Foto: D. Stanka
Range Rover Evoque – Erfolg auf ganzer Linie
Von Dietmar Stanka
Es passiert selten, aber es passiert. Aus einer wunderschön gestylten Studie entsteht tatsächlich ein Serienmodell. Eben passiert mit dem Range Rover Evoque. Dieser Mut wurde belohnt. Mit einem nicht vorherzusehenden Run auf diesen modernen SUV. Stop. Nicht nur SUV, sondern ganz und gar auch geländetauglich. Im Gegensatz zu vielen seiner Mitbewerbern, die fast nur auf Asphalt eine gute Figur abgeben. Denn ein Range ist nur dann ein Range, wenn er auf nicht befestigten Straßen mindestens genauso gut unterwegs ist, wie im Großstadtdschungel.

Vielfalt
Drei Motoren und ebenfalls drei Ausstattungslinien mit entweder drei oder fünf Türen. Der Range Rover Evoque lässt sich wunderbar auf die individuellen Wünsche hin konfigurieren. Beginnen wir bei den Motoren, die uns aus dem Hause Land Rover bekannt sind. Zur Verfügung steht ein 2,2-Liter-Diesel, der als eD4 und als TD4 jeweils 110 kW (150 PS) und als SD4 140 kW (190 PS) leistet. Der 2-Liter-Benziner bringt es auf starke 177 kW (240 PS). Als besonders sparsam erweist sich der eD4 mit Start-Stopp-Automatik, der nach Herstellerangaben im Schnitt nur 4,9 Liter pro 100 Kilometer verbrauchen soll. Allerdings muss sich ausschließlich dieser Evoque mit Frontantrieb begnügen. Kostenpunkt für dieses Einstiegsmodell: 33.100 Euro.
Nicht viel weniger genügsam sind die beiden anderen Diesel-Agregate, die mit Schaltgetriebe 5,7 und in der Automatikversion 6,5 Liter schlucken. Erfahrungsgemäß durstiger erweist sich der Benziner, der 8,7 Liter durch seine Einspritzdüsen jagt. Alle Motoren kennzeichnet eine hohe Durchzugskraft, ähnlich wie wir das bereits beim Land Rover Freelander in Erfahrung gebracht haben. Als empfehlenswert erweist sich, wenn das Geld nicht die größte Rolle spielt, der Griff zum 190-PS-Diesel. Dieses Triebwerk beschleunigt den Evoque in 10 Sekunden von 0 auf 100 km/h und der Vortrieb endet erst bei 200 km/h.
„Pure“, „Dynamic“ und „Prestige“ nennen sich die Ausstattungslinien des Range Rover Evoque. Pure ist, wie es der Name schon ausdrückt, die eher zurückhaltende und mit neutralen Farben ausgestattete Variante des Evoque. Wobei nicht an Luxus gespart wurde, was unter anderem die Teillederausstattung, eine Zweizonen-Klimaautomatik und ein Multifunktionslenkrad beweisen.
Die „Dynamic“-Version wird ihrem Namen durch ein sportliches Karosseriestyling und darauf abgestimmter Innenraumgestaltung in dunklen Tönen mit farblichen Kontrasten gerecht. Fette 19-Zöller und Xenon-Scheinwerfer sowie ein 380-Watt-Meridian-Soundsystem ergänzen die mittlere Ausstattungslinie.
Komplett in Luxus schwelgen lässt sich im „Prestige“. Typisch Range Rover fühlt man sich in diesem Automobil wie in einem englischen Klub. Oxford-Leder umschmeichelt die Passagiere und eine Premium-Audioanlage verwöhnen die hörbaren Ansprüche höchster Genüsse.
Fahren
Ein Genuss ist auch das Fahrerlebnis im Range Rover Evoque. Ganz egal wo. Denn außer dem eD4, der nur als Frontantriebler erhältlich ist, sind alle anderen Modelle mit der „Terrain Response“-Steuerung ausgestattet. Die vier Fahrprogramme gestatten eine, was auch immer für ein Untergrund unter den Rädern ist, souveräne Fortbewegung. „Normal“, „Gras/Schotter/Schnee“, „Schlamm/Spurrillen“ und „Sand“ stehen zur Wahl, wird die optionale Fahrwerkssteuerung „Adaptive Dynamics“ geordert, sind es insgesamt fünf Programme.
Auf unseren ersten Testfahrten im Rheingau überzeugte der Range Rover Evoque auch mit herausragenden Fahreigenschaften auf kurvenreichen Landstraßen. Straff und dennoch komfortabel gefedert lässt sich der Evoque ganz wunderbar um die Ecken zirkeln. Und vermittelt so ganz und gar kein SUV-Gefühl, sondern eher das einer sportlich ausgelegten Limousine.
Fazit
Der Range Rover Evoque ist außen wie innen der Hingucker des Jahres. Dazu kommt eine umfangreiche Serienausstattung sowie ein herausragend guter Materialmix. Der Evoque ist dadurch auf der Höhe seiner großen Range-Brüder, was das Gefühl von Luxus und Komfort angeht. Dass er wesentlich weniger kostet, ist der eine Pluspunkt. Denn wer nicht soviel Platz benötigt, wie es zum Beispiel ein Sport oder Vogue bietet, der ist mit dem Evoque bestens bedient. (ds)
Foto: D. Stanka
Technische Daten: Range Rover Evoque SD4 Dynamic (5-Türer)
Motor: 4-Zylinder-Diesel
Getriebe: Sechsgang-Schaltgetriebe
Hubraum: 2.179 ccm
Leistung in kW/PS bei xy U/min: 140 kW (190 PS)/3.500
Max. Drehmoment: 420 Nm bei 1.750 Umdrehungen pro Minute
Länge/Breite/Höhe: 4.365/1.900/1.635 in mm
Radstand: 2.660 in mm
Leergewicht: 1.685 kg
Zul. Gesamtgewicht: 2.350 kg
Kofferrauminhalt: max. 1.445 l
Bereifung: 235/55 R 19
Felgen: 8 x 19″ Leichtmetall
Beschleunigung: 10,0
Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h
Tankinhalt: 58 l
Kraftstoffverbrauch Kombinierter Verkehr: 5,7 Liter auf 100 km
Preis: 45.900 Euro
Dietmar Stanka Aribonenstraße 1 b D-81669 München
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