Mazda3 MPS - Familienfreundlicher Renner

Mittwoch, 11. Mär. 2015

Familienfreundlicher Renner - Von Dietmar Stanka - Mit einem reichlich ausgestatteten Modell komplettiert Mazda ab Oktober 2009 seine im Juni eingeführte kompakte 3er Linie. Nach effizienten Motoren mit neuester Technologie soll beim MPS vor allem der sportive Fahrspaß im Vordergrund stehen. Und mit 191 kW (260 PS), die aus einem 2,3-Liter-Turbo mit 380 Nm Drehmoment stammen, werden die Vorderräder aufs Heftigste an ihre Traktionsgrenzen getrieben.

Familienfreundlicher Renner

Hersteller: Mazda Modell: Mazda3 MPS

Der Mazda3 MPSFoto: Stanka  

Von Dietmar Stanka

Mit einem reichlich ausgestatteten Modell komplettiert Mazda ab Oktober 2009 seine im Juni eingeführte kompakte 3er Linie. Nach effizienten Motoren mit neuester Technologie soll beim MPS vor allem der sportive Fahrspaß im Vordergrund stehen. Und mit 191 kW (260 PS), die aus einem 2,3-Liter-Turbo mit 380 Nm Drehmoment stammen, werden die Vorderräder aufs

Heftigste

an ihre Traktionsgrenzen getrieben.

  Martialisch soll er wirken, der MPS und so haben sich die Designer alle Mühe gegeben, die Optik auf halbstark zu trimmen. Besonders augenfällig die Hutze mit Breitmaulöffnung auf der Motorhaube, die dem Triebwerk mehr Frischluft zuführt. Die dicken Backen der Kotflügel umrahmen die schön gestylten 18-Zoll-Alufelgen, die von speziell entwickelten Dunlop-Pneus überzogen sind. Die Heckklappe wird von einem mächtigen Heckspoiler beherrscht, der die Aerodynamik positiv beeinflussen soll und dabei den Anpressdruck erhöht. Der Mazda3 MPS Foto: Stanka Innen wirkt der MPS im ersten Moment gut aufgeräumt. Wäre da nicht der große Kontrast zwischen hochwertigen Stoffen und denen minderer Qualität. Die Bestuhlung, zum Teil in Leder gehüllt und mit schönen Nähten verziert, erfüllt hohe Ansprüche. Ebenso ein Teilbereich der Türverkleidung. Die Kunststoffe entsprechen dagegen nicht dem Standard, der in dieser Klasse zu erwarten ist. Der Mazda3 MPS Foto: Stanka Gewöhnungsbedürftig auch das Multifunktionslenkrad mit 17 (!) Schaltern und Hebelchen. Da lohnt sich das längere Studium der Gebrauchsanleitung, damit auch alles verstanden werden kann, was dort bedient werden soll. Wie der Besuch im Mäusekino stellt sich der Blick auf das Navigationssystem dar. Integriert in den oberen Teil des Instrumententrägers ist die Darstellung einfach zu klein. Nach ein wenig Kritik hin zu den positiven Seiten des MPS, der mit einem Einstandspreis von 27.400 Euro und seinem reichhaltigen Ausstattungspaket Premium zu Discounter-Konditionen bietet. Eine komplette Aufzählung wäre zu umfangreich, ein paar Highlights sind es aber wert, genannt zu werden. Das sind unter anderem die gut konturierten Sportsitze, ein Bordcomputer, ein innovatives Einstiegsbeleuchtungssystem, ein Spurwechsel-Assistent und die Einparkhilfe. Details die bei den meisten Hersteller meist nur gegen hohe Aufpreise zu bekommen sind. Einzig das Navi für 720 Euro und das Plus-Paket (u.a. BOSE-Soundsystem inkl. CD-Wechsler und Bluetooth, Bi-Xenon mit adaptiven Kurvenlicht sowie schlüsselloses Zugangs- und Startsystem) für 2.400 Euro sind als Extras zu ordern. Recht günstig auch die Einstufung der Versicherungsklassen (Haftpflicht: 18, Vollkasko: 24 und Teilkasko: 25). Der Mazda3 MPS Foto: Stanka Damit und auch mit dem reichhaltigen Platzangebot im Inneren und im Kofferraum, der über die große Heckklappe gut zu laden ist, qualifiziert sich der Mazda3 MPS zum Familiensportler. Fünf Personen finden Platz und auch hinten können größere Menschen durchaus bequem auch längere Strecken überwinden. Denn auch das Fahrwerk ist nur verhalten sportlich zu nennen. Obwohl am Nürburgring einer Feinabstimmung unterzogen, ist es nicht zu hart abgestimmt. Leichtgängig und flüssig sind die sechs Gänge einzulegen und bei schneller Fahrt sind die kurzen Schaltwege ein Segen. Leider rupft es bei zügigen Beschleunigungsvorgängen etwas an der Lenkung, da kann auch die mechanische Sperre, die von einem elektronischen Helferlein unterstützt wird, der das Drehmoment herunterreguliert, nicht viel ausrichten. So ist der Mazda3 MPS ein Automobil mit Licht und Schatten, wobei die hellen Momente eindeutig überwiegen. Im Feld der kompakten Sportler ist er fast ein Sonderangebot und mit seiner Leistung überragt er die meisten seiner Mitbewerber teilweise recht deutlich. Ein bisschen mehr Liebe in der Wahl der Materialien des Interieurs wäre angebracht gewesen, aber das nächste Facelift kommt bestimmt. Der Mazda3 MPS Foto: Stanka

Technische Daten: Mazda3 MPS

Motor: 4-Zylinder-Benziner mit Turboaufladung Getriebe: Sechsgang-Schaltung Hubraum: 2.261 ccm Leistung in kW/PS bei xy U/min: 191 kW (260 PS)/5.500 Max. Drehmoment: 380 Nm bei 3.000 Umdrehungen pro Minute Länge/Breite/Höhe: 4.505/1.770/1.460 in mm Radstand: 2.640 in mm Leergewicht: 1.385 kg Zul. Gesamtgewicht: 1.925 kg Kofferrauminhalt: 340 l, bei umgeklappter Rückbank 1.360 l Bereifung: 225/40 R 18 Felgen: 7,5 x 18 “ Leichtmetall Beschleunigung: 6,1 Sekunden Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h Tankinhalt: 60 l Kraftstoffverbrauch kombinierter Verkehr: 9,6 l auf 100 km Preis: ab 27.400 Euro inkl. MwSt. Dietmar Stanka Aribonenstraße 1 b D-81669 München