BlueMotion von Volkswagen

BlueMotion von Volkswagen

Polo BlueMotion von Volkswagen Foto: Stanka

Die blaue Bewegung kommt immer mehr in Fahrt

Hersteller: Volkswagen AG ; Modelle: BlueMotion

Von Dietmar Stanka

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BlueMotion debütierte 2006 im Polo, der damals mit 3,9 Litern Durchschnittsverbrauch einen neuen Weltbestwert für fünfsitzige Autos markierte. Heute sind es im neuen Polo BlueMotion nur noch 3.3 Liter oder, weil ja mittlerweile die anerkannt wichtigste Größe bei Fahrzeugen: ein CO2-Ausstoss von nur noch 87 Gramm pro Kilometer! Allerdings gepaart mit einem satten Aufpreis gegenüber einem gleich stark motorisierten „normalen“ Polo. 1.750 Euro verlangt Volkswagen für diese Spritspar-Technologie und liefert dafür aber einen besonders hochwertig ausgestatteten Polo aus.

BlueMotion von Volkswagen

Polo BlueMotion von Volkswagen Foto: Stanka

Denn obwohl der BlueMotion in der Basisausstattung „Trendline“ ausgeliefert wird, glänzt das Interieur mit einer zweifarbig abgestimmten Sitzpolsterung, deren Design sich ebenfalls in den Türeinlässen wiederfindet, einer Geschwindigkeitsregelanlage, Lederlenkrad und –schalthebelknauf, Mittelarmlehne und Reifendruckanzeige. Vervollständigt wird der Polo mit Nebelscheinwerfern und in Wagenfarbe gehaltenen Außenspiegelgehäusen und Türgriffen.

BlueMotion von Volkswagen

Polo BlueMotion von Volkswagen Foto: Stanka

Wichtiger und elementarer sind allerdings die extra für den BlueMotion gestalteten Karosserie-Details. Der in einer Art Klavierlack fast geschlossene und sehr elegant wirkende Kühlergrill, die extrem sportliche Spoilerlippe vorne, ein Heckspoiler sowie eine aerodynamische Unterbodenverkleidung sind die äußeren Kennzeichen des BlueMotion. Im Windkanal geschliffene 15-Zöller aus Leichtmetall mit rollwiderstandsoptimierten Reifen summieren das Ergebnis der Ingenieursarbeit.

Unter der Haube werkelt ein recht kraftvoll agierender Dreizylinder-Diesel-Motor. 55 kW (75 PS) müssen rund 1.080 kg bewegen und das funktioniert recht gut. So bewiesen auf ersten Ausfahrten mit dem neuesten Sparwunder aus Wolfsburg im Norden Hannovers, in der herbstlich gefärbten südlichen Lüneburger Heide bei Celle. Obwohl es bei diesem Auto nicht das Maß aller Dinge ist, der BlueMotion Polo beschleunigt in 13,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht immerhin eine Spitzengeschwindigkeit von 173 km/h.

BlueMotion von Volkswagen

Polo BlueMotion von Volkswagen Foto: Stanka

Ob sich allerdings die Anschaffung des Polo BlueMotion rentiert, bedarf der Rechnung mit dem spitzen Bleistift. Denn es wird ja auch noch der Polo BlueMotion Technologies angeboten und der benötigt mit 3,6 Litern im Schnitt nicht wirklich viel mehr des teuren Diesels und kostet dabei weniger!

BlueMotion von Volkswagen

Golf BlueMotion Foto: Stanka

Etwas günstiger liegt der Einstieg in die blaue Bewegung von Volkswagen bei Golf und Passat. Die beiden Bestseller sind jeweils mit einem 1,6-Liter-Diesel mit 77 kW (105 PS) ausgerüstet, der im Golf im Durchschnitt 4 Liter verbraucht und damit 99 Gramm CO 2 emittiert und im Passat 4,4 Liter durch die Düsen jagt und 114 Gramm CO2 emittiert. Die auch etwas besser als ihre vergleichbaren „normalen“ Brüder ausgestatteten Fahrzeuge kosten als Golf 1.050 Euro und als Passat 725 Euro mehr.

Auf den Testfahrten rund um Celle konnten beide ihre hohe Alltagstauglichkeit trotz der vermeintlich niedrigen Leistung beweisen. Das Drehmoment von 250 Nm, das bereits bei 2.000 Umdrehungen anliegt und eine Höchstgeschwindigkeit von 190 km/h (Golf) und eine von 193 km/h (Passat) sprechen hierbei eine deutliche Sprache.

Allen drei neuen Vertretern des Hauses ist zudem das Start-Stopp-System und eine Bremsenergie-Rückgewinnung (Rekuperation) gemein. Neben den „echten“ BlueMotion-Modellen führte Volkswagen sein BlueMotion Technologies Programm bereits bei sämtlichen PKW ein. So sind auch ein sportlicher Scirocco oder ein allradbetriebener Tiguan mit dieser sinnvollen Technik zu ordern.

Aber BlueMotion ist nicht alles. Fahrerin oder Fahrer sind ein wesentliches Einflusskriterium beim Spritverbrauch. Rund 30 Prozent an Sparpotenzial liegen im Gasfuß und dieser kann trainiert werden. Zum Beispiel bei Automobil-Clubs oder entsprechenden Trainingsprogrammen der Hersteller.

Dietmar Stanka Aribonenstraße 1 b D-81669 München




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