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Peugeot 207 SW: Licht und Schatten

Donnerstag, 19. Mär. 2015

Peugeot bringt die dritte Karosserie-Variante der 207er-Reihe. Der Kombi mit dem Panoramadach soll den Erfolg des Vorgängers sogar noch überbieten. Die ersten Testfahrten zeigten einen überaus durstigen 207 SW.

Ein Jahr nach der Markteinführung des 207 hat Peugeot die Kleinwagenserie mit einem neuen Hoffnungsträger erweitert.

Auf dem 207 SW, dem Kombi mit Panoramadach, setzen die Franzosen große Hoffnungen. Während der Vorgänger 206 SW rund 13 Prozent aller Verkäufe der 207er-Reihe ausmachte, soll der Nachfolger ab dem kommenden Jahr knapp doppelt so viele Einheiten absetzen. «Im kommenden Jahr wollen wir 13.000 Einheiten in Deutschland absetzen, rund ein Viertel aller Verkäufe der 207er-Modellreihe», sagte Olivier Dardart, Chef von Peugeot Deutschland.
Auf dem 207 SW, dem Kombi mit Panoramadach, setzen die Franzosen große Hoffnungen. Während der Vorgänger 206 SW rund 13 Prozent aller Verkäufe der 207er-Reihe ausmachte, soll der Nachfolger ab dem kommenden Jahr knapp doppelt so viele Einheiten absetzen. «Im kommenden Jahr wollen wir 13.000 Einheiten in Deutschland absetzen, rund ein Viertel aller Verkäufe der 207er-Modellreihe», sagte Olivier Dardart, Chef von Peugeot Deutschland.Foto: Peugeot

«Kino-Effekt» auf Rücksitzbank

Große Veränderungen im Design gegenüber der Limousine treten nur im hinteren Teil des Fahrzeugs auf. Hier sorgt das ansteigende Dach für genügend Kopffreiheit auch auf den hinteren Sitzen. Die Rücksitzbank ist um 20 Millimeter höher angesetzt als die beiden Vordersitze und vermittelt so einen gewissen «Kino-Effekt». Ansonsten besitzt auch der Kombi das neue Löwengesicht mit einem großen Kühlergrill. Im Unterschied zur Limousine ist eine Dachreling serienmäßig angebracht. Das Heck besticht mit seinen raumeinnehmenden Glasflächen und den langgezogenen Scheinwerfern.

Lichtdurchfluteter Innenraum

Obwohl bereits der 207 als Limousine deutlich an Länge, Breite und Höhe gegenüber dem 206 gewonnen hatte, wuchs auch der Lifestyle-Kombi noch einmal an. Mit 4,156 Metern ist der SW um 126 Millimeter länger als die Limousine. Die Gesamthöhe von 1,51 Metern ist zudem 38 Millimeter höher. Dagegen blieben die Breite mit 1,748 Metern und der Radstand mit 2,54 Metern unverändert. Dank des 1,106 Quadratmeter großen Panoramadaches aber wirkt der lichtdurchflutete Innenraum wesentlich größer und sorgt so für Wohlbehagen. Die Sitze geben den nötigen Halt, Platz genug für eine Kleinfamilie mit höchstens zwei Kindern ist auch vorhanden. Bei der Fahrt in den Urlaub müsste zwar klug gepackt werden, denn 337 Liter Kofferraumvolumen sind für vier Personen nicht viel, aber ausreichend.

Separat öffnende Heckscheibe

Foto: Peugeot Dank einer Ladehöhe von 55 Zentimetern aber wird das Be- und Entladen erleichtert. Kleine Gepäckstücke können in den Ausstattungsversionen Tendance und Sport durch die separat zu öffnende Heckscheibe in den Kofferraum gelegt werden. Allerdings ist der Schließmechanismus derart groß geraten, dass auch diese kleine Luke noch einmal sehr dezimiert wurde. Sehr viel Platz haben die zweite Zielgruppe des Peugeot 207 SW, die aktiven Senioren. Diese können die Fondsitze mit einem Griff umlegen, sodass eine ebene Ladefläche entsteht. Das Volumen steigt dann auf 1258 Liter an, so dass auch größere Gegenstände ohne große Komplikationen verstaut werden können.

Hoher Verbrauch

Foto: Peugeot Drei Benziner und zwei Diesel stellt Peugeot zur Verfügung. Während der 1,4 Liter-Einstiegsbenziner aus dem PSA-Konzernregal stammt, kommen die beiden stärkern VTI-Motoren aus der Kooperation mit BMW. Der von uns gefahrene 1,6 16 V VTi mit 88 kW/120 PS erwies sich dabei als durchzugskräftiges Aggregat, das auch beim Überholen auf der Landstraße keine Wünsche offen ließ. Innerhalb von 9,6 Sekunden sind die 100 km/h erreicht, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 200 km/h. Der von Peugeot angegebene Durchschnittsverbrauch von 6,3 Litern wurde aber selbst bei besonnener Fahrweise deutlich verfehlt. Obwohl lediglich 1,3 Tonnen bewegt werden müssen, zeigte der Bordcomputer 9,3 Liter an, bei etwas sportlicherer Fahrweise wurde sogar der zweistellige Bereich erreicht. Neudeutsch heißt das heute: Das geht gar nicht. Somit ist auch der CO2-Ausstoß von 150 Gramm pro gefahrenen Kilometer deutlich höher anzusetzen. Zum Vergleich: Der neue 4007 2.2 HDi FAP verbrauchte nur geringfügig mehr als die 9,3 Liter.

Rabatt bis Oktober

Foto: Peugeot Somit erscheinen auch die zunächst bis September für den 120 VTi aufgerufenen 17.550 Euro in der einzig erhältlichen Ausstattungsvariante Sport nicht zu niedrig für einen Kombi. Ab Oktober erhöht sich der Preis um 650 Euro. Sehr viel günstiger beginnt der Einstieg mit dem 1,4 Liter Benziner mit 54 kW/73 PS. Hier werden zunächst 12.800 Euro fällig, ab Oktober 13.450 Euro. Ab dem Zeitpunkt kommt dann auch die Geländeversion des 207 SW mit dem schönen Titel «Outdoor».