auf vier Rädern

Der Jazz der zweiten Generation vereint viel Automobil unter seinem schick gestylten Blechkleid.

Honda Jazz,
Honda Jazz,Foto: Stanka    

Der Jazz ist Kleinwagen, aber nicht klein, ein Kompaktvan, aber mit einer Pkw-ähnlichen Straßenlage und ein flottes Gefährt mit hohem Nutzwert. Viel Lob gleich am Anfang und das hat der kleine Honda wahrlich verdient. Dass er nur als Benziner zu haben ist, tut diesen Vorschusslorbeeren keinen Abbruch. Werden Fahrzeuge dieser Größenordnung doch meist nicht über Zigtausende Kilometer pro Jahr bewegt.

1,2 oder 1,4 Liter Hubraum stecken unter der Motorhaube, dabei werden 66 kW (90 PS) bzw. 73 kW (100 PS) an die Vorderräder geschickt. Mein Testwagen durfte mit der etwas höheren Leistung protzen und bewies eine gute Agilität. Die von Honda angegebene Höchstgeschwindigkeit von 182 km/h erreichte der Jazz relativ locker. Der Tacho zeigte sogar knapp 200 km/h an, einer Geschwindigkeit, der dann der Drehzahlbegrenzer Einhalt gebot. Serienmäßig sind beide Motorenvarianten an ein manuelles Fünfgang-Getriebe gekoppelt. Für mehr Komfort und flotte Schaltvorgänge kann das automatisierte Sechsgang-i-Shift-Getriebe für 1.100 Euro Aufpreis geordert werden. Honda Jazz, Foto: Stanka Neben dem gefälligen Äußeren überzeugt der Jazz vor allem mit seinen inneren Werten. Gerade mal 3,90 lang, fasst der Kofferraum des Jazz sensationelle 428 Liter. Und das, ohne sich beim Be- und Entladen einen Bruch zu heben. Denn die Ladekante ist rückenfreundlich niedrig und die Öffnung breit genug für die größeren Einkäufe. Einer der Gründe dieses riesigen Platzangebotes ist die Unterbringung des Tanks unter den Vordersitzen. Beim Jazz allerdings nichts Neues. Auch der erfolgreiche Vorgänger, von dem weltweit über 2 Millionen Exemplare verkauft wurden, konnte mit dieser guten Idee aufwarten. Das herausragende Raumgefühl ist auch auf allen Sitzen zu erleben. Die gute Rundumsicht wird durch eine große Frontscheibe und die Dreiecksfenster vorne sowie die gut dimensionierten Seitenfenster ermöglicht. Die leicht erhöhte Sitzposition tut ihr Übriges, sich im Jazz sofort wohlzufühlen. Dazu trägt auch das übersichtliche gestaltete Cockpit mit gut ablesbaren Instrumenten und logisch platzierten Schaltern und Bedienelementen bei. Stauraum an allen Orten – der Jazz ist ein echter Lademeister. Davon zeugen unter anderem insgesamt 10 Flaschen- bzw. Becherhalter. Zwei vorne an der Mittelkonsole, zwei hinter der Handbremse, je einer an den Enden der Instrumententafel sowie je einer in den vier Türverkleidungen. Besonders einfach und genial sind die umklappbaren Rücksitze zu bedienen. Ein einziger Griff reicht zum Versenken der Sitzbank aus und bedingt durch die nahezu bündig angeordneten Kopfstützen passen die 60:40 geteilten Rücksitze selbst dann an den Vordersitzen vorbei, wenn diese in hinterster Position justiert sind. Klappt man dann noch den Beifahrersitz um, kann der Jazz Gegenstände bis zu einer Länge von 2,40 Meter transportieren! Oder drei Mountainbikes mit 26 Zoll Raddurchmesser und das ohne der sonst notwendigen Demontage der Vorderräder! Wertvolle Utensilien passen unter dem linken Rücksitz in ein faktisch geheimes Staufach und der zweigeteilte Kofferraum bietet unter der soliden Abdeckung Platz für verschwitzte oder nass gewordene Klamotten und Gegenstände. Honda Jazz, Foto: Stanka Tadellos auch das Fahrverhalten des Jazz. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger wuchs der Radstand um 45 Millimeter, was die Straßenlage verbesserte und den Abrollkomfort deutlich steigerte. Die Wendigkeit hat durch mehr Länge nicht gelitten, 10,10 Meter Wendekreis sprechen eine deutliche Sprache. Der Spritverbrauch hält sich ebenfalls in angenehmen Grenzen. Je nach Einsatz des Gasfußes waren es zwischen 6 und 8 Litern und das meist bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt. Und die Schaltpunktanzeige, eine gute Hilfe Tankstopps zu minimieren, ist beim Jazz serienmäßig. Ein Manko gibt es trotzdem. Honda verfolgt beim Jazz eine äußerst selbstbewusste Preispolitik und bewegt sich dabei in der Liga des wohl erfolgreichsten deutschen Kleinwagens, dem Polo von Volkswagen. 12.550 Euro kostet das Einstiegsmodell, mein Testwagen in der Variante Comfort immerhin schon 18.959 Euro. Viel Geld für ein kleines Automobil, aber auch viel Qualität und hohe Praktikabilität. Honda Jazz, Foto: Honda

Technische Daten: Honda Jazz 1,4 Comfort

Motor: 4-Zylinder-Benziner Getriebe: Fünfgang-Schaltung Hubraum: 1.339 ccm Leistung in kW/PS bei xy U/min: 73 kW (100 PS)/6.000 Max. Drehmoment: 127 Nm von 4.800 Umdrehungen pro Minute Länge/Breite/Höhe: 3.900/1.695/1.525  in mm Radstand: 2.495 in mm Leergewicht: 1.047 kg Zul. Gesamtgewicht: 1.555 kg Kofferrauminhalt: 428 l, umgeklappt bis Bereifung: 165/65 R15 Felgen: 6 x 15″ Stahlfelge Beschleunigung: 11,4 Sekunden Höchstgeschwindigkeit: 182 km/h Tankinhalt: 42 l Kraftstoffverbrauch kombinierter Verkehr: 5,4 l auf 100 km Preis: 18.959 Euro inkl. MwSt. Dietmar Stanka   Aribonenstraße 1 b   D-81669 München