Ford Ka Stadfloh

Mittwoch, 25. Mär. 2015

Stadtfloh mit Luxusausstattung - Von Dietmar Stanka - Bezogen auf die Überschrift muss gleich eines deutlich gemacht werden: Echter Luxus aus der Oberklasse automobiler Manufakturen darf nicht erwartet werden. Doch das, was man sich heutzutage unter hochwertiger Ausstattung vorstellt. Dazu bedarf es jedoch der Ausstattungslinie Titanium, die in jedem Falle zu empfehlen ist. Die 1.200 Euro sind es wert ausgegeben zu werden. Die Basisversion Trend sollte daher nur als Einstieg zu sehen sein, zum Beispiel für Kurierdienste oder ähnlich gelagerte Fahrten in urbanen und suburbanen Gebieten.

Der Ford KA Foto: Stanka  

Foto: Stanka
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Stadtfloh mit Luxusausstattung

Hersteller: Ford ; Modell: Ka Titanium Von Dietmar Stanka

Bezogen auf die Überschrift muss gleich eines deutlich gemacht werden: Echter Luxus aus der Oberklasse automobiler Manufakturen darf nicht erwartet werden. Doch das, was man sich heutzutage unter hochwertiger Ausstattung vorstellt. Dazu bedarf es jedoch der Ausstattungslinie Titanium, die in jedem Falle zu empfehlen ist. Die 1.200 Euro sind es wert ausgegeben zu werden. Die Basisversion Trend sollte daher nur als Einstieg zu sehen sein, zum Beispiel für Kurierdienste oder ähnlich gelagerte Fahrten in urbanen und suburbanen Gebieten.

KA – ein Automobil, das in den 90er Jahren einen Aufschrei provozierte. Als Ei verschrien, wurde der KA entweder geliebt oder belächelt. Das neue Modell, komplett anders designt, kommt im ersten Moment recht bieder und unauffällig daher. Ganz im Gegensatz zu seinem im gleichen Werk gefertigten Mitbewerber, dem Fiat 500. Dem Trendsetter im Kleinwagen-Segment, der sämtliche Herzen im Sturm eroberte. So dürfen alle KA-Fans froh sein, dass Ford drei Individual-Pakete anbietet, die diesem Wägelchen ein eigenes Gesicht verpassen. „Digital“, „Grand Prix“ und „Tattoo“ buhlen im Wettstreit, die schönste und exklusivste Veredelung für den KA sein zu dürfen. Im Außendesign startet die Individualisierung bei einem Preis von 370 Euro, innen kostet sie 400 Euro und mit Teillederpolsterung 1.150 Euro. Leistbar und witzig, vor allem, weil der KA dann den Stellenwert erhöhter Aufmerksamkeit bekommt. Zwei Motoren stehen zur Wahl: Der 1,3-Liter TDCI mit 55 kW (75 PS), der in der Trendversion bei 11.950 Euro startet und in der Titanium-Ausstattung 13.150 Euro kostet. Um schlappe 2.000 Euro günstiger und daher mein absoluter Favorit: der 1,2-Liter-Benziner mit 51 kW (69 PS), der den KA ordentlich und sparsam bewegt. Beide Motoren sind mit einer leichtgängigen Fünfgang-Schaltung ausgestattet, eine Automatik steht nicht zur Verfügung. Neben den Individualisierungspaketen stellt die Aufpreisliste des KA noch weitere Möglichkeiten zur Verfügung, den kleinsten Ford optisch aufzuwerten. Für 450 Euro erhält man zum Beispiel das Titanium X-Paket III mit 6 ½ Zoll großen Leichtmetallrädern und einer 195/45 R 16 Bereifung sowie dunkel getönten Scheiben hinten. 299 Euro kostet das Garmin „nüvi 765 mit TMC und Bluetooth-Funktion, das mit einer 45 Euro teuren Halterung an der A-Säule befestigt werden kann. Das schöne daran: Es entsteht kein Kabelsalat, weil die Leitungen bereits versteckt verlegt sind. Mein Testwagen, der mich zwei Wochen und knapp 1.000 Kilometer begleiten durfte, war, der Jahreszeit angemessen, mit Winterreifen bestückt. Ford verkauft diese direkt und relativ preiswert auf Stahlfelgen montiert, für 325 Euro. So sind alle Sonderausstattungen dem Fahrzeuggrundpreis angemessen, sodass der Ford KA als ein echtes Einsteigerauto gelten kann. Denn auch an der Sicherheit wurde nicht gespart. ABS ist ja mittlerweile so obligatorisch wie Reifen und Lenkrad, Airbags gehören selbstverständlich auch zum guten Ton und das das ESP mit Berganfahrhilfe und Antriebsschlupfregelung 360 Euro mehr kostet, ist in Anbetracht der Gesamtkalkulation absolut in Ordnung. Noch ein paar Worte zum Fahreindruck. Der KA ist mit 69 PS brav motorisiert. Er kann im Verkehr gut mitschwimmen, ist auch auf der Autobahn mit einer Höchstgeschwindigkeit von knapp 160 km/h adäquat zu bewegen. Das Fahrwerk ist aufgrund des kurzen Radstands nicht optimal ausgewogen und neigt bei unebenen Straßen zu etwas Holprigkeit. Das ist aber durchaus zu verschmerzen, denn dafür bietet der KA eine gute Rundumsicht und eben genau die Länge, bzw. Kürze, um in der Stadt auch in kleinste Lücken zu schlüpfen. Der Kofferraum ist mit 224 Litern ebenfalls groß genug, um den wöchentlichen Einkauf oder das Gepäck für den Urlaub zu transportieren. So überzeugt der KA mit witzigen Ausstattungspaketen, einem günstigen Preis und angemessenen Verbrauchswerten (Diesel 4,2 Liter Durchschnittsverbrauch und 112 Gramm CO2 pro Kilometer, Benziner 5,1 Liter und 119 Gramm). Eine große Auswahl an Zubehör, wie zum Beispiel Dachträger-Systeme von Thule steigern die Attraktivität und zeigt, was im Segment der Kleinwagen heute alles möglich ist.(ds)

Technische Daten: Ford KA Titanium

Motor: 4-Zylinder-Benziner Getriebe: Fünfgang-Schaltung Hubraum: 1.995 ccm Leistung in kW/PS bei xy U/min: 51 kW (69 PS)/5.500 Max. Drehmoment: 102 Nm von 3.000 Umdrehungen pro Minute Länge/Breite/Höhe: 3.620/1.658/1.506 in mm Radstand: 2.300 in mm Leergewicht: 940 kg Zul. Gesamtgewicht: 1.320 kg Kofferrauminhalt: 224 l – 710 l Bereifung: 195/50 R15 Felgen: 6 x 15″ Stahlfelge Beschleunigung: 13,1 Sekunden Höchstgeschwindigkeit: 159 km/h Tankinhalt: 40 l Kraftstoffverbrauch kombinierter Verkehr: 5,1 l auf 100 km Preis: ab 11.150 inkl. MwSt.Dietmar Stanka Aribonenstraße 1 b D-81669 München