Mazda CX-7: Bissiger Jung-Dynamiker

Mazda CX-7 Foto: Mazda

Mazda CX-7: Bissiger Jung-Dynamiker

Erst spät hat Mazda das Geländewagen-Segment wieder für sich entdeckt.

Mangels geeignetem Dieselaggregat setzen die Japaner beim neuen CX-7 beim Antrieb ganz gezielt auf die sportliche Linie.

Mazda meldet sich nach längere Zeit wieder im SUV-Segment zurück. Nach dem stillen Tod des kantigen Tribute war es bei den Japanern in Sachen Geländewagen ziemlich ruhig gewesen. Viel Überzeugungsarbeit war bei den Firmenbossen in Hiroshima notwendig, bis der CX-7 endlich auf die Räder gestellt wurde. Nach dem Testlauf in den USA, wo das Mittelklasse-SUV inzwischen seit gut einem Jahr mit ordentlichen Verkaufzahlen aufwartet, kommt der CX-7 ab Ende Oktober in einer überarbeiteten Version auch in Deutschland zu den Händlern.

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Eigene Nische etabliert

Dass Mazda auch seinen SUV auf sportlich trimmen würde, war zu erwarten. Schließlich hat dies der Hersteller mit dem Mazda6 und dem Mazda3 MPS schon vorgemacht. Doch beim allradgetriebenen CX-7 sprechen noch ganz andere Gründe für diese Ausrichtung. Der «sportliche Crossover-SUV», wie das in der Mazda-Pressemitteilung so schön heißt, soll eine Kombination zwischen geräumigen Geländefahrzeug und Sportwagen darstellen. So schafft sich Mazda in seinem Segment eine eigene Nische. Außerdem haben die Japaner im Augenblick keinen geeigneten Diesel im Portfolio. Ein Selbstzünder soll für den Fünfsitzer erst Ende 2008 folgen. Was lag also näher, den Mazda-Neuzugang konsequent auf dynamisch zu trimmen. Und das ist voll gelungen.

Extrem flache Frontscheibe

Das beginnt schon beim Design, wo sich die Entwickler ungehemmt im Konzernregal bedient haben, und hier besonders beim Wankel-Modell RX-8. Die Optik wird von der sehr flachen Frontscheibe dominiert, die sich nur im Winkel von 66 Grad gegen den Fahrtwind neigt.

Mazda CX-7

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Und der 4,68 Meter lange CX-7 lässt nicht nur durch die herausstehenden Radhäuser mit Pneus auf 18-Zoll-Felgen oder die aggressive Seitenlinie die Muskeln spielen, sondern vor allem unter der Haube.

Stattliches Drehmoment

Mazda CX-7

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Dort verrichtet der einzig verfügbare Motor, ein 2,3-Liter-Turbobenziner und Direkteinspitzung, seinen Dienst. Aus vier Zylindern holt der Motor eine Leistung von 191 kW/260 PS und ein stattliches Drehmoment von 380 Nm. Das sorgt für mächtig Zug, wenn man das Gaspedal voll durchtritt, was Überholvorgänge erheblich erleichtert. Der 1,8 Tonnen schwere CX-7 beschleunigt laut Werksangabe in acht Sekunden von 0 auf 100 km/h. Ein rasches Durchschalten der insgesamt sechs Gänge ist auch dank des kurzen Schaltknüppels kein Problem. Bei 210 km/h ist (abgeregelt) Schluss. Dabei liegt der SUV auch in schnell durchfahrenen Kurven dank der sportlichen Fahrwerksabstimmung stets gutmütig auf der Straße. Den Verbrauch gibt Mazda bei geruhsamer Fahrweise mit 10,2 Liter auf 100 km an; das macht einen CO2-Wert von 243 Gramm pro Kilometer. Auch bei der Innenausstattung kann der CX-7 überzeugen, abgesehen von jeder Menge glänzendem Hartplastik im vorderen Bereich. Das Cockpit birgt keine große Überraschungen, die Instrumente lassen sich gut ablesen. Die Sitze sind bequem und bieten guten Seitenhalt. Und Platz gibt es auch reichlich; selbst der Kofferraum mit dem praktischen Wendeboden fällt mit 455 Liter angemessen groß aus. Ein Handgriff, und das Volumen lässt sich auf fast 1400 Liter erweitern.

Umfassend ausgestattet

Mazda CX-7

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Schon in der Grundausstattung «Energy» für 31.800 Euro ist der CX-7 umfassend ausgestattet. Die fehlende Metallic-Lackierung und das Bose-Soundsystem erhält man beim CX-7 «Expression» (35.400 Euro) dann gleich mit. Hier hat der Kunde dann auch die Wahl zwischen einer schwarzen oder - neu - einer beigen Lederausstattung. Das elektrische Glas-Schiebedach kostet indes immer 850 Euro extra. Die Preise mögen bei den Konkurrenten zunächst günstiger sein - an das Paket des bissigen Jungdynamikers in Sachen Ausstattung und Motorleistung kommen sie im Endeffekt aber nicht heran. Was den Erfolg des CX-7 garantieren sollte.




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